Freitag, 8. Juli 2011

[Rezi] Die Mädchen aus der Villa Sorrento

Bredsdorff, Bodil:
Die Mädchen aus der Villa Sorrento / Bodil Bredsdorff. - Stuttgart : Urachhaus, 2011. - 109 S.
ISBN 978-3825177461

"Es konnte nicht sein. Ich wollte es nicht glauben. Jemand hatte uns einen Streich gespielt. Hatte uns einem sonderbaren Spaß ausgesetzt, der nicht komisch war. Hatte sich fürchterlich geirrt. Eine Sekunde lang war ich erleichtert. Es war klar. Es musste ein Missverständis sein. Gleich würde Elinor wieder auftauchen. An einer ganz anderen Stelle als erwartet. Sie würde herunter in den Garten kommen und über die ganze Aufregung lachen, deren Ursache sie war, ohne es zu wissen."
(S. 67, Kapitel 10, vorletzter Absatz)
Bella lebt mit ihrem Vater und ihrer Tante in einer großen, alten Villa. Die Villa Sorrento - so hat ihre Mutter sie getauft, die mittlerweile verstorben ist. Bellas Leben ist ruhig und sie genießt es, hält sich an die aufgestellten Regeln und hat nie Streit mit ihrem Vater. Sie liebt es draußen auf ihrem eigenen Steg zu sitzen, oder im Wasser zu schwimmen. Sie liebt den Blick aus dem Haus, liebt ihr Heimatland Dänemark, auch wenn sie immer noch traurig ist, dass ihre Mutter nicht bei ihr sein kann.
Es dauert nicht lange und plötzlich steht ihre Welt Kopf, alles verändert sich: Ihr Vater kommt mit einer anderen Frau an seiner Seite zurück ins Haus und stellt sie als ihre neue Mutter vor. Aber sie kommt nicht alleine, an ihrer Seite ist Elenor. Elinor und Bella sind gleich alt, aber von Grund auf verschieden. Sie ist aufgeweckt und lustig. Durch ihren Einfluss dauert es nicht lange, bis Bella mit ihrer Stiefschwester die Regeln des Hauses bricht.
Bella fühlt sich noch wohler und ist neugierig, denn Elenor weiß schon so viel über das Leben und auch sie möchte mehr erfahren und erleben.
Als der Winter in das Land zieht nutzt das ganze Dorf das gefrorene Wasser als Schlittschuhbahn und die Wochen ziehen ins Land. Noch einmal möchte Elenor eine Runde aufs Eis und lässt sich nicht davon abbringen. Die Tragödie nimmt ihren Lauf und die neue Familie wird erneut auf eine harte Probe gestellt. Bella aber weiß, selbst nach großer Trauer geht die Sonne wieder auf...

Ein schönes, aber viel zu kurzes Buch, was einem die Schönheit Dänemarks näher bringt und die Reiselust erweckt. Und obwohl ein Leben in diesem Buch endet, verfällt man nicht in Trauer. Trotz Verlust wird klar, dass das Leben weiter geht und wächst.
Ohne viele Worte schafft die Autorin es eine Geschichte zu erzählen, die berührt, nachdenklich macht und einen Hauch Freiheit lüftet..

Bereitgestellt wurde mir diese Rezensionsexemplar von Urachhaus, sowie Blogg dein Buch
Kaufen kann man das Buch unter folgendem Link: Die Mädchen....

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