Montag, 16. Januar 2012

[Rezi] Emmas Angst

Autor: Jamie Freveletti
Titel: Emmas Angst
Originaltitel: Carrion
Genre: Thriller
Verlag: Ullstein (Berlin)
Erscheinungsjahr: 2012
Seiten: 368 S.
ISBN:
978-3548283463

Rezension:
Emma Caldridge ist in der Wüste, nahe Mexiko unterwegs und sucht nach einer besonderen Blume für ihre Arbeit, als sie plötzlich in die Fänge von LaValle einem mexikanischen Drogendealer gerät. Dieser ist berühmt dafür, seine Opfer langsam zu Tode zu quälen, doch als er erfähr, dass Emma Biochemikerin ist, erhofft er sich hilfe von ihr und gibt ihr eine Galgenfrist. Die Arbeiter von der Plantage, auf das Mariuhana angebaut wird, liegen allesamt krank in einer Hütte. Über und über sind sie von schwarzen Geschwüren bedeckt und scheinen im Delirium liegen. Ohne ein richtiges Labor aber kann auch Emma nichts tun und muss mit ansehen, wie die Männer unter ihren Blicken nach und nach sterben. Schnell fühlt sich Emma zu Oz hingezogen, der ebenfalls auf LaValle's Grundstück festgehalten wird um Drogen zu schmuggeln. Zusammen hecken sie einen Plan aus um zu fliehen, doch bevor es soweit kommt, wird ihr Gefängnis beschossen und bombadiert. Alle fliehen, doch schnell wird klar, die Krankheit wiegt schwerer als gedacht. Nicht nur LaValle's Geliebte, sondern auch Oz sind plötzlich befallen und Emma's einzige Chance zu überleben ist ein Gegenmittel zu finden und  ihre Kollegen davon zu überzeugen, das sie nicht freiwillig für den größten Drogendealer in der Umgebung arbeitet...

Gleich zu Beginn des Buches, wird der Leser in die Geschichte gezogen. Emma rennt um ihr Leben und zu Anfang erschließt sich einem nicht warum. Nach und nach wird diese Situation aufgeklärt und man kommt besser in die Geschichte. Ein bisschen abstrakt wirkt sie durch das Gerede von Flüchen und gefährlichen Zaubern, die durch die Mexikaner ausgesprochen werden. 
Da ich die vorigen Bücher nicht kannte, kannte ich auch nicht die Personen die schon in den anderen Büchern mitgespielt haben. Zwar kann man sich reindenken, wer wofür zuständig ist, aber z.B. die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Caldridge und Sumner lässt sich nicht ganz durchblicken. Für eine Biochemikerin geht sie meiner Meinung nach auch etwas zu lapidar mit der Krankheit um und schützt sich nicht genug, wie z.B. mi Mundschutz. Was mich auch etwas stutzig machte, war das man von einem Studium beim MIT zum Drogendealen kommt, aber in einem Roman, ist so eine Wendung völlig in Ordnung.
Die Geschichte ist rasant und aktionreich, auch wenn einige Situationen komisch wirken. Mal sind alle Gegner und plötzlich stehen ein paar wieder auf der gleichen Seite. Sicher könnte so der ein oder andere etwas verwirrt werden. Für zwischendurch ist dieses Buch aber super interessant und abwechslungsreich geschrieben.
Man hat den Thriller schnell gelesen, leider aber bleibt am Ende nicht viel hängen. Jemand der gerne zwischendurch etwas kurzweilig, spannendes und aktionvolles lesen mag, ist es aber eine willkommene Abwechslung.


Die Autorin:
Jamie Freveletti arbeitet als Anwältin in einer Kanzlei in Chicago. Mit ihrem Debüt Lauf ist ihr in Deutschland auf Anhieb ein Bestseller gelungen. Wie die Heldin ihrer Thriller ist auch Jamie Freveletti Ultramarathonläuferin. Zuletzt durchquerte sie das legendäre „Death Valley“. Emmas Angst ist der dritte Thriller mit der Heldin Emma Caldridge.  




Weitere Bücher: 
  • Flieh (2010)
  • Lauf (2009)

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