Montag, 2. Januar 2012

[Rezi] Die Insel der besonderen Kinder

Autor: Ransom Riggs
Titel: Die Insel der besonderen Kinder
Originaltitel: Miss Peregrine's Home for Peculiar Children
Genre:
Roman, Fantasy
Verlag: PAN (München)
Erscheinungsjahr: 2011
Seiten: 415
ISBN:
978-3426283684

Rezension:
"Und dann war er verschwunden, und wir waren allein mit der Kreatur. Ich hörte, wie das Monster im Dunkeln schnaufte, es klang, als würde Schleim aus einem Rohr gepresst. Wir wichen wieder einen Schritt zurück, dann noch einen, bis wir mit dem Rücken an der Wand standen. Dicht gedrängt harrten wr dort aus wie Gefangene vor dem Exekutionskommando. "Ich brauche Licht", flüsterte ich Emma zu, die offenbar so unter Schock stand, dass sie ihre Fähigkeiten vergessen hatte."
(Seite 347, 3. Absatz)

Jacobs Kindheitserinnerungen sind ein einziger Haufen Lügen - so zumindest sieht er es, als er immer älter wird und an die Märchen denkt, die sein Großvater ihm immer erzählt hatte, untermalt mit alten Fotografien. Es waren Bilder von Kindern die etwas ungewöhnliches konnten: Eines schwebte über dem Boden, ein anderes hielt ohne Kerze eine Flamme in der Hand... Heute ist Jacob klar, dass Abe irgendwie getrickst haben muss und er glaubt schon lange nicht mehr an diese Geschichten.
Dann aber findet er seinen Großvater eines Tages verletz und sterbend im Wald und dieser erzählt ihm wirres Zeug, was er nicht versteht. Nach diesem Tag verfolgen ihn die Worte seines Großvaters in den Schlaf und seine Eltern schicken ihn zu einem Psychiater. Dieser bestärkt Jacob in seinen Überlegungen die Insel aufzusuchen, auf der sein Großvater seine Kindheit verbracht hat. Sein Vater der an einem uch arbeitet stimmt zu und begleitet ihn. Allein macht sich Jacob auf um das alte Kinderheim auf der Insel Cairnholm zu entdecken und muss feststellen, dass das alte Zuhause von Abe nur noch eine Ruine ist. Im Krieg ausgebombt. Enttäuscht macht er sich in dem verlassenen Gebäude auf die Suche nach Hinweisen, bis er einen Koffer voller Fotos findet. In den folgenden Tagen begegnet er an diesem Ort verschiedenen Kindern - Kinder die er von den Fotos kennt - um keinen Tag gealtert. Er muss erfahren, dass sein Großvater immer die Wahrheit sprach und nicht durch ein Tier getötet worden ist.
Für Jacob beginnt eine ungewöhnliche und aufregende Zeit in einer Zeitschleife, die aber von einem gefährlichen Monster heimgesucht wird. Es liegt mit in Jacobs Hand die besonderen Kinder zu retten...

Auch ich habe mich von diesem Mystery-Roman gefangen nehmen lassen. Das Buch ist interessant aufgebaut und spiegelt das Leben eines Jungen wider, der auf den ersten Blick etwas verrückt scheint, nach und nach kapiert, dass es sein Großvater war, der ihn Flöhe ins Ohr gesetzt hat und am Ende sehen muss, dass sein Grandpa nur immer die Wahrheit sprach. so unglaublich sie auch klang.
Ransom Riggs verpackt die Geschichte so, dass man sie gar nicht weglegen kann. Die Fotos die einem auf den Seiten begegnen machen es natürlich noch um einiges interessanter und man ist begeistert, dass die Beschreibungen der besonderen Kinder noch einmal bildlich dargestellt sind. Die Vorstellung dieser Insel ist wahrscheinlich für viele nicht mal so abwegig. In Zeiten des Krieges, als Kinder an einen anderen Ort verfrachtet wurden um zu überleben, kann es sicher einmal passiert sein, dass es an einem Ort Kinder mit anderen Fähigkeiten gab. Vielleicht nicht so etwas extremes wie in dem Buch beschrieben, aber dennoch wäre dies möglich. Leider ist es in dem Buch oft an der Reihe, die Deutschen als böse darzustellen. Sicherlich keine Frage, dass Deutschland zur damaligen Zeit leider sehr an dem Krieg beteiligt war und somit sicherlich einiges zerstört hat, aber es wird meiner Meinung nach schon häufig angesprochen. 
Davon abgesehen hat mich dieses Buch begeistert, da es so mystisch und teilweise doch realistisch dargestellt ist, dass man fast an diese Zeitschleife glauben möchte. 
Ein empfehlenswerter Roman über die Vergangenheit und das Leben in einer mystischen Welt, deren Bewohner kämpfen müssen um zu überleben und ein Junge der sich entscheiden muss in der Zukunft oder der Vergangenheit zu leben...




Der Autor:
Ransom Riggs wuchs in einem kleinen Fischerdorf im südlichen Florida auf, einer Region, in der sich viele Amerikaner zur Ruhe setzen. Um nicht vor Langeweile zu sterben, begann er, in Musikbands zu spielen und mit seinen Freunden Filme zu drehen. Später studierte er in Ohio und Los Angeles Literatur und Filmproduktion. Ransom Riggs dreht heute Werbefilme für Firmen wie Absolut Vodka und Nissan und arbeitet als Drehbuchautor, Journalist und Fotograf.

Kommentare:

  1. Schöne rezi und toller blog bin auch gleich leserin geowrden. würde mich freuen wenn du auch bei mir vorbeischauen würdest
    lg mara
    http://mara-ladystyle.blogspot.com/

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  2. Hallo -:)
    Ich glaube, ich muss mir wirklich dieses Buch für meinen Weihnachts Gutschein holen :-)
    Lg Favola

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I LOVE comments :)

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