Sonntag, 29. Januar 2012

[Rezi] Apfeldiebe

Autor: Michael Tietz
Titel: Apfeldiebe
Genre: Psychothriller
Verlag: Bookspot (München)
Erscheinungsjahr: 2011
Seiten: 464 S.
ISBN: 978-3937357522

Rezension:
Sie machen sich auf um ein großes Abenteuer zu erleben und geraten in den härtesten und längsten Überlebenskampf ihrer kurzer Leben...
Es ist ein Tag in den großen Ferien, als die fünf Jungs aufeinander treffen: Alex, der Anführer; Max, der Dicke; Timi, der kleine Bruder; Kimi, das Mädchen und Rufus, der immer nur in schwarz gekleidet ist. Sie sind die Langeweile in dem kleinen Dorf satt und machen sich auf die Ruinen der alten Burg Steina zu erkunden, denn Alex hat eine geheimes Kellergewölbe entdeckt, in dem es tolle Schätze zu entdecken gibt.
Doch der so gut geplante Ausflug endet in einem Desaster. Max, der Zuhause von seinem Stiefvater misshandelt wird, dreht an dem dunklen Ort durch und während die anderen Kinder die unteriridschen Räume erkunden, stürzt der Ein- und Ausgang ein und die Kinder sind gefangen.
Ihre einzige Rettung scheint der alte Gernot Seiler zu sein, der Kinder eigentlich nicht leiden kann und sich nicht um das Verschwinden derer kümmert. 
Während er ungewollt feststellen muss, dass die Retter an einem ganz falschen Ort nach den Kindern suchen, spielt sich unter ihm ein unerbitterlicher Kampf ab, den nicht alle fünf unbeschadet überstehen werden...

Das Buch beginnt gleich mit einem spannenden Prolog, der den Leser gleich gefangen und nicht mehr los lässt. Im Nachhinein aber wird er im Buch selbst so nicht wiedergespiegelt, die Verbindung aber ist da. Zu Anfang erfährt der Leser in kleinen Geschichten erst einmal etwas über die Kinder und deren Leben, alles wird aber nicht gleich verraten. Alle fünf Kinder leben zwar im selben Dorf, wachsen aber in ganz verschiedenen Welten auf. Neben diesen kleinen Geschichten, dreht sich eine sechste um den alten Aussenseiter des Dorfes. Seine Geschichte wird recht eingehend beschrieben und klingt wie ein kleines Selbstgespräch, gefüllt mit einigen Wiederholungen.
Ab dem Punkt, ab dem das Abenteuer beginnt, springen die Beschreibungen und Gedanken immer wieder von einem zum anderen Kind. Der Autor aber verpackt dies so, dass man nicht verwirrt.
Er dringt in die Psyche der Kinder und erzählt nach und nach deren Erlebnisse, die zu ihren Verhalten in der verschütteten Ruine führen. In dem dunklen, kalten Räumen dringen verborgene und verbotene Gedanken an die Oberfläche jedes einzelnen. Die Situation gerät immer mehr außer Kontrolle, je klarer wird, wie ausgweglos diese Gefangenschaft ist. Es geht so weit, dass die Kinder nicht nur vor dem Verhungern oder Verdursten Angst haben müssen, sondern voreinander.
Dies ist ein Psychothriller, der keinen los lässt und die Kinder um einen herum mit anderen Augen betrachten lässt. 
In dieser Geschichte werden Freunde zu Feinden, erbitterte Gegner zu Verbündeten, scheinbare Lügen zu unfassbaren Wahrheiten, unschuldige Kinderwelten zu gefährlichen Realität und das einsame Leben eines alten Mannes zu einem Hoffnungsschimmer.
Ein tolles Buch, das noch lange nach dem letzten Satz in einem nachklingt, wie das Echo einer angespielte Geigensaite in einer großen Höhle.


Der Autor:
Michael Tietz ist gelernter Krankenpfleger und lebt mit Frau, Sohn und Hund im Südschwarzwald.








Weitere Bücher:

Kommentare:

  1. Hallo :-)
    Das Buch muss ich mir nbedingtmauch merken, denn das Cover gefällt mir echt Super und "Rattentanz" kommt bei unseren Lesern in der Bibliothek echt gut an.

    lG Favola

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  2. Hmm..das hört sich interessant an. Werde ich wohl wieder mal meinen Wunschzettel erweitern müssen.

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