Direkt zum Hauptbereich

[Hoerbuch] Isola

Autor: Isabel Abedi
Titel: Isola
Genre: Jugendroman
 Verlag: Arena Audio (Würzburg)
 Erscheinungsjahr: 2008
Laufzeit: 7 Std. 30 Min.
ISBN: 978-3-401-26048-8

"Er war wie jedes Jahr um diese Zeit der einizige Mensch im Garten des Evangelischen Klinikums in Berlin."
(1. Satz)

Persönliche Zusammenfassung:
Zwölf scheinbar wahllos ausgewählte Teenager reisen nach Brasilien. Dort werden sie auf einer einsamen Insel Tag und Nacht von Kameras beobachtet. Jeder hat seine eigenen Gründe an dem Abenteuer teilzunehmen, aber das so harmlos beginnende Spiel nimmt plötzlich eine grausige Wendung und nicht alle kommen lebend von der Insel.

Rezension/Meinung:
Isabell Abedi hat mit „Isola“ ein kleines Big Brother erschaffen.
Auf einer Insel wird mit den zwölf auserwählten Teenagern eine totale Überwachung getätigt, die zudem ein Spielekonzept enthält: Jeder muss eine Karte ziehen und einer erhält dabei die „Mörderkarte“. Dies ist natürlich nur spielerisch gemeint, doch während der heimliche Mörder einen Spieler nach dem anderen von der Insel schafft, passiert immer mehr Unvorhergesehenes.

Als Hauptprotagonistin ist Vera gewählt, denn sie erzählt am Anfang, was sie dazu bewogen hat, auf die Insel zu fliegen und berichtet die ganzen Geschehnisse aus ihrer Sicht.
Die anderen elf Teilnehmer werden aber nicht vergessen, sondern jeder einzelne erhält beschreibende Abschnitte in dem Buch.

Was als aufregender Trip in ein anderes Land beginnt und anderen als Selbstfindung dienen soll, entpuppt sich schnell als nervenaufreibendes Spiel.
Plötzlich werden aus flüchtig Bekannten, die Tag und Nacht zusammenhocken, eifersüchtige Menschen und wahre Mörder.

Solo, der Vera gleich den Kopf verdreht, überzeugt durch sein gutes Aussehen und seine ruhige Art. Doch scheint gerade er es gewesen zu sein, der mehr auf dem Gewissen hat, als es den Anschein macht.

Abedi entführt Leser und Hörer auf eine einsame Insel und lässt dort die verschiedensten Welten aufeinander prallen. Gespannt folgt man den Geschehnissen und es gibt Momente, die einem das Herz schneller schlagen lassen.
Zwischendurch versinkt Vera immer wieder in ihren Gedanken und ein seichter Ton umspielt ihre Worte, so dass man nach all der Aufregung eine starke Beruhigung spürt – um kurz darauf wieder außer Atem zu kommen.

Abenteuerlich, lebensmutig und voller Geheimnisse präsentiert sich Isola. Ein einfaches und schon oft erlebtes Experiment, das wieder einmal zeigt, wie einfach es ist, der Welt etwas vorzuspielen und klar macht, dass niemand so ist, wie er zu sein scheint.


Die Autorin:
Isabel Abedi hat 13 Jahre lang als Werbetexterin gearbeitet. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Kinder- und Jugendbuchautorinnen Deutschlands. Ihr Roman Whisper wurde für den deutschen Jugendliteraturpreis 2006 nominiert, der Roman Isola war Spiegel-Bestseller. Isabel Abedi lebt mit ihrer Familie in Hamburg.  
Homepage der Autorin: http://www.isabel-abedi.de/

Weitere Bücher:
 Quelle: Bilder und Vita vom Verlag

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

[Rezi] Bob, der Streuner

Autor: James Bowen Titel: Bob, der Streuner - Die Katze, die mein Leben veränderte Originaltitel: A Street Cat Named Bob Genre: Sachbuch Verlag: Bastei Lübbe (Köln) Erscheinungsjahr: 2013 Seiten: 252 S.
ISBN: 978-3-404-60693-1
Buch hier kaufen
""Das Glück liegt auf der Straße", sagt ein Sprichwort." (1. Satz)

[Rezi] #23/14 - Mit Worten kann ich fliegen

Buch hier kaufen
Rezension: "Mit Worten kann ich fliegen" ist ein Buch, das ich gerne jeden Leser ans Herz legen mag. Die Autorin Sharon Draper verleiht einem Menschen eine Stimme, die oft ungehört bleibt und zeigt damit auf, was wir oftmals gar nicht bemerken würden.

[Rezi] Ins Nordlicht blicken

Autor: Cornelia Franz
Titel: Ins Nordlicht blicken
Genre: Roman
Verlag: dtv premium (München)
Erscheinungsjahr: 2012
Seiten: 274 S.
ISBN: 978-3-423-24939-3
"Es war eine klare, wolkenlose Nacht, in der Jonathan Querido in einem Liegestuhl an der Alaska saß und versuchte, die Panik in den Griff zu bekommen, die ihn aus seiner Kabine getrieben hatte."
(1. Satz)