Mittwoch, 23. November 2011

[Rezi] Amokspiel

Autor: Sebastian Fitzek
Titel: Amokspiel
Genre:
Psychothiller
Verlag: Knaur (München)
Erscheinungsjahr: 2007
Seiten: 448
ISBN:
978-3426637180

Rezension:
Für Ira Samin hat das Leben keinen Sinn mehr. In ihrem alkoholvernebelten Gehirn plant sie ihren Selbstmord und bereitet alles vor. Ihren Job als Kriminalbeamtin lässt sie schon eine Weile schleifen und wahrscheinlich würde es niemandem auffallen, wäre sie nicht mehr da. Ihre älteste Tochter starb vor einiger Zeit, was sie ziemlich aus der Bahn warf. Nun steht sie in ihrer Wohnung und es ist nur noch ein kleiner Schritt zur ewigen Ruhe. Doch bevor es soweit kommt erhält sie einen Anruf: Ein Verrückter hat in einem Radiosender Geiseln genommen und ein harmloses Gewinnspiel in ein mörderisches Spiel verwandelt. Wahllos ruft er Leute an, welche sich mit seiner gewünschten Parole melden sollen. Ein falsches Wort, schon ein „Hallo“ genügt und eine Geisel muss sterben. Ira macht sich auf den Weg zum Radiosender um die Geiseln zu befreien und den Täter zur Aufgabe zu zwingen. Eine Kontaktaufnahme ist nur über das Radio möglich und so hören tausende von Menschen die Verhandlungen mit an.
Immer wieder scheitert das Gespräch zwischen den beiden bis klar wird, dass sie mehr miteinander verbindet als dieser Fall, denn beide haben sie einen geliebten Menschen verloren…

Das zweite Buch von Fitzek. Wieder ein Thriller, der die verschiedensten Wendungen einer scheinbar klaren Geschichte aufzeigt. Dieser Thriller steigt auch wieder direkt ins Geschehen ein und man liest sich durch wirre Gedanken voller Selbstvorwürfen, Trauer und Einsamkeit. Die beiden Geschichten sind parallel erzählt und nähern sich im Laufe immer weiter an, bis sie frontal aufeinander treffen. Man spürt fast die Verzweiflung der beiden Hauptfiguren und die tiefe Verbindung zwischen den ihnen. Mich hat auch dieser Thriller wieder gefesselt und ich war immer wieder erstaunt, welche Wendungen sich vollzogen. Im Gegensatz zum ersten Buch war es nicht ganz so verwickelt, aber Fitzek lohnt sich immer zu lesen.


Der Autor:
Sebastian Fitzeks Psychothriller sind definitiv nichts für schwache Nerven. "Therapie", erschienen 2006, war sein erstes Werk - und wurde gleich ein Bestseller. Seither präsentiert der Friedrich-Glauser-Preisträger einen Erfolgstitel nach dem anderen. Zum Glück entstammen die bedrohlichen Plots seiner Fantasie - und ebenfalls erfreulich: Fitzeks Sprache hat wenig mit seinem Uni-Abschluss zu tun. Denn sein erstes Buch schrieb der 1971 geborene Berliner in Form einer Jura-Promotion zum Thema Urheberrecht. Es folgten redaktionelle Tätigkeiten in Funk und Fernsehen. Als Autor und bekennender "Mailoholic" ist Fitzek ebenso fleißig wie kommunikativ, tourt gern auf Lesereisen und ist (fast) immer online. Sein Wohnort ist weiterhin Berlin.

Weitere Bücher:

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