Samstag, 3. Dezember 2011

[Rezi] Der Augenjäger

Autor: Sebastian Fitzek
Titel: Der Augenjäger
Genre: Psychothriller
Verlag: Droemer (München)
Erscheinungsjahr: 2011
Seiten: 432
ISBN: 978-3426198810

Rezension:
Das Leben von Alexander Zorbach liegt vor ihm, zerschlagen und nicht wiederherstellbar. Seine Frau ist ermordet worden, sein Sohn entführt und der Täter, der Augensammler, läuft noch immer frei herum und spielt sein perfides Spiel mit ihm und der Polizei. Der einizige Sinn seit Tagen und Wochen ist es für Zorbach die Spuren von seinem ehemaligen Kollegen zu verfolgen und ihn zu stellen um seinen Sohn wieder zu finden. Der Augensammler stellt Zorbach vor eine Aufgabe, die er ohne zu zögern annimmt, nur damit sein Sohn überlebt...
Für Alina Gregoriev geht das Leben weiter, auch ohne Zorbach an ihrer Seite muss sie sich ihrem Alltag entgegenstellen. Gemeinsam mit dem Ermittler Stoya heckt sie einen Plan aus, wie sie den Augenarzt Zarin Suker zur Strecke bringen können - der kurz davor ist aus der Untersuchungshaft entlassen zu werden. Alle wissen war er getan hat: Frauen entführt, vergewaltigt und ihnen die Augenlider abgeschnitten, doch Beweise gibt es keine. Alina soll mit ihren Fähigkeiten versuchen etwas zu erfahren, dass als Beweis gilt, doch auch ihr gelingt es nicht.
Enttäuscht muss sie wieder zurück in ihre Praxis und ihrer Arbeit nachgehen. Doch die Ereignisse überschlagen sich: Von einem weiteren Ermittler wird sie ungefragt mitgenommen und orientierungslos steht sie plötzlich einem Totgeglaubten gegenüber... Kurz darauf wird die blinde Alina von einem Altbekannten entführt und steht dem Tod gegenüber, dem sie nur entkommen kann, wenn sie zumindest durch andere Augen sehen kann...

Der Nachfolger von "Der Augensammler" wurde von mir heiß ersehnt, denn beendet war der erste Teil nicht einmal ansatzweise. "Der Augenjäger" beginnt und endet zugleich wieder, wie es scheint, denn eine der Hauptpersonen ist einfach nicht mehr da, wobei Alexander Zorbach und Alina Gregoriev doch irgendwie zusammen gehören. Nach und nach aber setzt sich das Puzzle zusammen. Man erfährt was wirklich passiert ist und bemerkt wie einfach es ist jemanden als Täter zu sehen, auch wenn er selbst nur ein Opfer ist. Je weiter die Geschichte voran schreitet, desto intensiver fühlt man den Puls der Zeilen. Den galoppierenden Ritt der Buchstaben und Worte die einen mitreißen. 
Immer wieder gibt es neue Wendungen, die die Spannung immer mehr steigern und nachdem das Fragezeichen über des Lesers Kopf zersprungen ist, scheint es gar nicht anders gewesen zu sein können. Mich haben die Wandlungen teilweise sehr überrascht, da es vorher keine Andeutungen gab. Andere Dinge wiederrum, konnte man schon erahnen. Das letzte Kapitel scheint den Leser lächeln zu lassen, endet aber komplett anders als gedacht - auch wenn mit einem minimalen Hoffnungsschimmer. Doch was wäre ein Buch von Fitzek auch mit einem kompletten Happy End...
Und natürlich hat Herr Fitzek auch wieder eine kleine Überraschunge für jeden Leser.




Der Autor:
Sebastian Fitzeks Psychothriller sind definitiv nichts für schwache Nerven. "Therapie", erschienen 2006, war sein erstes Werk - und wurde gleich ein Bestseller. Seither präsentiert der Friedrich-Glauser-Preisträger einen Erfolgstitel nach dem anderen. Zum Glück entstammen die bedrohlichen Plots seiner Fantasie - und ebenfalls erfreulich: Fitzeks Sprache hat wenig mit seinem Uni-Abschluss zu tun. Denn sein erstes Buch schrieb der 1971 geborene Berliner in Form einer Jura-Promotion zum Thema Urheberrecht. Es folgten redaktionelle Tätigkeiten in Funk und Fernsehen. Als Autor und bekennender "Mailoholic" ist Fitzek ebenso fleißig wie kommunikativ, tourt gern auf Lesereisen und ist (fast) immer online. Sein Wohnort ist weiterhin Berlin. 

Weitere Bücher:

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