Mittwoch, 24. August 2011

[Rezi] Irrliebe

Erfmeyer, Klaus:
Irrliebe : Knobels sechster Fall ; Kriminalroman / Klaus Erfmeyer. - Meßkirch : Gmeiner-Verl., 2011. - 274 S.

Rezension:
Wer kennt es nicht: In der Schulzeit lernte man jemanden kennen, der wie die beste Freundin oder beste Freund wirkte, doch nach Beendigung dieser Zeit bemerkte man, dass man überhaupt nicht zueinander passte und die Freundschaft verläuft sich. 
So ergeht es auch Franziska und Marie. Ihre Leben verändern sich getrennt voneinander in die verschiedensten Richtungen: Marie hat eine gute Arbeit und einen Mann den sie, und der sie, von Herzen liebt. Franziska dagegen lernt nicht so positives kennen. Sie will mehr von ihrem bisher so öden Leben und braucht dafür Marie. 
Als sie sich auf einem Klassentreffen wiedersehen bittet Franziska sie um einen Gefallen: Sie will eine Kontaktanzeige schalten, ihre Briefe sollen aber an Marie gehen, damit Franziskas Freund nichts von diesem Abenteuer erfährt. Marie stimmt nach anfänglichen Bedenken zu, doch sie bereut es schnell, denn nach ein paar Wochen geschieht das Unfassbare: Franziska stirbt. War es Mord, Selbstmord oder doch nur ein Unfall?
Marie und ihr Freund, der Rechtsanwalt Stephan Knobel fangen an selbst zu ermitteln und begegnen dabei einem halbfranzösichem Ehepaar, dass sich in immer mehr falsche Aussagen verstrickt und bei dem am Ende, als klar wird was wirklich geschehen ist, nur noch einer lebt.

Bisher habe ich von Erfmeyer noch nichts gelesen und war daher sehr gespannt wie er schreibt. Dieses Buch bekam ich als Rezensionexemplar und zuerst hatte ich bedenken, da dies ein Buch aus einer Reihe ist. Doch im Endeffekt, bin ich sehr begeistert.
Der Autor beschreibt alles in klare Worten. Die Kapitel steigen teilweise direkt in das Geschehen ein und konfrontieren den Leser ohne große Umschweife mit einer (meißt) harten Wendung der Geschichte. Diese klaren Worte steigern die Spannung. Ab und an, insbesondere zum Ende hin, gibt es ein paar Stellen, die man evtl. zwei Mal lesen muss um ihnen folgen zu können, denn plötzlich dreht sich die Geschichte noch einmal komplett, obwohl das Ende schon klar scheint.
Diese Wendung sehe ich sehr positiv.
Durch dieses Buch, werde ich mir wohl auch die anderen Bücher dieses Autors anschaffen.
Wer deutsche Krimis mag und eine Geschichte voller Leidenschaft, Angst, Unruhe und Lügen mag, ist damit gut bedient.





Das Cover:
Das Cover ist bei diesem Buch völlig unspektakulär, passt aber perfekt zum Inhalt des Buches. Aus einer nahen Perspektive wurde ein gelber Briefkasten als Hintergrund genommen. Autor und Titel sind durch ihren weißen Hintergrund etwas  hervorgehoben.

Der Autor:
Dr. Klaus Erfmeyer, geboren 1964, lebt in Dortmund und ist seit 1993 Rechtsanwalt, darüber hinaus Maler und Dozent. Er ist Autor zahlreicher Fachpublikationen. Irrliebe ist sein sechster Krimi um Rechtsanwalt Stephan Knobel.

Weitere Bücher:
  • Endstadium : Knobels fünfter Fall (2010)
  • Tribunal : Knobels vierter Fall (2010)
  • Geldmarie : Knobels dritter Fall (2008)
  • Todeserklärung : Knobels neuer Fall (2007)
  • Karrieresprung (2006)

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