Freitag, 24. Juni 2011

[Rezi] Die Einsamkeit der Primzahlen

Giordano, Paolo:
Die Einsamkeit der Primzahlen : Roman / Paolo Giordano. - München : Blessing, 2009. - 368 S.
ISBN 978-3896673978

Die Einsamkeit der Primzahlen, das sind zwei Kinder, zwei Schicksale, die einen nachdenklich werden lassen.
Alice und Mattia haben beide das Schicksal von ihrer Familie nicht richtig angenommen zu werden. Auch Freunde zu finden ist für sie sehr schwer.
Bei Alice liegt es an ihrer Behinderung, an der ihr Vater eine beträchtlcihe Schuld trägt. Er zwang sie zu einem Skiausflug, bei der sie einen schweren Unfall hatte und seit dem sie ein steifes Bein hat. Ihr Vater kann ihr seit da an nicht mehr richtig in die Augen blicken.
Mattia hingegen hat selbst einen Fehler gemacht. Nur einmal wollte er sich nicht um seine geistig behinderte Zwillingsschwester kümmern, lies sie auf einem Spielplatz zurück und als er sie wieder abholen wollte, war sie nicht mehr da. Sie wurde niemals gefunden, die enhellige Meinung war aber, dass sie wohl ertrunken sei.
Mattia gibt sich selbst die Schuld, wird schweigsam und zieht sich zurück.
Zwei Leben die nichts miteinander zu tun haben, bis die beiden sich Jahre später in ihre jeweilige Einsamkeit versunken in der Schule kennen lernen.
Von Anfang an scheint es als seien die beiden füreinander bestimmt. Sie werden Freunde und teilen ihr Leid - würden sich niemals verraten und niemals ihre Freundschaft aufgeben.
Doch eines Tages trifft Alice auf eine junge Frau, die Mattia wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Die Frage ob sie es ihm sagen sollte zerreißt sie innerlich und sie trifft eine schwerwiegende Entscheindung für ihre Freundschaft.
Ein schönes Buch, das einen stark berührt. Das zeigt wie zwei Menschen füreinander geschaffen sein können und sie es doch nicht schaffen beieinander zu bleiben.
Es zeigt auch wie das Leben spielen kann und wie manche ihre Fehler wieder gut machen können. Es erklärt wie man verzeiht und das das Leben trotz aller Handicaps und Fehler genießen und leben kann...
Für ein Erstlingswerk berührend und verführend zugleich...

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