Direkt zum Hauptbereich

[Rezi] Todeswunsch

Robotham, Michael:
Todeswunsch : Psychothriller / Michael Robotham. - München : Goldmann, 2010. - 512 S.
ISBN 978-3442312498

Das Buch beginnt mit einem Tagebucheintrag. Ein Eintrag der die Verletzbarkeit eines Menschen darstellt, deren Ängste und Zweifel im Leben und der Fluchtversuch in den Schmerz.
Es bleibt der einzige Eintrag, trägt das Buch aber mit sich.
Schnell wird klar, das Buch ist nichts für sanfte Gemüter: ein junges Mädchen scheint ihren Vater ermordet zu haben. Gefunden wird er in ihrem Zimmer, verblutet und mit einem blutigen Handabdruck seiner Tochter auf dem Hemd. Sie selbst aber kann sich an nichts erinnern. Joe O´Loughlin ist ein Freund der Familie und soll ein Gutachten über die selbstmordgefährdete Sienna schreiben.
Doch was verbirgt sich hinter der scheuen und doch harten Maske des Mädchens? Plötzlich wird klar, dass sie allen Grund gehabt hätte sich ihrem Vater zur Wehr zu setzen.
Kurz darauf bekommt der Parkinson geplagte Joe mit, dass Sienna sich zu ihrem Lehrer hingezogen gefühlt hat. Dieser hat es schamlos ausgnutzt und mit dem jungen Mädchen ein gefährliches Spiel gespielt. Sienna, blind vor Liebe, konnte sich nicht wehren.
Der Fall zieht immer größere Kreise und plötzlich sind es nicht nur mehr kleine Fische, die Dreck am Stecken haben.
Alles verwebt sich mit einem Fall von Rassismus, in dem Joe´s Ex-Frau eine wichtige Rolle spielt. Familie O´Loughlin gerät in immer gefährlichere Situationen, bis alles aus dem Ruder läuft. 
Am Ende wird nach Schmerz und Angst doch noch alles aufgeklärt, aber es werden nicht alle für ihr Handeln bestraft.
Mein zweites Buch von Robotham und ich bin immer noch begeistert. 
Es sind zwei Geschichten, die sich zu einer großen entwickeln. Die aufzeigen, wie tief die Fäden manchmal verstrickt sind.
Robotham schreibt in einer einfachen Sprache, die einen an manchen Stellen stocken lässt. Das Ende des Buches war befriedigend, auch wenn eher ein Gedankengang. Ein paar Fragen bleiben unbeantwortet. Im Großen und Ganzen aber wieder einmal ein gelungener Psychothriller...

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

[Rezi] Bob, der Streuner

Autor: James Bowen Titel: Bob, der Streuner - Die Katze, die mein Leben veränderte Originaltitel: A Street Cat Named Bob Genre: Sachbuch Verlag: Bastei Lübbe (Köln) Erscheinungsjahr: 2013 Seiten: 252 S.
ISBN: 978-3-404-60693-1
Buch hier kaufen
""Das Glück liegt auf der Straße", sagt ein Sprichwort." (1. Satz)

[Rezi] #23/14 - Mit Worten kann ich fliegen

Buch hier kaufen
Rezension: "Mit Worten kann ich fliegen" ist ein Buch, das ich gerne jeden Leser ans Herz legen mag. Die Autorin Sharon Draper verleiht einem Menschen eine Stimme, die oft ungehört bleibt und zeigt damit auf, was wir oftmals gar nicht bemerken würden.

[Rezi] Ins Nordlicht blicken

Autor: Cornelia Franz
Titel: Ins Nordlicht blicken
Genre: Roman
Verlag: dtv premium (München)
Erscheinungsjahr: 2012
Seiten: 274 S.
ISBN: 978-3-423-24939-3
"Es war eine klare, wolkenlose Nacht, in der Jonathan Querido in einem Liegestuhl an der Alaska saß und versuchte, die Panik in den Griff zu bekommen, die ihn aus seiner Kabine getrieben hatte."
(1. Satz)