Freitag, 20. Mai 2011

[Rezi] Dein Wille geschehe

Robotham, Michael:
Dein Wille geschehe : Psychothriller / Michael Robotham. - München : Goldmann, 2011. - 592. S.
ISBN 978-3442474585


Rezension:
Joe O'Loughlin unterrichtet seit neuestem an einer Universität Psychologie. Für ihn ist es interessant zu sehen, wie er seine Studenten nur mit ein paar Worten fesseln kann. Doch die Freude an der Arbeit währt nur kurz, denn sein alter bekannter Ruiz stattet ihm einen Besuch ab und zieht ihn zu einem Fall hinzu: Eine Frau steht nackt auf einer Brücke und will sich umbringen. Joe steigt neben sie und versucht sie zur Umkehr zu bewegen. Die Frau aber hört ihm nicht zu und lauscht einer anderen Stimme - an einem Handy das sie sich ans Ohr hält. Nicht ein Wort von Joe hilft - vor seinen Augen springt die Frau in die Tiefe.
Erst will ihm niemand glauben, dass sie telefoniert hat, und erst recht nicht, dass der Anrufer ihr noch zurief: "Spring". Alles an dem Fall ist mysteriös, denn trotz Schulden neigte die Frau nicht zu Selbstmord, was auch ihre Tochter bestätigt.
Die Polizei aber will in diesem Selbstmord nicht weiter ermitteln. Erst als eine weitere Frau auf mysteriöse Weise ums Leben kommt werden Ermittlungen gestartet.
Aber nicht nur die Ermittlungen sind für Joe nervenaufreibend, auch sein Privatleben spielt verrückt. Geht seine Frau fremd? Und sein Parkinson lässt ihn sich immer mehr zurück ziehen..
Als dann klar wird, warum die Frauen sterben mussten ist alles in heller Aufregung. Gideon Tyler ein Militärbediensteter scheint seine Familie zu suchen, glaubt nicht an deren Tod, auch wenn es doch Beweise gibt das sie ertrunken sind.
Joe aber sieht plötzlich das ganze Bild klar vor sich und bringt damit nicht nur sich selbst in Gefahr. Plötzlich hat Tyler seine Frau und seine Tochter in der Gewalt und niemand weiß wo sie sind...

Dies war mein erstes Buch von Robotham. Die Geschichte um Joe O'Loughlin ist eine fortlaufende, aber obwohl ich vorher kein anderes von ihm las, konnte ich mich gut herein finden.
Überwiegend ist das Buch aus Sicht von Joe geschrieben, zwischen drin aber auch immer wieder von Gideon Tyler. Dies macht das Buch sehr spannend. Außerdem hat mich die Wortwahl oft begeistert, denn ab und an kommt sogar eine tiefsinnige Anekdote zum Vorschein. Zudem erfährt man auch einiges über Parkinson, was auch interessant mit einfließt.
Sehr spannend geschrieben und das nächste Buch von ihm liegt schon in meinem Regal bereit...





Das Cover:
Der Titel des Buches ist hier mit großen, roten Buchstaben geschrieben, die leicht verwischt wirken. Unter diesen auffälligen Lettern gibt es festgenagelte Bänder, bei denen an einer Stelle ein Blutstropfen hängt. Der Hintergrund ist weiß mit einer Art schwarzem Schmutzrand.
Dieses Cover gefiel mir sehr gut.

Der Autor:
Michael Robotham wurde 1960 in New South Wales, Australien, geboren. Er war lange Jahre als Journalist für große Tageszeitungen und Magazine in London und Sydney tätig, bevor er sich ganz seiner eigenen Laufbahn als Schriftsteller widmete. Mit seinen Romanen sorgte er international für Furore und wurde mit mehreren Preisen geehrt. Michael Robotham lebt mit seiner Frau und seinen drei Töchtern in Sydney.
(Quelle: amazon.de)

Weitere Bücher:

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