Donnerstag, 23. Juni 2011

[Rezi] Todeswunsch

Robotham, Michael:
Todeswunsch : Psychothriller / Michael Robotham. - München : Goldmann, 2010. - 512 S.
ISBN 978-3442312498

Das Buch beginnt mit einem Tagebucheintrag. Ein Eintrag der die Verletzbarkeit eines Menschen darstellt, deren Ängste und Zweifel im Leben und der Fluchtversuch in den Schmerz.
Es bleibt der einzige Eintrag, trägt das Buch aber mit sich.
Schnell wird klar, das Buch ist nichts für sanfte Gemüter: ein junges Mädchen scheint ihren Vater ermordet zu haben. Gefunden wird er in ihrem Zimmer, verblutet und mit einem blutigen Handabdruck seiner Tochter auf dem Hemd. Sie selbst aber kann sich an nichts erinnern. Joe O´Loughlin ist ein Freund der Familie und soll ein Gutachten über die selbstmordgefährdete Sienna schreiben.
Doch was verbirgt sich hinter der scheuen und doch harten Maske des Mädchens? Plötzlich wird klar, dass sie allen Grund gehabt hätte sich ihrem Vater zur Wehr zu setzen.
Kurz darauf bekommt der Parkinson geplagte Joe mit, dass Sienna sich zu ihrem Lehrer hingezogen gefühlt hat. Dieser hat es schamlos ausgnutzt und mit dem jungen Mädchen ein gefährliches Spiel gespielt. Sienna, blind vor Liebe, konnte sich nicht wehren.
Der Fall zieht immer größere Kreise und plötzlich sind es nicht nur mehr kleine Fische, die Dreck am Stecken haben.
Alles verwebt sich mit einem Fall von Rassismus, in dem Joe´s Ex-Frau eine wichtige Rolle spielt. Familie O´Loughlin gerät in immer gefährlichere Situationen, bis alles aus dem Ruder läuft. 
Am Ende wird nach Schmerz und Angst doch noch alles aufgeklärt, aber es werden nicht alle für ihr Handeln bestraft.
Mein zweites Buch von Robotham und ich bin immer noch begeistert. 
Es sind zwei Geschichten, die sich zu einer großen entwickeln. Die aufzeigen, wie tief die Fäden manchmal verstrickt sind.
Robotham schreibt in einer einfachen Sprache, die einen an manchen Stellen stocken lässt. Das Ende des Buches war befriedigend, auch wenn eher ein Gedankengang. Ein paar Fragen bleiben unbeantwortet. Im Großen und Ganzen aber wieder einmal ein gelungener Psychothriller...

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