Freitag, 8. Juni 2012

[Rezi] Robocalypse

Autor: Daniel H. Wilson
Titel: Robocalypse
Originaltitel: Robocalypse: How Humanity Survived the Robot Uprising
Genre: Dystopie
Verlag: Droemer (München)
Erscheinungsjahr: 2011
Seiten: 464 S.
ISBN:
978-3426226001

"Zwanzig Minuten nach Kriegsende sprudeln vor mir Stumper aus einem gefrorenen Loch im Boden wie der Hölle entsprunge Monsterameisen, und ich bete, dass ich meine Beine noch ein bisschen behalten darf."
(1. Satz)

Rezension:
Es ist das Ende eines Krieges, den so keiner erwarten konnte.
Nicht Land gegen Land, nein, nicht einmal Mensch gegen Mensch hat es geschafft die Menschheit fast vollständig auszulöschen. Es waren die technischen Helfer der Menschen: Roboter die dafür erschaffen worden sind, schwere Arbeiten zu automatisieren und somit zu erleichtern. 
Eines plötzlichen Tages brechen sie aus ihrer Gefangenschaft und beweisen, dass sie nicht nur kleine Helfer sind und vorhaben die Weltherrschaft zu übernehmen. Nach und nach verschwinden Bewohner aus Häusern und ganze Gebäudekomplexe werden zerstört.
Es scheint, dass nur ein junges Mädchen es schaffen kann die Welt zu retten...

Da der Klappentext wirklich interessant geschrieben war, habe ich mich richtig darauf gefreut, dieses Buch zu lesen. Leider dauerte es dann recht lange, bis ich mit der Geschichte warm wurde.
Der Beginn des Buches ist gleichzeitig das Ende des Krieges und die Geschichte wird nach und nach von hinten aufgerollt.
Der Autor hat viele technische Details in „Robocalypse“ einfließen lassen, sowie Umgebungsbeschreibungen, vergisst dabei aber die Beschreibungen der menschlichen Protagonisten. Nach und nach fällt es leichter der Geschichte zu folgen, denn durch den schweren Start verliert man immer wieder den Faden.
Gut rüber gebracht hat der Autor die Erzählweisen der verschiedenen Protagonisten, die ihre Geschichten erzählen. Denn sobald jemand anderes seine Geschichte erzählt, wechselt Wilson seinen Schreibtstil und passt jeder Person somit einen eigenen an.
Am spannendsten fand ich die Erlebnisse der Kinder und bis zum Ende macht genau der Teil die Spannung aus.
Wer „Der Übergang“ kennt, wird in dieser Geschichte einige Parallelen finden, denn auch hier ist es ein junges Mädchen, das am Ende die einzige Rettung für die Menschheit zu sein scheint.
Alles in allem ist die Geschichte interessant gestaltet und erinnert ebenfalls an den Film „I Robot“. Ich hätte mir etwas mehr Zwischenmenschliches gewünscht, daher hat das Buch nicht ganz meinen Geschmack getroffen.


Der Autor:
Daniel H. Wilson wurde am 6. März 1978 in Tulsa, Oklahoma geboren – oder vielleicht doch von Robotern unter die Menschen geschmuggelt: Schon als Kind versuchte er, seinen Computer zum Sprechen zu bringen, und verliebte sich in das Androidenmädchen einer Fernsehserie. Nach der High School studierte Daniel H. Wilson neben Informatik alles, was mit künstlicher Intelligenz zusammenhängt, bevor er 2005 am Institut für Robotertechnik in Pittsburgh den Doktortitel für Robotik erwarb. Neben Artikeln für das „Popular Mechanics Magazine“ veröffentlicht er sehr erfolgreich Anleitungen, wie man einen Roboteraufstand überlebt. Daniel H. Wilson lebt heute in Portland, Oregon in den USA. Seine besten Freunde sind Werkzeuge - und er arbeitet, wie er selbst betont, für die Mächte des Guten. 


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