Sonntag, 26. Juni 2011

[Rezi] Das verbotene Zimmer

Hayes, Sam:
Das verbotene Zimmer : Roman / Sam Hayes. - Berlin : List, 2011. - 507 S.
ISBN 978-3548610252

"Ich zerbrach in tausend Stücke. Der Telefonhörer baumelte an seiner glänzenden Schnur. Ich knickte in den Knien ein und ließ mich, den Rücken gegen die Glasscheibe gepresst, langsam in der Telefonzelle zu Boden sinken.
Die Polizei war unterwegs. Ich hatte alles erzählt."
(Seite 433, erster Absatz)

Dieses Buch regt einen zum Nachdenken an, lässt Blickwinkel wandeln und berührt. Es ist spannend und lässt sich erst zuklappen, wenn es gelesen ist und dennoch verbleibt es in einem...
In diesem Buch dreht sich alles um drei Geschichten:
Es geht um die kleine Ava, die zehn Jahre in einem Kinderheim aufwächst und Schlimmes mit erleben und ansehen muss. Sie sieht Mitbewohner kommen und gehen und findet kurz vor ihrer Entlassung einen Grund am Leben zu bleiben. 
Die zweite Person ist Nina: glücklich verheiratet mit ihrer großen Liebe und froh mit der 15-jährigen Tochter. Sie hat endlich den Deal ihre Lebens an Land gezogen und freut sich über ihre Aufgaben. Dann aber erhält sie plötzlich ein anonymes Geschenk, das sie in ihre Vergangenheit versetzt. Verfolgungswahn und Angst um ihre Familie sind die Folge - bis ein Mann aus ihrer Kindheit vor ihr steht.
Die dritte Person ist Frankie: Sie tritt einen neuen Job an, ausgerechnet in einem Internat. Dort trifft sie auf Adam, den Geschichtslehrer. Obwohl sie keine Freundschaften schließen will, fühlt sie sich doch zu ihm hingezogen. Frankie erfährt Adams Geschichte und muss sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen.
Drei Geschichten die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch so stark miteinander verwebt sind, das sie ein gemeinsames Ende finden...

Mich hat das Buch sehr in Atem gehalten. Der Prolog ist spannend und macht Lust auf mehr. Jedes neue Kapitel eröffnet einen weiteren kleinen Teil der Geschichte und steigert die Neugier des Lesers. Nach und nach merkt man wie sich die Geschichten zu einer entwickeln - wie ein Leben sich verändern kann. Ab der Hälfte des Buches ist man der Überzeugung zu wissen, wie alles zusammengehört, doch man wird überrascht.
Das Buch ist spannend geschrieben und dadurch, dass die Geschichten immer wieder aus einem anderen Blickwinkel geschrieben sind, sowie in einer anderen Zeit, mag man das Buch kaum aus den Händen legen. 
Zwar ist das Ende etwas hervorsehbar, die Geschichte macht es aber wieder wett.


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