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[Kleiner Nachruf] Wolfgang Herrndorf

Er wusste wie man mit den Worten spielt.
Nicht nur in "Tschick", einem wunderbaren Buch über Freundschaft und der Reise zu sich selbst, konnte Wolfgang Herrndorf seine Leser davon überzeugen.
Auch andere seiner Werke haben vor Worten gestrotzt, die den Leser zum Lachen, Weinen und auch Nachdenken gebracht haben.
Gleichzeitig aber führte er seit 2010 einen schweren Kampf mit seinem Körper, der ihn nach und nach im Stich ließ.
Und dennoch schaffte er es gerade in dieser schweren Phase seines Lebens, den Menschen die Lebensfreude über seine Seiten hinaus zu überbringen.

In seinem Blog "Arbeit und Struktur", hat er seit 2010 darüber berichtet was in ihm vorging, was der Krebs in seinem Kopf mit ihm tat und wie sich alles um ihn veränderte. Worte, die bedrückend wirken ob der Ehrlichkeit - Worte ohne Beschönigungen gegenüber dem Kampf mit dem Tod.

Am 26.08.2013 entschied sich der Mann, der auch mich mit seinen Worten eingenommen und begeistert hat, seinem Leben ein Ende zu setzen. Eine Entscheidung die viel Mut erfordert, aber durch die Aussichtslosigkeit des Kampfes nachvollziehbar ist.

Vielen DANK für so wunderbare Worte wie in:
  • "Sand" (2011)
  • "Tschick" (2010)
  • "Diesseits des Van-Allen-Gürtels" (2009)
  • "Im Plüschgewitter" (2002)

R.I.P.

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