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[Rezi] Tschick

Autor: Wolfgang Herrndorf
Titel: Tschick
Genre:
Roman
Verlag: Rowohlt (Reinbek bei Hamburg)
Erscheinungsjahr: 2010
Seiten: 253
ISBN:
978-3871347108

Rezension:
"Es war, als ob der Lada von alleine durch die Felder fuhr, es war ein ganz anderes Fahren, eine andere Welt. Alles war größer, die Farben satter, die Geräusche Dolby Surround, und ich hätte mich, ehrlich gesagt, nicht gewundert, wenn auf einmal Tony Soprano, ein Dinosaurier oder ein Raumschiff vor uns aufgetaucht wäre."
(S. 104, Zeile 12-18)

Maik kann es nicht glauben, er der Außenseiter, der "Psycho" und Langweiler sitzt auf einer Polizeistation und muss von Abenteuern, Unfällen und einem geklauten Auto berichten. Und das alles ist nicht mal seine Schuld, sondern die von Tschick. Tschick ein Typ der erst kurz in die selbe Klasse wie Maik geht und sich nicht immer an die Gesetze hält. Ein Typ der unscheinbar wirkt und nicht viel redet.
Doch ist es Tschick der gleich am Anfang der Ferien vor Maik's Tür auftaucht und seine öden Ferien komplett auf den Kopf stellt. Kurzerhand packen die beiden alles Mögliche in ein geklautes Auto und wollen in die "Walachei" fahren.
Am Anfang streubt sich Maik noch, nach und nach aber sieht er all die Veränderungen und ist begeistert von der Welt in neuen Blickwinkeln. Immer mutiger wird er und gemeinsam schrecken sie vor nichts zurück. Auf ihrer Reise lernen sie viele neue Leute kennen und Maik lernt schnell dass seine Gefühle für Tatjana vielleicht doch nicht die größten sind und das Leben noch viel mehr mit sich bringt als sein ödes Leben Zuhause. Doch bevor er Gefallen an dem neuen Leben finden kann, werden Tschick und er von der Polizei gejagt...

Die Geschichte steigt gleich mitten im Geschehen ein und man muss sich erst einmal orientieren. Nach und nach rollt sich die Geschichte von hinten auf und die Figur Maik erzählt alles aus seiner Sicht, mal nachdenklich und schwärmend, voller Wut und Trauer, aber auch glücklich und mit viel Humor. Dieser Roman ist eine rasante Fahrt ins Unbekannte, die man kaum unterbrechen möchte, die dann aber doch viel zu aprubt und schnell endet. Eine Geschichte über das Leben und eine neugewonnene, wunderbare Freundschaft..


Der Autor:
Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren, hat Malerei studiert und unter anderem für die «Titanic» gezeichnet. 2002 erschien sein Debütroman «In Plüschgewittern».

Weitere Titel:
  • Diesseits des Van-Allen-Gürtels (2009)
  • Im Plüschgewitter (2008) 

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(1. Satz)