Dienstag, 28. Juni 2016

[Rezi] #27/2016 - Für immer mein

Autor: Luke Delaney
Titel: Für immer mein
Originaltitel: The Keeper
Genre: Thriller
Verlag: Bastei Lübbe (Köln)
Erschienen: 09/15
Seiten: 608
ISBN:  978-3-404-17242-9
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"Thomas Keller spazierte über die ruhigen Straße in Anerley einem Vorort in South East London.."
(1. Satz)

Persönliche Zusammenfassung:
Am helllichten Tag verschwindet mitten in London eine junge Frau aus ihrer Wohnung. Niemand scheint etwas gesehen zu haben. Das Morddezernat ermittelt und die Detectives Corrigan und Jones gehen schnell von einer Entführung aus. Als kurz darauf eine weitere Frau verschwindet, sind sie immer noch nicht weiter, doch wird klar, dass sie nicht viel Zeit haben, denn in einem abgelegenen Waldstück wird eine Leiche gefunden...

Rezension/Meinung:
Der Fall in „Für immer mein“, erinnerte mich in viele Stücken an Serien wie „Criminal Minds“ oder „Without a Trace“. Serien die ich immer gerne gesehen habe. So habe ich auch gleich den Einstieg in die Geschichte genossen und mich ganz auf den Fall eingelassen.
Denn Anfangs lernt man Thomas Keller kennen, der mit den ersten Beschreibungen wie jeder andere wirkt und seinem Job nachgeht. Schnell aber muss auch der Leser erkennen, dass der in den ersten Sätzen sympathisch wirkende Mann, alles andere als das ist. Irgendetwas treibt ihn um und schon kurz darauf hat er eine Frau entführt. Doch wer ist dieser Mann und was veranlasst ihn zu dieser Tat?
Mit einem Sprung lernt man dann erst einmal das Ermittlerduo um Inspector Sean Corrigan und Sergant Sally Jones. Schon mehr als einen Fall haben sie gemeinsam bearbeitet und das merkt man in dem ihnen zugeschriebenen Verhalten. Beide Personen wirken auf Anhieb nett und passen gut zueinander.
Doch schon kurz darauf gelangt man wieder in einen Sog, denn nun erfährt man wieder mehr über den Entführer bzw. sein Opfer. Es scheint nicht seine erste Entführung. Weitere Frauen mussten in einem Käfig gehalten werden und mit „Sam“ angesprochen werden. Wer aber ist Sam und was das alles auf sich?
All diese und viel mehr Fragen stellt man sich schon nach wenigen Seiten. Die Geschichte entwickelt einen so starken Sog, dass man immer mehr erfahren möchte. Aber der Leser wird nur häppchenweise bedient und wechselt von Szenerie zu Szenerie.
So erliest man viel über die Detectives, die nach und nach etwas von ihrer privaten Seite preisgeben. Lernt verschiedene Figuren kennen und muss auch harte Szenen verkraften. Denn der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund und versetzt mit seinem Blickwinkel den Leser selbst in die dunklen Räume und man vernimmt fast ein widerliches Schnaufen in den Ohren, während man den Buchstaben über die Seiten folgt.
Mir hat die Geschichte sehr gefallen, denn der Spannungsbogen ist spürbar und reißt einen mit.
Man möchte eingreifen und helfen, kann aber selbst nichts tun, um ein Martyrium nach dem nächsten zu verhindern.
Seit langem ist dies eines der spannendsten Bücher. Es ist gut aufgebaut und hat durch die Szenenwechsel immer wieder eine Überraschung parat.
Ein Thriller der Gänsehaut über den Rücken jagt und auch im Finale noch einmal mit Spannung aufwarten kann.
Details werden sowohl bei alltäglichen Dingen, als auch bei den puren Verbrechen nicht ausgespart und machen die Geschichte damit angenehm rund.
Ohne große Worterfindungen kann man der Geschichte gut folgen.
Ein Thriller so realistisch, dass man die Augen verschließen möchte und dennoch nicht entkommen kann.

Der Autor:
Luke Delaney ist das Pseudonym eines ehemaligen Detectives, der in den späten 1980er-Jahren seinen Dienst beim Metropolitan Police Service begann, bevor er dem Uniformed Estates Policing Unit und später dem Criminal Investigation Department (CID) zugeteilt wurde. Beim CID war er unter anderem für die Aufklärung von Mordfällen zuständig. Luke Delaney weiß also ganz genau, worüber er schreibt.

Weitere Bücher:
Quelle: Vita und Cover von der Verlagshomepage.



Kommentare:

  1. Tolle Rezi, Dankeschön 😀

    Liebe Grüße Nisnis

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  2. Das klingt wirklich sehr spannend. London hört sich für mich auch gut an, weil ich ja mal dort gelebt habe :)
    Viele Grüße

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