Dienstag, 28. Februar 2012

[Rezi] Ohne sie

Autor: Kluun
Titel: Ohne sie
Originaltitel: De Weduwnaar
Genre: Roman
Verlag: Fischer Tb. (Frankfurt a.M.)
Erscheinungsjahr: 2008
Seiten: 304 S.
ISBN:
978-3596175925

Rezension:
Ohne sie ist nichts mehr wie es war. Ohne sie ist Stijn nichts mehr. Ohne sie geht es nur noch um Partys, Drogen und Sex. 
Eine kurze Weile hatten sie es geschafft. Miteinander haben sie noch einmal das Licht gesehen und es genoßen, nun aber ist Carmen tot und Stijn weiß nicht weiter. 
Ohne sie kann er einfach nicht leben. Doch da gibt es noch jemand anderen: Luna. Ein kleines
dreijähriges Wunder, das doch sein ein und alles sein müsste. Immer wieder verwehrt sich Stijn selbst den Umgang mit ihr, scheint keine Zukunft zu haben und versinkt in Unmut. Doch ist es die kleine Luna, die nicht aufgibt, die ihn aufweckt und ihn stärker macht als den Schmerz.
 Kurz entschlossen zieht er sich selbst aus dem Sumpf und nimmt sie bei der Hand. Zusammen machen sie sich auf und davon – wollen ein neues Leben beginnen. Nur so ist es für Stijn möglich über Carmens Verlust hinweg zu kommen. Doch ist es schwerer als gedacht, sich ein neues Leben aufzubauen. 
Luna aber gibt ihm die Kraft und zeigt ihm was Glück und was Leben bedeutet… 

Die Fortsetzung von „Mitten ins Gesicht“ ist ebenfalls berührend, erinnert aber einiges mehr an einen Familienroman. 
War Stijn im ersten Teil und am Anfang diesen Buches noch ein Rebell, wächst er nach und nach aus der Rolle und wird erwachsen. Für ihn scheint nur ein Neuanfang auch einen Abschluss seine Sünden zu bewirken. 
Dieses Buch ist gefüllt von Erläuterungen, Entschuldigungen und traurigen Wahrheiten. Stijn stellt sich dem wahren Leben und der Liebe zu seiner Tochter. 
Mir hat auch der zweite Teil gefallen, denn es wäre schade gewesen, wäre Stijn immer tiefer in der Trauer und der Einsamkeit unter gegangen. 
Das Buch zeigt auf, wie schmerzhaft ein solcher Verlust ist und gleichzeitig, wie viel Hoffnung doch in einem stecken kann. 
Auch wenn Teil zwei nicht ganz an Teil eins anknüpfen kann, ist es eine schöne Geschichte, die man lesen sollte, wenn man auch den ersten gelesen hat. Ein berührender Kampf zurück ins Leben, voller neuer Herausforderungen und einem Berg Hoffnung, der die Zukunft beschützt. 
Sensibel und glücklich machend.


Der Autor:
Kluun, bürgerlich Raymond van de Klundert, geboren 1964, war mal Marketingmensch. Er arbeitete in großen Werbeagenturen und hatte eine eigene Firma. 2001 verlor er seine Frau, die nur 36 Jahre alte wurde. Sein bewegender Bestseller »Mitten ins Gesicht« wurde in viele Sprachen übersetzt und hat auch in Deutschland außerordentliche Resonanz gefunden. Im Scherz Verlag erscheint Kluuns zweiter Roman »Ohne sie«. Heute lebt Kluun mit seiner zweiten Frau und zwei Kindern in Amsterdam.
 
Weitere Bücher:
  • Mitten ins Gesicht (2007)

Kommentare:

  1. tolle rezi klingt sehr itneressant ..°^°
    muss icha uch mal lesen...
    ich hab schon mal einen spruch gehört, als ich deine rezi gelesen habe ist mir gleich der spruch eingefallen. >>Eltern mord ist schlimmer als kinder mord<< ich weis nicht wieso ausgerechnet dieser spruch aber was solls.
    lg Alisia

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  2. Okay...das Buch und sein Vorgänger wandern gleich mal auf meine Wunschliste. Bei deiner Rezi bekomme ich gleich Lust es zu lesen!

    LG Anni

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