[Rezi] #2/2016 - Lieben lassen
Autoren: Ariane Sommer & Roman Libbertz
Titel: Lieben lassen
Genre: Roman
Verlag: ars vivendi (Cadolzburg)
Erschienen: 09/2015
Seiten: 189 S.
ISBN: 978-3-86913-575-5
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Titel: Lieben lassen
Genre: Roman
Verlag: ars vivendi (Cadolzburg)
Erschienen: 09/2015
Seiten: 189 S.
ISBN: 978-3-86913-575-5
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"Augen auf."
(1. Satz)
Persönliche Zusammenfassung:
Alex und Tom, zwei attraktive Menschen im besten Alter; beide auf der Suche nach Erfolg und Sex. Es ist der Zufall, der sie zusammenbringt und besonders in Tom eine nie gekannte Sehnsucht entfacht. Auf der einen Seite der unabhängige Mann, der von Hamburg nach Rom pendelt um Geschäfte abzuschließen, auf der anderen Seite eine Künstlerin, die sexuell motivierte Bilder darstellt. Daraus folgert ein Abend der beide Leben aus den Fugen geraten lässt und die Hoffnung auf verzehrende Liebe nährt...
Rezension/Meinung:
„Lieben lassen“ ist eine intensive, wenn auch kurze Geschichte. Schon der erste Satz fängt den Leser ein und gibt ihn erst nach dem Letzten wieder frei.
Tom lernt man als Einzelgänger kennen, der gerne mal zu viel trinkt und raucht und eigentlich nicht so richtig Bock auf seine Arbeit hat. Auch wenn er es sich nicht anmerken lässt, scheint ihm das Wort „Einsamkeit“ auf der Stirn zu stehen.
Alex dagegen scheint eine unabhängige Frau zu sein, die niemanden so wirklich an sich ran lassen will. Als Motive für ihre Ausstellungen nutzt sie ihre wechselnden Sexualpartner und macht sie damit berühmt. Wo ihr Weg sie hinführt, weiß sie selbst noch nicht.
Diese beiden verschiedenen Welten prallen eines Abends aufeinander und es scheint ein wahres Feuerwerk entfacht zu werden. Für Tom ist klar, er hat die Liebe gefunden und möchte für dieses Wesen einfach alles hinter sich lassen. Doch dauert es nicht lange, bis er von Eifersucht zerfressen wird...
Die Erzählung wechselt zwischen den beiden Autoren und somit auch den beiden Protagonisten hin und her. Zuerst verfolgt man die einzelnen Geschichten, die nicht viel miteinander zu tun haben, um sich im Verlauf immer mehr anzunähern und zu einer zu verbinden.
Optisch ist die Geschichte ebenfalls schön aufgeteilt. „Sie“ und „Er“ steht voran und während ihr ein blasses Grau zugeordnet wird, erhält er ein tiefes Schwarz. Man verfolgt gerne die Worte und genießt die einzelnen Szenen.
In Teilen ist die Geschichte sehr erotisch und auch sexuell einnehmend, führt aber nicht dazu, dass man sich gelangweilt fühlt, da es nicht nur um das "Eine" geht. Gerade die zwischenmenschlichen Aspekte lassen eine Tiefe erkennen, die das Herz hoffen lässt, dass mehr aus den beiden wird.
Die Charaktere sind wunderbar beschrieben und man kann sich die beiden sehr gut vor Augen führen. Weitere Personen werden nur am Rand erwähnt oder haben keine tiefergehenden Beschreibungen, die sie einem nahe bringen. Eigentlich dreht sich alles um Alex und Tom und es scheint kein Platz für Andere.
Ein kurzer Roman, der einem die Frage stellt, ob es immer etwas bringt, die Liebe in ein kurzes Abenteuer zu lassen, oder ob man einfach nur den Moment genießen sollte. Wer die Sehnsucht nicht kennt, wird danach hoffen sie bald zu finden...
Ariane Sommer wurde in Bonn geboren und wuchs als Tochter eines
deutschen Botschafters rund um den Globus auf. In Berlin studierte sie an der Freien Universität
Politische Wissenschaften. Gegenwärtig pendelt die Kosmopolitin zwischen
Los Angeles und Berlin. Sie ist Autorin des Stilratgebers Die
Benimm-Bibel
und der Kurzgeschichtensammlung Foreign Affairs und schreibt aktuell
Kolumnen für Red Carpet und die taz sowie regelmäßige Beiträge für DIE
WELT und WamS
Roman Libbertz wuchs in München auf. Er begann ein Jurastudium an der
Ludwig-Maximilians-Universität, 2000 gründete er die Eventagentur
r&m. Inzwischen widmet er sich vor allem dem Schreiben und Malen.
2007 legte er mit Triebjagd oder 31 gute Nachtgeschichten sein erstes
Kurzgeschichtenbuch vor. Er schreibt
Kritiken und produziert Interviewstrecken und Kolumnen für diverse
Magazine.
Rezension/Meinung:
„Lieben lassen“ ist eine intensive, wenn auch kurze Geschichte. Schon der erste Satz fängt den Leser ein und gibt ihn erst nach dem Letzten wieder frei.
Tom lernt man als Einzelgänger kennen, der gerne mal zu viel trinkt und raucht und eigentlich nicht so richtig Bock auf seine Arbeit hat. Auch wenn er es sich nicht anmerken lässt, scheint ihm das Wort „Einsamkeit“ auf der Stirn zu stehen.
Alex dagegen scheint eine unabhängige Frau zu sein, die niemanden so wirklich an sich ran lassen will. Als Motive für ihre Ausstellungen nutzt sie ihre wechselnden Sexualpartner und macht sie damit berühmt. Wo ihr Weg sie hinführt, weiß sie selbst noch nicht.
Diese beiden verschiedenen Welten prallen eines Abends aufeinander und es scheint ein wahres Feuerwerk entfacht zu werden. Für Tom ist klar, er hat die Liebe gefunden und möchte für dieses Wesen einfach alles hinter sich lassen. Doch dauert es nicht lange, bis er von Eifersucht zerfressen wird...
Die Erzählung wechselt zwischen den beiden Autoren und somit auch den beiden Protagonisten hin und her. Zuerst verfolgt man die einzelnen Geschichten, die nicht viel miteinander zu tun haben, um sich im Verlauf immer mehr anzunähern und zu einer zu verbinden.
Optisch ist die Geschichte ebenfalls schön aufgeteilt. „Sie“ und „Er“ steht voran und während ihr ein blasses Grau zugeordnet wird, erhält er ein tiefes Schwarz. Man verfolgt gerne die Worte und genießt die einzelnen Szenen.
In Teilen ist die Geschichte sehr erotisch und auch sexuell einnehmend, führt aber nicht dazu, dass man sich gelangweilt fühlt, da es nicht nur um das "Eine" geht. Gerade die zwischenmenschlichen Aspekte lassen eine Tiefe erkennen, die das Herz hoffen lässt, dass mehr aus den beiden wird.
Die Charaktere sind wunderbar beschrieben und man kann sich die beiden sehr gut vor Augen führen. Weitere Personen werden nur am Rand erwähnt oder haben keine tiefergehenden Beschreibungen, die sie einem nahe bringen. Eigentlich dreht sich alles um Alex und Tom und es scheint kein Platz für Andere.
Ein kurzer Roman, der einem die Frage stellt, ob es immer etwas bringt, die Liebe in ein kurzes Abenteuer zu lassen, oder ob man einfach nur den Moment genießen sollte. Wer die Sehnsucht nicht kennt, wird danach hoffen sie bald zu finden...
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!
Die Autoren:


Quelle: Bild von der Verlagshomepage. Bild der Autorin von Wikipedia. Bild des Autors von seinem Blog.
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