Freitag, 19. August 2016

[Rezi] #32/2016 - Nacht im Central Park

Autor: Guillaume Musso
Titel: Nacht im Central Park
Originaltitel: Central Park
Genre: Roman
Verlag: Pendo (München)
Erschienen: 02/16
Seiten: 384
ISBN:  978-3-86612-378-6

"Zuerst der starke, schneidende Wind, der über das Gesicht streicht."
(1. Satz)

Persönliche Zusammenfassung:
Als Alice aufwacht, ist sie orientierungslos. Sie weiß nicht wo sie ist und an ihr Handgelenk ist ein fremder Mann gefesselt. Auf ihrem Hemd entdeckt sie Blut und auch der Unbekannte scheint nicht zu wissen was passiert ist. Verzweifelt versucht Alice rauszufinden, wie sie hergekommen ist, denn die Nach zuvor hat sie noch mit ihren Freundinnen in Frankreich gefeiert. Doch ihr unfreiwilliger Verbündeter entpuppt sich immer mehr in einen Mann, der einst ihr Leben schmerzlich veränderte...

Rezension/Meinung:
Aufgewacht mitten im Central Park auf einer Bank, mit einem fremden ans Handgelenk gefesselt. So ergeht es Alice als sie nach einer wilden Feiernacht mit Freundinnen aufwacht. Doch wie kommt sie dort hin? Immerhin war sie erst vor kurzem noch in Frankreich. Auch der Fremde, Gabriel, scheint nicht zu wissen, wie er dorthin gekommen ist. Er selbst behauptet vor kurzem noch in England gewesen zu sein. Gemeinsam versuchen die beiden herauszufinden, was ihnen wiederfahren ist. Sie stehlen ein Handy und geraten immer mehr in den Fokus der Polizei. Alice die gleichzeitig ihre Vergangenheit aufarbeitet und damit den Tod ihres Mannes und ihres Sohnes erneut durchlebt, fühlt sich plötzlich in einem perfiden Spiel gefangen, denn Gabriel tischt ihr eine Lüge nach der anderen auf. Hinter Alices Angst aber verbirgt sich mehr, als sie selbst wahrnimmt.

Guillaume Musso behandelt in „Nacht im Central Park“ das Thema Alzheimer und dessen Auswirkungen auch schon in jungen Jahren. Gleichzeitig versucht er mit Gefühl zu analysieren, wie es zu Ausbrüchen der Krankheit kommen kann, auch wenn bis dato keinerlei Anzeichen der Krankheit zu erkennen waren.
Was sich zwischendurch als spannenden Fahrt durch New York und Umgebung gestaltet und immer mehr Fragen aufwirft, wird zum Ende hin immer mehr eine einfühlsame Geschichte, die das Vergessen überwinden will und die zarten Fühler der Liebe ausstreckt.

Die Auslöser einer Krankheit die meist schleichend beginnt sind vielfältig und die Hauptprotagonistin erkennt im Laufe der Geschichte selbst nach und nach was sie verändert hat und legt das dem Leser in einzelnen emotionalen Abschnitten da.
Die Botschaft, welche Musso vermitteln will, ist klar erkennbar: Denn auch wenn eine Krankheit das ganze Leben bestimmt, sollte man sich doch erlauben Glück zu empfinden und mit ein bisschen Mut das Leben zu leben, welches man sich wünscht.

Gefallen hat mit, dass jedes Kapitel mit einem neuen Zitat aus Musik, Film oder Buch beginnt.
Eine flüssige Geschichte die trotz einiger Zeitsprünge eine vollkommene Schneekugel ergibt, die die Hauptprotagonistin mit Hilfe des Fremden schafft zu sprengen. Ein Buch das Mut macht und angenehm zu lesen ist.

Mit schmerzhaften Tiefen und beflügelnden Höhen, für Jung und Alt und die die von einer turbulenten Welle aufs Meer gespült werden wollen um sich dort sanft, aber sicher, im Sonnenlicht auf dem Wasser tragen zu lassen.


Der Autor:
Guillaume Musso, geboren 1974 in Antibes, arbeitete als Dozent und Gymnasiallehrer. Musso ist einer der erfolgreichsten Gegenwartsautoren Frankreichs, seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt und haben sich als internationale Bestseller durchgesetzt.
Homepage des Autors. 

Weitere Titel (Auswahl):

Quelle: Bilder und Vita von der Verlagshomepage. 

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