Mittwoch, 1. November 2017

[Rezi] #4/2017 - Alice im Zombieland

Autor: Gena Showalter
Titel: Alice im Zombieland
Originaltitel:
Alice in Zombieland
Reihe:
Zombieland : 1
Genre:
Fantasy
Verlag:
Darkiss (Hamburg)
Erschienen:
12/2013
Seiten:
416
ISBN: 
978-3-862-78986-3

"Hätte mir jemand gesagt, dass sich mein gesamtes Leben von einem Herzschlag zum nächsten völlig umkehren würde, ich hätte denjenigen ausgelacht."
(1. Satz)

Persönliche Zusammenfassung:
Alice möchte ihrer kleinen Schwester nur einen Gefallen tun und ihren eigenen Geburtstag endlich mal woanders als Zuhause verbringen. Obwohl ihr Vater sich seit jeher weigert das Haus nach Einbruch der Dunkelheit zu verlassen, schafft sie es doch ihn zu überreden. Der Abend der mit einer Tanzvorstellung ihrer kleinen Schwester beginnt, endet aber auf tragische Weise. Alice muss mit ansehen wie ihre Familie stirbt und das auf die unvorstellbarste Art: Zombies zerreißen sie in Stücke. Nun versteht Alice die Angst ihres Vaters – leider zu spät. Als sie bei ihren Großeltern aufgenommen wird und sich nach und nach ein neues Leben aufbaut, muss sie erkennen, dass die Zombies es auf sie abgesehen haben. Und auch ihre neuen Mitschüler scheinen eine unerklärliche Abneigung gegen sie zu haben…

Rezension/Meinung:
Liest man den Klappentext des Buches, fühlt man sich wie zu erwarten an „Alice im Wunderland“ erinnert und fragt sich gleich, ob es sich hier um die Zombieversion des Klassikers handelt. Doch auch wenn es ein paar Anspielungen an die Geschichte gibt, haben diese beiden Bücher nicht das geringste miteinander gemein.

Die Geschichte beginnt mit dem 16. Geburtstag der Hauptprotagonistin Alice. Sie lebt mit ihren Eltern und ihrer kleinen Schwester Emma in einem Haus, das nachts hermetisch vor der Außenwelt verschlossen wird. Nie darf sie abends raus und hat so keine richtigen Freunde und schon gar nicht einen Freund. Ihr Vater hat schon immer Angst vor etwas, was scheinbar nur er sehen kann: Er ist sich sicher, dass Monster nachts die Straßen bevölkern und es auf die Menschen abgesehen haben. Alice und ihre restliche Familie glauben nicht daran, aber passen sich gezwungener Maßen an seine Wahnvorstellungen.
Doch Alice muss erkennen, dass ihr Vater alles andere als verrückt ist und auch nicht der Alkohol schuld ist, dass er Dinge sieht. Um ihrer Schwester einen Wunsch zu erfüllen überredet sie ihn sich an ihrem Geburtstag doch einmal nach draußen zu trauen. Dieser Abend ist gleichzeitig der Letzte, den sie mit ihrer Familie verbringt, denn sie muss mit ansehen, wie Monster ihre Eltern nach einem Autounfall töten. Nur sie überlebt und gibt sich die Schuld an dem unbeschreiblichen Verlust.
Seit dieser Nacht aber ist ihr eines klar: Ihr Vater hatte keine Wahnvorstellung, denn sie kann die Zombies plötzlich nicht nur sehen, sondern auch riechen. Klar ist, ihr einziges Ziel ist nun die Wesen zu vernichten, die ihr ihre Familie genommen haben.
Da niemand anderes die Monster zu sehen scheint, zweifelt sie lange selbst an sich, bis sie in der neuen Schule auf eine Truppe trifft, die sie gleich fasziniert. Der Anführer, Cole Holland, scheint sie magisch anzuziehen und auch wenn ihre neue beste Freundin Kat sie vor der Gruppe warnt, kann sie sich nicht den Visionen entziehen, die sie mit ihm hat. Sie erkennt, dass sie nicht die Einzige ist, die die Fähigkeit besitzt Zombies zu sehen und will mit aller Macht zu Coles Truppe gehören. Diese aber vertraut ihr nicht und glaubt, dass sie eine Spionin ist.
Erst als sie selbst fast bei einem Kampf stirbt, wird sie in den engsten Kreis aufgenommen. Es beginnt eine Jagd, die für sie alles bedeutet. Aber auch ihre Gefühlswelt steht Kopf, denn Cole ist alles andere als unscheinbar und erweckt in ihr ein Feuer, das sie nie kannte. Während die beiden sich immer näher kommen, drohen noch weitere Familienmitglieder Alis zu sterben…

„Alice im Zombieland“ erschien 2013 als es gerade hier in Deutschland einen großen Hype um diese Art der Geschichten gab. Ich selbst hatte mir damals das Buch angeschafft, aber erst aktuell durch einen Zufallsgenerator ausgewählt.
Die Geschichte ist anders als erwartet und das im positiven Sinne. Zwar gibt es ein paar Logikfehler die sich eingeschlichen haben (wie z.B. kann man durch ein Seitenfenster bei einem Auto blicken, das keine Türen hat?), aber diese treten hinter der spannend aufgebauten Geschichte zurück.

Diese Zombiegeschichte hat mich aber dennoch zu Beginn sehr an „Twilight“ erinnert. Das Gefühl aber ließ glücklicherweise schnell nach.

Es handelt sich hier um eine spannenden Beginn einer Zombiereihe, die nicht die „typischen“ Untoten zeigt, sondern mal etwas Variation in diese Art der Erzählung bringt. Hier müssen die Protagonisten mehr liefern als nur Brutalität um ihr Überleben zu sichern.
Ein erster Teil, der mich auf jeden Fall dazu animiert, auch den nächsten Teil zu lesen.

Wer eine andere Art von Zombiegeschichte verfolgen mag und auch einer Liebesgeschichte gegenüber nicht abgeneigt ist, wird hier eine tolle Mischung entdecken und in eine Welt eintauchen, die den Körper verlassen lässt...


Die Autorin:
Die New-York-Times-Bestsellerautorin Gena Showalter wird immer wieder für ihre "prickelnden Pageturner" und "faszinierend fesselnden Geschichten" gelobt. Weltweit feiert sie Erfolge mit ihren atemberaubend schönen Liebesromanen, in denen düstere, verführerische Helden um starke und liebenswerte Heldinnen kämpfen.
Ob Gena einen neuen Teil der Paranormal-Romance-Serie "Die Herren der Unterwelt" oder ein Jugendbuch schreibt, sie begeistert mit ihrem unverwechselbaren Humor und ihrer einzigartigen Vorstellungskraft. Bisher hat sie über 30 Romane veröffentlicht und landet mit ihren neuen Werken regelmäßig auf den Spitzenplätzen der amerikanischen Bestsellerlisten. Homepage der Autorin.

Weitere Bücher aus dieser Reihe:

Quelle: Bild der Autorin, sowie Vita von der Verlagshomepage.

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