Donnerstag, 13. Oktober 2016

[Rezi] #35/2016 - Novemberfeuer


Autor: Renate Eckert
Titel: Novemberfeuer
Genre: Psychothriller
Verlag: Mainbook (Frankfurt)
Erschienen: 04/2016
Seiten: 230
ISBN:  978-3-946413035

"In wendiger Drehung reihte sich der kleine Mini in die Linie der Wagen ein, die auf dem riesigen Platz parkten, unauffällig und war nur Sekunden später Teil einer anonymen, in der Sonne funkelnden Masse aus Chrom und Stahl."
(1. Satz)

Persönliche Zusammenfassung:
Franziska sucht einen Neuanfang, denn ihr Mann hat gerade mit einer jüngeren Frau ein Baby bekommen. Da kommt es ihr gelegen, einen Job in einem entfernten Internat antreten zu können. Dort ist aber nicht alles wie es scheint: Einer ihrer Schüler nimmt sich bald nach ihrer Ankunft das Leben und jemand hat es auf Franziska abgesehen...

Rezension/Meinung:
Franziska Jennecke sehnt sich nach Veränderungen. Gerade kommt sie aus einer Therapie, denn der Alkohol war nach den Ausschweifungen ihres Mannes ihr einziger Halt.
Mit neuem Mut macht sie sich auf nach Wetterstein, denn das dort angesiedelte Internat sucht eine neue Lehrerin. Schon bald fühlt Franziska sich dort wohl und auch die Beziehung zu ihrer Tochter, die alles andere als glücklich über den Umzug ist, scheint sich immer mehr zu verbessern. Doch nicht jeder der neuen Kollegen beäugt Franziskas Auftauchen wohlwollend. Als bald nach ihrer Ankunft einer von Franziskas Schülern in den Tod stürzt gerät die Schule ins Chaos. Zudem wird bekannt, dass eine weitere Schülerin schwanger ist und Franziska wird dafür verantwortlich gemacht. Hinter allem scheint eine Verschwörung zu stecken, der Franziska zu nahe kommt und damit ebenfalls in Gefahr gerät. Auf dem Weg die Wahrheit zu finden, verläuft sie sich selbst im Gefühlschaos.

„Novemberfeuer“ ist ein Psychothriller, der mit der Hauptprotagonistin und dem Leser spielt. Da ich zunächst an eine andere Geschichte erinnert wurde, die ich vor vielen Jahren las, suchte ich immer wieder Parallelen und konnte mich nicht ganz auf die Geschichte einlassen. Nach einer Pause konnte ich mich aber voll und ganz auf dieses Buch konzentrieren und ungewollte Vergleiche ausblenden.

Es gibt viele spannende Begegnungen und Verwicklungen, die man als Leser nicht gleich erahnen kann. Familie ist das größte Thema dieser Geschichte, auch wenn dies zunächst nicht zu vermuten ist. Die Autorin behandelt das Thema des Ehebruchs und die daraus resultierenden Folgen, den Wunsch nach Veränderungen und der Suche nach einem Weg der alle Parteien glücklich macht. Daneben verfolgt man die Geschehnisse auf Wetterstein und erkennt, dass auch einer vermeintlichen „Eliteschule“ vieles im Argen liegen kann. Die Geschichte steigert sich immer mehr in eine Verfolgungsjagd in der der wahre Täter erst weit zum Schluss ins Bild rückt.

Eine gut strukturierte Geschichte, die viele nebeneinander her laufende Stränge verbindet und so eine spannende und interessante Story entwickelt. Ein Buch das jeden unterhalten wird der danach greift, mit den verschiedensten Elementen und einem Ende, das nach dem großen Knall noch die Chance auf Durchatmen lässt.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Verlag.

Die Autorin:
1946 in Schweinfurt geboren, arbeitete als Fremdsprachen-Korrespondentin und Sekretärin in Schweinfurt und Würzburg, bevor sie 1977 das Schreiben zum Beruf machte. Von 1977 bis 1987 war sie Journalistin beim Schweinfurter Tagblatt, von 1987 bis 2005 Pressereferentin im Landratsamt Schweinfurt. Seit 2005 ist sie freie Autorin. Sie ist verheiratet, hat eine Tochter und eine Enkelin und lebt bei Schweinfurt. Die Wirklichkeit hinter der Fassade und besonders der psychologische Krimi reizt sie. Ihr Erstling „Hungrige Schatten“ ist im Heyne-Verlag, München, erschienen.

Weitere Bücher:

Quelle: Bilder und Vita von der Verlagshomepage.

1 Kommentar:

  1. Vielen Dank für die sensible Rezension. Sie haben mein Buch wirklich erfaßt.
    Liebe Grüße
    Renate Eckert

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