Montag, 21. April 2014

[Rezi] #20/14 - Escape

Autor: Jennifer Rush
Titel: Escape
Originaltitel: Altered
Band: 1/X
Verlag: Loewe (Bindlach)
Erschienen: 01/2013
Seiten: 320 S.
ISBN: 978-3-7855-7516-1
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"Fast vier Jahre lang hatte ich das Labor nicht betreten dürfen."
(1. Satz)

Persönliche Zusammenfassung:
Anna, die zusammen mit ihrem Vater auf einer abgelegenen Farm lebt, versteckt in ihrem Haus ein Geheimnis: Im Keller befindet sich ein Labor, in dem vier junge Männer gefangen gehalten werden. Die beiden müssen regelmäßig Tests an ihnen durchführen, denn angeblich sind die Jungs für die Zukunft der Welt und für die „Sektion“ von wichtiger Bedeutung. Doch was hat es wirklich damit auf sich? Als der Leiter der „Sektion“ vorbeikommt um die Fortschritte zu betrachten, bleibt nur noch die Flucht nach vorn – und eine gefährliche Jagd durchs Land beginnt...

Rezension/Meinung:
Jennifer Rush beschreibt in „Escape“ eine spannende und abwechslungsreiche Jagd, die sich immer wieder wandelt und dadurch zu keinem Zeitpunkt nachlässt oder erahnen lässt, was es wirklich mit den vier Jungs auf sich hat. 

Soweit Anna sich zurück erinnern kann, schleicht sie sich des Nachts nach unten in den Keller des Hauses, in dem sie mit ihrem Vater wohnt. Dort sitzen in vier identischen kleinen Zellen, hinter gesicherten Glastüren Sam, Trev, Cas und Nick. Junge Männer, die stark, schnell und unglaublich schlau sind, aber sich nicht mehr anihr Leben vor diesem Labor erinnern können.
Die „Sektion“, für die Annas Vater arbeitet, hat die Männer hier untergebracht, damit sie ausgebildet und regelmäßig Tests an ihnen durchgeführt werden können. Wozu das dienen soll, weiß Anna nicht, auch nicht warum die vier hier gefangen gehalten werden. 
Auch wenn sie mittlerweile offiziell im Labor mitarbeitet, ist es etwas anderes sich im dunkeln hineinzuschleichen. Denn während die anderen drei schlafen, ist Sam oft nachts wach und Anna verbringt die Stunden mit ihm. Zwar konnte sie ihn noch nie berühren, ihre Sehnsucht nach ihm aber ist ungebrochen. So kann sie ihm auch nicht verschweigen, als sie erfährt, dass der Chef der „Sektion“ vorbeikommen will um sein Werk zu begutachten. 
Dieser Tag aber ist ein Wendepunkt in Annas Leben: das Quartett schafft es die Leibwächter zu übermannen und zu fliehen und nehmen sie mit. Die Angst nimmt überhand, denn ihr Vater wird schwer verletzt und niemand weiß wohin sie fliehen sollen. Sam aber nimmt alles in die Hand, denn auf seinem Körper befinden sich nicht nur diverse Tätowierungen und Narben, scheinbar hat er dort auch Wegweiser versteckt, die nur er entschlüsseln kann. 
Die letzten Jahre, die er in Annas Keller verbracht hat, sind einige Erinnerungen wieder aufgetauchtund haben ihn an seiner Funktion zweifeln lassen.
Die fünf machen sich auf die Suche nach der Wahrheit, werden gejagt und Anna muss schnell merken, dass sie mit der Gruppe mehr verbindet, als nur die Gefühle zu Sam. Als plötzlich Annas totgeglaubte Mutter vor ihr steht, muss sie noch einmal alles überdenken – doch dazu kommt sie nicht, denn die Mitarbeiter der „Sektion“ sind ihnen auf den Fersen, pflastern ihren Weg mit Leichen und es scheint keinen Ausweg zu geben. 
Erst als die das Rätsel um die geheimen Zeichen auf Sams Körper lösen, scheinen sie endlich ein Druckmittel zu haben, bis Verbündete zu Feinden werden und Anna merken muss, dass sie selbst ebenfalls nur ein Rad im Getriebe der „Sektion“ ist.... 

„Escape“ ist ein spannender Thriller, nicht nur für Jugendliche, der deutlich macht, dass niemals alles so sein muss, wie es scheint. Auch wenn hier oftmals starke Wendungen eintreten, wird man nicht aus der Geschichte geworfen, sondern noch viel tiefer hineingezogen und kann somit doch alles nachvollziehen. 
Der Verlauf der Geschichte überrascht an vielen Stellen, hält dadurch aber auch die Spannung oben. 

Neben der spannenden Frage, was es mit der „Sektion“ auf sich hat, vergisst die Autorin aber auch nicht die einfache menschliche Seite zu beleuchten, welche sich über Manipulation, bis hin zu zarten Gefühlen ausbreitet. 
Sehr gut gefallen hat mir, dass sie es geschafft hat, die vier Jungs so individuell zu halten, obwohl sie an sich anfangs nicht viel zu unterscheiden scheint. Jedem sind bestimmte Eigenschaften zugeschrieben, die einen eigenen Charakter darstellen und damit den Leser stark täuschen. Denn hier scheint nichts wie auf den ersten Blick. Weder die Menschen, noch die Orte an denen die Geschichte spielt. 
Immer wieder landet der Leser zusammen mit den Figuren an verlassenen Orten und verfolgt alles wie bei einer Schnitzeljagd. 
Während Annas Gefühle und Sehnsüchte sich immer mehr steigern, läuft die Gruppe in eine Falle, die alles verändert und in einem Finale endet, dass mich klar von dem Können der Autorin überzeugen konnte. 
Auch findet jede Figur, die vielleicht zu Beginn noch durchscheinend wirkte, ein passendes Ende und man muss sich nicht fragen was mit all denen passiert ist, die zurückgelassen wurden. Ein spannungsgeladener erster Teil, der zwar mit einem Ende aufwartet, das sich dann doch etwas erahnen lässt, aber noch so viele Fragen offen lässt, dass man nicht umhin kommt, die Fortsetzung zu lesen. 
Ein Buch für Verschwörungsliebhaber und Abenteurer, die auch die Seite einer zarten Verbindung willkommen heißen und so viele verschieden Facetten entdecken können. 

In angenehmer Schreibweise, die trotz der scheinbar technischen Möglichkeiten, ohne Fremdwörter auskommt und sich somit in einem Zug verschlingeln lässt.
Ein Buch - anders als man es erwartet und den Leser zwischen all den Bäumen nach Hinweisen suchen lässt...



Das Cover:
Mitunter das Cover hatte mich damals im Regal neugierig auf das Buch gemacht, denn einerseits meint man, dass nicht viel zu sehen ist, wenn man aber genau hinschaut sind die Details wie der Wald zu erkennen und auch wenn das Cover nicht ganz der Beschreibung des Tattoos entspricht, verbindet man dies damit.

Die Autorin:
Jennifer Rush wurde in Michigan geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und zwei Kindern lebt. Sie liebt Bücher, Stifte, Marshmallows und böse Jungs (in Büchern wie im echten Leben, auch wenn sie nie einen heiraten würde).

Weitere Titel:
  • Hide (2014)

Quelle: Bilder und Vita von der Verlagshomepage.


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