Montag, 27. Januar 2014

[Cinema-Time] The Wolf of Wall Street

Darsteller: Leonardo DiCaprio, Jonah Hill, Matthew McConaughy, Margot Robbie, u.v.m.
Regisseur: Martin Scorsese
FSK: 16 Jahre
Kinostart: 14. Januar 2014
Länge: 179 Min.

Offizielle Inhaltsangabe:
Schon als junger Mann weiß Jordan Belfort sehr genau, was er will: seinen ganz persönlichen Amerikanischen Traum. Zunächst noch unerfahren steigt er bei der New Yorker Börse ein und entwickelt sich schnell zu einem der erfolgreichsten und abgebrühtesten Broker. Ende der Achtzigerjahre zelebriert er einen exzessiven und luxuriösen Lebensstil, der ihm schon bald den Titel "The Wolf of Wall Street" einbringt. Doch da dabei nicht alles mit legalen Mittel zugeht, hat er bald das FBI am Hals.

Meinung:
Schon als ich das erste Mal von diesem Film hörte, war mir klar: den muss ich sehen!
Nicht nur das ich ein totaler Fan von Leonardo DiCaprio bin, auch interessierte mich sehr, wie man die Machenschaften von Belfort umsetzen würde.
Vergangenen Freitag war es dann soweit und wir haben es uns in dem fast ausverkauften Kinosaal gemütlich gemacht.

Gleich der Beginn des Films hat mich erst einmal sehr überrascht. Denn harmlos steigt der ganz und gar nicht ein. Das Motto "Sex, Drugs & Money" scheint auf diesen Film geschneidert worden zu sein, denn größtenteils geht es nur darum. Sicherlich habe ich mit einigen fiesen Geschäften gerechnet, die auch schon sehr grenzwertig sein würden, aber die Machenschaften an der Börse stehen hinter den Sexeskapaden und Drogenexperimenten weit zurück.
Man sieht sich einem gut dargestellten Belfort gegenüber, der scheinbar alles haben könnte mit seiner guten Ausbildung, einer Frau, die ihn liebt und dem Willen die Börse zu erobern.
Angelernt von Mark Hanna (Matthew McConaughy) aber, landet er schneller als gedacht auf der dunklen Seite des Lebens. Hierbei sei zu beachten, dass die Geschichte in den 80er und 90er spielt und diese Ausschweifungen damals noch nicht so unterbunden wurden wie in der heutigen Zeit.
Man muss verfolgen, wie der Hoffnungsträger einer Familie immer mehr im Drogensumpf untergeht, seine Familie zerstört und dennoch auf der Karriereleiter immer weiter hinauf steigt und scheinbar kein Halten kennt. Gleichzeitig trifft er auf die Frau, die in ihm - zumindest kurzzeitig - den hungrigen Wolf stillt und ihn an sich bindet. Trotzdem dauert es nicht lange, bis das FBI auf den millionenschweren Belfort aufmerksam wird.
Immer wieder schafft er es gerade so von der Schippe zu springen, bis die Drogen ihm den Kopf völlig vernebeln und ihm kaum noch eine Chance bleibt im Geschäft zu bleiben. In seinem Größenwahn, bringt er nicht nur sich selbst in Gefahr...

Wo ich anfangs doch sehr überrascht wurde, ob der so freizügigen Elemente, war ich am Ende richtiggehend geflasht.
Der Rausch, in den sich Belfort steigerte überträgt sich ohne Umschweife auf Leonardo DiCaprio und unterstreicht wieder einmal sein so vielfältiges und intensives Schauspielkönnen.
Begeistert habe ich seinen so gut gespielten Absturz mit allen Abgründen verfolgt.
Ab und kann kommt man kaum zum Luftholen und so rasant läuft die Story vor den Augen ab. An anderen Stellen wiederum kann man sich ein Lachen nicht verkneifen, denn manch eine Situation wird sehr humoristisch dargestellt, auch wenn man in diesen Momenten eher Mitleid mit der Hauptfigur bekommen sollte.

Matthew McConaughy konnte mich in diesem Film nicht richtig überzeugen. Auch wenn er nur eine Nebenrolle hat, wirkt er desorientiert und unpassend - was aber nicht an der zugeschriebenen Rolle liegt. Leider sieht er auch nicht sehr "gut" aus und wirkt trotz Schminke etc. sehr ausgezerrt.
DiCaprio präsentiert wieder einmal eine Paraderolle und man kauft ihm diese gerne ab. Intensiv und tiefgehend verkörpert er Belfort mit Herz und überzieht dies an kaum einer Stelle. Mit Mimik und Gestik schafft er es zu dem mehr auszudrücken, als Worte es schaffen.
Auch sein Kollege Jonah Hill, als sein Partner, kann voll überzeugen, steckt aber hinter Leo einiges zurück.

"The Wolf of Wall Street" ist spannend aufgezogen und daher nicht nur etwas für Menschen, die sich für die Börse interessieren.
Durch den rasanten Verlauf, übersieht man irgendwann all die nackten Körper und die herumliegenden Drogenkonsumenten. Sicherlich ist dies aber für den ein oder anderen nicht unbedingt vertretbar. Dennoch würde ich nicht abraten, denn dieser Film ist eine Wucht.

Die Länge war erst einmal recht überraschend und es war erst fraglich, wie drei Stunden glaubwürdig gefüllt werden könnten.
Scorsese aber hat es geschafft die Geschichte des Lebens eines jungen Mannes, der kurzzeitig ein Überflieger war, mit harten Abstürzen zu versehen und dessen Leben in spannende, aufreibende und auch berührende 180 Minuten zu packen, die einen erst Stunden später wieder langsam loslassen.
Zum Ende begegnet man dann aber natürlich auch dem Menschen, der diese Geschichte selbst erlebt hat - wenn man ihn nicht übersieht...

Perfekt inszeniert - sehr empfehlenswert!

5/5 Filmrollen
(richtiges Bewertungsbild folgt noch)



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