Mittwoch, 27. März 2013

[Rezi] Wispernde Schatten

Autor: Daniel Blythe
Titel: Wispernde Schatten
Originaltitel: Shadow Runners
Genre: Mystery
Verlag: Chicken House (Hamburg)
Erscheinungsjahr: 2013
Seiten: 304 S.
ISBN: 978-3-551-52046-3

"Jede Nacht sage ich mir, dass der Traum nicht wiederkehren wird."
(1. Satz)

Persönliche Zusammenfassung:
Miranda wohnt erst seit kurzem in einem kleinen englischen Küstendorf. Doch seit dem sie ihre Geburtsstadt verlassen musste, verfolgen sie unheimliche Träume und der Schlaf stellt sich ohne Albträume kaum noch ein. Auch ihr erster Schultag in der neuen Heimat wird gleich extrem gefährlich, denn ohne jeden Grund friert der Schulbus ein.
Die unerklärlichen Phänomene scheinen an diesem Ort überhand zu nehmen und Miranda versucht sich, mit Hilfe von neuen Freunden, ihren Ängsten zu stellen...

Rezension/Meinung:
„Wispernde Schatten“ beginnt leichtläufig mit einem Bericht über Miranda und wie sie nach Firecroft Bay gekommen ist.
Immer wieder erhält der Leser Andeutungen darüber, dass ihr Vater nicht mehr da ist und sie nun einen anderen Mittelpunkt in ihrem Leben suchen muss.
Interessant gestaltet breitet sich vor dem Leser eine Geschichte über übernatürliche Ereignisse und eine Gruppe Geisterjäger aus. Hier ist der wichtige Bezugspunkt Miranda, denn es scheint als würde ein böser Geist an ihr hängen und durch ihre Hilfe einen Weg in die reale Welt suchen.
Dies war auch der Punkt, der mich an der Geschichte hat festhalten lassen, denn der übersinnliche Aspekt hat mich neugierig gemacht.

Die Protagonisten schwanken im Alter zwischen neun und fünfzehn, Erwachsen spielen zwar ebenfalls Rollen, aber dies eher nebenher.
Miranda, die Hauptfigur des Buches, ist gerade einmal zwölf Jahre alt und in vielerlei Hinsicht fand ich den Schreibstil daher schon etwas zu reif klingend. Sicherlich spielt auch hier der Tod des Vaters mit ein und das sie eine große Schwester ist und lässt sich damit ansatzweise erklären.

Blythe hat für mich aber nicht ganz den Sprung in das passende Alter geschafft und teilweise wirkt er etwas uneinig darüber, wie tief er ins Detail gehen soll. Die Zwischenmenschlichen Beziehungen hat er oft nur an der Oberfläche angeschnitten und somit keine tiefer gehenden Verbindungen beschrieben.
Auf der anderen Seite war er bzgl. der technischen Details oftmals zu informativ.

Ich hätte es spannender gefunden auch mehr über die Personen selbst zu erfahren. Sicherlich ist die aber ein Punkt des Leseralters. Denn die Aufmerksamkeitsspanne von Jugendlichen im Alter zwischen 12 – 15 Jahre, für die dieses Buch empfohlen wird, hat oft das Problem sich nicht lange an einer Geschichte festhalten zu können, bei der nicht immer wieder etwas spannendes neues passiert.
Als Leserin vieler Jugendromane, fiel mir dies aber gerade bei diesem Buch auf.

Die Geschichte ist auch für Erwachsene unterhaltsam, zumal auch nicht jedes Kind die Beschreibungen der „Schatten“ einfach so wegstecken kann.
Hier ist es daher vielleicht ganz gut, dass man nur eine kleine Vorstellung von dem erhält was an den jeweiligen Orten passiert. Nach den abrupten Beendigungen der Szenen greift dann aber schnell die Fantasie den Faden auf. Dennoch bleibt es meinem Befinden nach eine Geschichte für Kinder und Jugendliche.

Es gab gute Ansätze, die dem Alter entsprechend sind, wobei ich auch in Teilen fraglich fand wieso eine Mutter, auch wenn sie vielbeschäftigt ist, ihr Kind in einer völlig fremden Gegend einfach so ohne einmal Gedanken darüber zu äußern, herumlaufen lässt.
Denn im Laufe der Geschichte stellt sich dann ja auch noch raus, dass sie etwas von den Aktivitäten vor Ort geahnt hat.

Auch die Beschreibungen des Teams fand ich etwas ungenügend. Von einigen erfährt man, was sie zu der Gruppe geführt hat, bei anderen tappt man im Dunkeln. Alles in allem hätte ich dieser Geisterjägertruppe wohl im Alter angehoben und wäre an vielen Stellen mehr ins Detail gegangen.

Für Kinder und junge Teenager sicherlich mal eine andere Art von Geschichte, die mich an die Bücher von R.L. Stine wie „Fear Street“ und die „Mystery“-Geschichte vom Cora Verlag erinnert haben, die ich in diesem Alter verschlungen habe.

Spannend und mystisch kommt das Buch daher, auch wenn es mich leider nicht ganz überzeugen konnte.


Cover/Titel:
Beides wirkt hier sehr mysteriös und macht den Eindruck des Buches gleich spannend. Die Schlichtheit des Covers überzeugt hier bzgl. der Farben und Effekte, die sich teilweise in der Geschichte widerspiegeln. gleiches gilt für den Titel, der aber schon einen Hauch der Geschichte verrät.

Der Autor:
Daniel Blythe wurde 1969 in Maidstone, England, geboren. Er war Dozent für Moderne Sprachen in Oxford und veröffentlichte bereits Romane, Sachbücher und Bücher, die auf TV-Serien basieren, z.B. 'Doctor Who' und 'Losing Faith'. Heute unterrichtet er Kreatives Schreiben an der Sheffield Hallam Universität und lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Nordengland.

Weitere Bücher:
(bisher keine weiteren deutschen Veröffentlichungen)

Quelle: Bilder und Vita von der Verlagshomepage.

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