Montag, 18. Februar 2013

[Rezi] Tote essen kein Fast Food

Autor: Karin Baron
Titel: Tote essen kein Fast Food
Genre: Krimi
 Verlag: Kosmos (Stuttgart)
 Erscheinungsjahr: 2013
Seiten: 220 S.
ISBN: 978-3-440-13058-2

"Vermisst wird seit gestern Abend, 22.00 Uhr, die siebzehnjährige Mia Sander aus Friedrichstadt."
(1. Satz)

Persönliche Zusammenfassung:
Ihren Urlaub hat sich Fanny ganz anders vorgestellt. Nicht nur, dass sie ihn auf Sylt verbringen muss, dann tauchen plötzlich noch zwei Fremde in dem kleinen Haus auf, in dem sie mit ihrem Vater wohnt. Fanny verbringt die meiste Zeit draußen und trifft dabei auf Jan, den sie gleich mag.
Doch bevor die beiden sich näher kommen können, beobachtet Fanny ein komisches Treiben in den Bunkeranlagen der Insel und macht sich auf eigene Faust daran die Bunkeranlagen zu entdecken - und gerät dabei in Lebensgefahr.

Rezension/Meinung:
Der Einstieg in das Buch ist gleich mit einer Vermisstenmeldung versehen und fesselt somit gleich die Aufmerksamkeit des Lesers. Diese Meldung ist ein guter Aufhänger und zieht sich durch das ganze Buch.
Gleich darauf wechselt das Geschriebenen in die Ich-Perspektive, die Fanny selbct erzählt.
Karin Baron hat der Hauptprotagonistin eine flapsige Sprache auf den Leib geschneidert und bis zum ersten Schmunzeln brauch man nicht lange warten.

Der Krimi beschränkt sich nicht nur auf ein Thema oder Ereignis, sonderm emthält die verschiedensten Bereiche. Neben der Vermisstenanzeige wirkt es am Anfang aber alles andere als ein Krimi, sondern mehr wie eine Familiengeschichte.
Fanny und ihr Vater wurden von der Mutter verlassen und müssen sich nun schon eine Weile alleine durchschlagen. Da ihr Vater seinen geliebten Job als Archäologe für sie aufgeben musste, ist das Verhältnis nicht immer leicht. Als es heißt Ferien auf Sylt zu machen ist Fanny dementsprechend alles andere als begeistert, immerhin ist das Wetter da auch nicht besser als im Rest von Deutschland.
Dann taucht auch noch die neue Freundin ihres Vaters auf und die Katastrophe ist komplett.

Unterbrochen werden die Beschreibungen Fannys durch Briefe, die sich, neben der optischen Abgrenzung, komplett anders verhalten als der Rest des Krimis. Zu Anfang ist lange unklar was es mit den Briefe auf sich hat, die voller Vorwürfe zu sein scheinen. Dadurch aber steigert sich nach und nach die Spannung der Geschichte und man kommt kaum noch von los.

Durch den lockeren Schreibtstil fließt die Geschichte nur so dahin und man kommt nicht ins Stocken.
Die Liebesgeschichte zwischen Jan und Fanny wird aber durch die Erlebnisse und Abenteuer in den Bunkern teilweise verschluckt und das gewisse Prickeln kommt nicht ganz auf.
Für mich war das nicht ausschlaggebend, da mir der spannende Teil, so soder so um einiges mehr zugesagt hat.

Das kleine Abenteuer und die Suche nach den Bunkeranlagen vertieft sich immer mehr und plötzlich stecken alle in großer Gefahr.

Spannend verfolgt man, was es mit der Vermissten auf sich hat und wie diese mit den Bunkern verbunden ist. 

Neben dem Krimi erfährt man aber auch noch einiges über die Insel selbst und wer Sylt bisher noch nicht besucht hat und evtl. ebenso wie Fanny für eine ziemlich versnobte Insel gehalten hat, wird dort auf einige Überraschungen treffe.
Zudem bekommt man richtig Lust dort hin zu fahren um selbst ein kleines Abenteuer in den versteckten Anlagen zu erleben. Gleichzeitig aber überkommt einen bei dieser Vorstellung auch eine Gänsehaut.

Ein Krimi, der viele Elemente miteinander vereint und damit ein tolles Leseerlebnis zaubert, das man erst nach der letzten Seite, mit einem Lachen, weglegen kann.


Die Autorin:
Karin Baron war Übersetzerin, Redakteurin, und Texterin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Kinder- und Jugendromanen widmete. Erfolgsgeheimnis ihrer Bücher ist ihr frecher und witziger Erzählstil. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei erwachsenen Töchtern in Hamburg.

Weitere Bücher:
Bisher keine weiteren Jugendbuchveröffentlichungen 

Quelle: Bilder und Vita von der Verlagshompage.

Kommentare:

  1. Das Buch und der Titel klingen irgendwie interessant :))
    LG Lisa

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  2. Der Titel des Buches hat mich gleich angesprochen .... auch nachdem ich jetzt deine Rezi gelesen habe, klingt das Buch wirklich interessant :-) ich werde mal ein Auge drauf werfen :-)

    Liebste Grüße
    Ivi

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  3. Huhu liebe Lesefee,

    ich habe dieses Buch aus deinem Buchtauschpaket und habe es gerade fertig gelesen. Deine Rezension ist super! Mir gefällt das Buch richtig gut, obwohl ich 10 Jahre älter bin als die Protagonistin. Die zart angedeutete Liebesgeschichte sagt mir zu, da sie nicht in den Vordergrund der Erzählung drängt, sondern es weiterhin spannend bleibt. :) Ich glaube, dass sie viele Jugendliche mit der Familiengeschichte identifizieren können, da es so "echt" ist. Auch die Sprache, in der die Geschichte erzählt wird, gefällt mir gut und ist stimmig.

    Ich habe vier von fünf Herzen vergeben.

    Alles Liebe!
    Silva

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