Freitag, 4. Januar 2013

[Rezi] Final Cut

Autor: Veit Etzold
Titel: Final Cut
Genre: Thriller
Verlag: Bastei Lübbe (Köln)
Erscheinungsjahr: 2012
Seiten: 447 S.
ISBN: 978-3-404-16687-9

"Nummer 12!"
(1. Satz)

Persönliche Zusammenfassung:
Hauptkomissarin Clara Vidalis erhält eine mysteriöse Videobotschaft auf der sie dabei zusehen muss, wie eine junge Frau verängstigt dem Tod entgegen blickt. 
Als sie und ihr Team sich an die Arbeit machen und versuchen auf die Spur des Täters zu kommen, entdecken sie eine weitere Leiche. Der Mörder spielt ein perfides Spiel mit der Ermittlern und Clara wird schnell klar, dass mehr an den Behauptung von ihm dran sind, etwas über den Tod ihrer Schwester zu wissen...

Rezension/Meinung:
Durch den Klappentext des Buches habe ich erst einmal etwas anderes von diesem Buch erwartet. Ich ging von einem größeren Bezug zu dem benannten sozialen Netzwerk aus. Dies war nicht der Fall, was mich aber alles andere als enttäuscht hat.

"Final Cut" erzählz parallel mehrere Geschichten.
Die Hauptstory dreht sich um die Ermittlerin Clara Vidalis, die mit dem Mord an einer jungen Frau beauftragt wird. Dabei kommt ihre Vergangenheit wieder in ihr hoch. Denn Jahre zuvor hat sie ihre Schwester beerdigen müssen, an deren Tod sie sich die Schuld gibt. Auch der Mörder der vorerst Unbekannten, scheint etwas von dieser Beerdigung zu wissen und weißt die Hauptkomissarin darauf hin.
Auf der Suche nach dem Mörder, wird das Leben der Ermordeten aufgerollt und schnell wird klar, dass niemand sie vermisst hat. Zudem hat sie regelmäßig ihren Status auf Facebook aktualisiert. Dabei ist sie schon lange tot.

Neben dieser Geschichte erlebt man das Heranwachsen einer Fernsehsendung. Eine neue Serie soll ins Leben gerufen werden und diese wird alles andere als "anständig". 
Der "namenlose Mörder" findet in diesem Format sein nächstes Opfer.
Doch wer ist dieser Mörder? Selbst scheint er in seiner Kindheit schlecht behandelt worden zu sein und hat früh gelernt sich alleine durch das Leben zu kämpfen.

Eine Geschichte wie ein Strudel, bei dem sich die verschiedensten Leben zuerst unübersichtlich miteinander verbinden um dann eine klare Struktur zu entwickeln.
Gleich der Anfang des Thrillers ist sicherlich nicht etwas für jederman und mutet schon recht brutal an. Dies als Vorgeschmack auf die folgenden Geschehnisse, erfreut dafür Thriller- und Spannungsfans.
Die Jagd durch das Land auf der Suche nach Leichen und Mördern ist angefüllt mit viel Spannung und lässt immer wieder Fragen aufkommen, deren Antworten aber meistens erst bis zum Schluss auf sich warten lassen. 
Das Ende dagegen geht überraschend von statten. Denn es scheint doch einiges mehr hinter den Ereignissen zu stecken, als man im ersten Augenblick wahrnimmt und glauben kann.

Wirklich ein gelungener Thriller, mit der richtigen Prise Spannung und genug Verwicklungen, dass man immer an der Geschichte festhält und keine Langeweile aufkommt.
Zudem eine Geschichte, die mehr in sich bewahrt und alle noch so verschiedenen Ansatzpunkt in diesem Buch klar miteinander verbindet und ein komplexes Konstrukt erstellt.

Spannend, anders und voller Emotionen.

Das Buch gibt es hier.

Der Autor:
Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, studierte Anglistik, Kunstgeschichte, Medienwissenschaften und General Management in Oldenburg, London und Barcelona. 2005 promovierte er zum Kinofilm "Matrix". Während und nach seinem Studium arbeitete er für Medienkonzerne, Banken, in der Unternehmensberatung und in der Management-Ausbildung. Veit M. Etzold lebt in Berlin.

Weitere Bücher:
  • Spiel des Lebens (2012)
  • Das große Tier (2010)
  • Dem Tod auf der Sour (2009)
Quelle: Bilder und Vita des Autors von der Verlagshomepage.

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