Freitag, 28. Dezember 2012

[Rezi] Wir beide, irgendwann

Autor: Jay Asher (u.a.)
Titel: Wir beide, irgendwann
Originaltitel: The Future of Us
Genre: Roman
Verlag: cbt (München)
Erscheinungsjahr: 2012
Seiten: 394 S.
ISBN: 978-3-570-16151-7

"Ich kann heute nicht mit Graham Schluss machen, obwohl ich meinen Freunden angekündigt habe, dass ich es bei nächster Gelegenheit tun würde."
(1. Satz)

Persönliche Zusammenfassung:
Es ist 1996.
Josh und Emma sind nebeneinander aufgewachsen und schon seit Kindertagen beste Freunde – bis letzten Herbst. Da hat sich Josh einen Schritt zu weit gewagt, wollte Emma zeigen, wie sehr er sie mag und hat damit ungewollt diese innige Freundschaft beendet. Nun verbindet die beiden kaum noch etwas.
Als Emma aber ihren ersten PC geschenkt bekommt, entdeckt sie Facebook – das es noch gar nicht gibt. Sie kann auf ihre Seite schauen und erfährt, was sie in 15 Jahren macht und es gefällt ihr gar nicht. Um nicht als verrückt da zu stehen, weiht sie Josh ein und gemeinsam klicken sie sich durch ihre Zukunft. Emma aber ist klar, so will sie in Zukunft nicht leben und jede kleine Veränderung im Heute hat Auswirkungen auf die Zukunft. Sie macht sich daran ihre Zukunft komplett zu ändern, bedroht damit aber auch Joshs…

Rezension/Meinung:
In den Anfang von „Wir beide, irgendwann“ muss man sich erst einmal reindenken, denn vor sechzehn Jahren war so einiges anders.
Das Problem liegt nicht einmal darin, sich daran zu erinnern, dass es keine PC’s gab, sondern, das Facebook zu diesem Zeitpunkt nicht einmal ein Gedanke war.
Es gibt in diesem Buch immer wieder Details zu entdecken, die Erinnerungen hervorrufen, wie die guten alten Kassetten etc.

Die Hauptgeschichte aber dreht sich um die Zukunft von Josh und Emma. Die ehemals besten Freunde finden durch den scheinbaren „Computervirus“ langsam wieder zueinander. Gemeinsam schauen sie in ihre Zukunft und beeinflussen damit ihren Werdegang.
Was mysteriös und übersinnlich anmutet, steckt aber so voller Fantasy und doch auch Wahrheiten, dass man diesen Gedanken der Unmöglichkeit schnell wieder verwirft.

Neben der Zukunft, spielt die Geschichte in einem klaren Rahmen. Es geht um eine Clique Jugendlicher, die neben Schule und Leben auch noch die große Frage der Liebe zu beantworten haben: Emma ist unglücklich vergeben, schafft es aber nicht Schluss zu machen, Josh dagegen findet seine Liebe in einem Mädchen, dass ihn bis dahin niemals angeschaut hat und ihre beiden besten Freunde, können einfach nicht ohneeinander.
All das klingt vertraut und ist auf jedem Schulhof zu erblicken. Die Freundschaft droht aber zu zerbrechen, als Emma versucht ihre Zukunft zu verändern und damit das Risiko eingeht, das Joshs Zukunft sich ebenfalls anders entwickelt.
Abwechselnd erzählen die beiden von ihren Erlebnissen und Gedanken. Aus beiden Blickwinkeln, kann man die Freundschaft der beiden erkennen und was zu dem Bruch geführt hat.

Jay Asher und Carolyn Mackler haben ein gefühlvolles Buch geschrieben, dass aus einer Freundschaft eine gemeinsame Achterbahnfahrt macht, denn es ist gespickt voller Höhen und Tiefen, Mut, Trauer, Angst und Freude.
Der Schreibstil ist flüssig und in einer dezenten Jugendsprache gehalten, ohne großartige Ausbrüche. Man fliegt durch die Geschichte, die zu Beginn in Teilen etwas undurchsichtig wirkt, aber genau mit dem Ende aufwartet, dass man erhofft und erwartet.

Was mich persönlich noch gefreut hätte (das verrät nichts über das Ende), wäre ein abschließender Blick auf Facebook und wie es dann wirklich in diesen 15 Jahren aussehen würde.
Trotzdem eine gelungene Geschichte, die wieder einmal zeigt wie verbunden man doch ist, auch wenn man mit aller Macht versucht das gemeinsame Band bis zum reißen zu dehnen.
Mit vielen Anekdoten aus der Vergangenheit und dem erweckten Wunsch doch einmal einen kurzen Blick in die Zukunft werfen zu können.
Auch wenn ich selbst etwas skeptisch war, was dieses Buch betrifft, da ich „Tote Mädchen lügen nicht“ einfach toll fand, und dies ein komplett anderes Genre ist, konnte man viele Elemente von Jay Asher wieder entdecken und die Treue an seinem Schreibstil erkennen.
Daher gibt es eine klare Empfehlung.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an cbt.

Die Autoren:
Jay Asher ist der Autor des weltweiten Bestsellers "Tote Mädchen lügen nicht", der in über 30 Länder verkauft und u.a. für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde. Seinen neuesten Roman, "Wir beide, irgendwann" verfasste er gemeinsam mit Carolyn Mackler. Er lebt in Kalifornien. 

Weitere Bücher von Jay Asher:

Carolyn Mackler wurde 1973 in New York City geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt. Sie schreibt Kurzgeschichten, Essays und Jugendbücher, für die sie in Amerika mehrfach ausgezeichnet wurde. Gemeinsam mit Jay Asher schrieb sie den Roman „Wir beide, irgendwann“.

Quelle: Vitas und Autorenfotos von der Verlagshomepage.

Kommentare:

  1. Ich bin schon lange um das Buch herum gelaufen...Obwohl es richtig interessant klingt...Jetzt wird es aber Zeit es mal zu lesen!
    Danke für den Anstoß...

    lg, gina ;)

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  2. Ich fand das Buch auch ziemlich gut :)

    LG Caro

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