Montag, 17. Dezember 2012

[Rezi] Die fernen Stunden

Autor: Kate Morton
Titel: Die fernen Stunden
Originaltitel: The distant hours
Genre: Roman
Verlag: Diana-Verlag (München)
Erscheinungsjahr: 2012 (TB)
Seiten:736 S.
ISBN: 978-3-453-35656-6

"Schsch! Hörst du ihn?
(1. Satz)

Persönliche Zusammenfassung:
Edie Burchill ist dabei, als sich das Leben ihrer Familie komplett ändert. Nur ein kurzer Brief ist es, der eine Lawine an Fragen und Geheimnissen auslöst. Jahrzehnte war dieser Brief verschollen, auf den ihre Mutter so lange gewartet hat. Jahrzehnte in denen Sorge und fragende Gedanken eine große Rolle spielten…
Edie möchte mehr über ihre Mutter erfahren und macht sich daran das Geheiminis des Briefes und das ihrer Vergangeneheit zu lösen und trifft dabei auf drei geheimnisvolle Schwester, die in einem alten Haus wohnen, dass die Wahrheit in seinen Gemäuern hält.

Rezension/Meinung:
Der Anfang der Geschichte gefiel sehr gut, denn es sind Zeilen aus einem Buch, die schon leicht gruselig anmuten. Daher folgt man den Worten auch sehr gespannt.
Der Schnitt zum folgenden Kapitel ist recht hart, denn plötzlich steht man in der Küche der Burchill’s. Man begegnet Mutter und Tochter, die eine gewisse Anspannung begleitet. Edie erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht und schnell wird klar, dass die Beziehung der beiden nicht immer leicht ist. Da verwundert Edie der Gefühlsausbruch, als ihre Mutter einen Brief öffnet, der scheinbar Jahre auf einem Dachboden gelegen hat.
Die Worte wirken am Anfang verspielt und tiefsinnig und ziehen einen in den Bann. Als Edie durch Zufall an den Ort gelangt, von dem der Brief kommt und der scheinbar eine große Rolle im Leben ihrer Mutter gespielt hat, kann sie ihre Neugier nicht mehr unterdrücken und trifft auf eine altes Anwesen auf dem sich drei Schwestern aufhalten.
Eine Dominante, eine Ruhige und eine Verwirrte. Die Schwestern sind gut dargestellt und ebenso wie das Gemäuer kann man sich vorstellen, wie der Zahn der Zeit an allem genagt hat.
Der erste Besuch auf Milderhurst Castle ist spannend und steigert das Interesse an der Geschichte. Was steckt wirklich hinter der Geschichte des Modermann? Was hat Edies Mutter mit all dem zu tun? Insebesondere diese Fragen sind es, die den Leser bei der Stange halten.
Je weiter Edie in die Vergangenheit dringt und je näher man der Wahrheit kommt, desto länger zieht sich die Geschichte leider in einigen Teilen. Unnötige Umschweife wurden mit eingeflochten und lassen den Spannungsbogen abflachen.
Wer den „Verborgenen Garten“ gelesen hat und hier ebenfalls eine solche Geschichte mit vielen Wendungen erwartet, wird enttäuscht werden. Denn diese Geschichte verbirgt viel, aber eben auf andere Art. 

Mich hat die Geschichte lange gefesselt, da es für mich immer spannend ist, in die Leben und  Vergangenheit anderer zu tauchen. Doch erwartet man einieges mehr von dem Ende. Dies ist hier nicht gegeben. Viele haben erwartet, das ein explosives Ende bevorsteht und das wahre Ende mit „langweilig“ betitelt. 
Ich dagegen fand es interessant wie versucht wurde Verwirrung zu stiften und man sich kurzzeitig nicht mehr sicher sein konnte, wer nun was getan hat. Sicherlich habe auch ich ein besseres, und vor allem kürzer gehaltenes, Ende erwartet. Dennoch hat mir die Geschichte gefallen. Die immer wieder einfließenden Elemente des Modermann und das Gehemnis um die Geschichte haben bei mir das dran bleiben erzwungen.
Eine Geschichte dir schaurig schön beginnt, viele Geheimnisse enthält und ein etwas abgeflachtes Ende beinhaltet, aber dennoch eine wichtige Botschaft überbringt. Denn nur der, der sich auch an seine Vergangeneheit erinnert, kann sich auf die Zukunft freuen..

Das Buch gibt es hier.

Die Autorin:
Kate Morton, geboren 1976, wuchs in Queensland, Australien, auf und studierte in London Theaterwissenschaften und Englische Literatur.
Homepage der Autorin: http://www.katemorton.com/

Weitere Bücher:
 Quelle: Vita und Bilder von der Verlagshomepage.

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