Donnerstag, 8. November 2012

[Rezi] Mr. Monster

Autor: Dan Wells
Titel: Mr. Monster
Originaltitel: Full of Holes
Genre: Thriller
Verlag: Piper (München)
Erscheinungsjahr: 2010
Seiten: 398 S.
ISBN: 978-3-492-27185-1

"Ich habe einen Dämon getötet."
(1. Satz)

Persönliche Zusammenfassung:
Gerade erst hat der junge John Cleaver in Gegenwart seiner Mutter einen Dämon getötet und damit die Stadt vor weiteren Morden bewahrt, da scheint ein weiterer Serienkiller die Stadt unsicher zu machen. Leichen tauchen misshandelt und gefoltert auf und John kann die „böse“ Seite in sich kaum noch im Zaum halten. Immer öfters muss er raus und seinem Monster - zwar kontrollierten - aber dennoch gefährlichen Lauf lassen.
Während seine Familie immer weiter auseinander bricht, er zum ersten Mal erfährt, das Brooke für ihn Gefühle hat und weitere Leichen in seiner unmittelbaren Umgebung auftauchen, erfährt er das düstere Geheimnis des FBI-Agenten Forman, der ihn in eine gefährliche Falle lockt.

Rezension/Meinung:
Der zweite Teil der John-Cleaver-Reihe, schafft es, wie der erste Teil, den Leser an sich zu binden und es fällt schwer den Blick länger von den Seiten zu nehmen.
Der Autor begleitet John auf dem Weg in den Abgrund und beschreibt seinen inneren Kampf mit einer beängstigenden Intensität. Es fällt nicht schwer, sich das Chaos im Kopf des 16-jährigen vorzustellen, der alles daran setzt, seine „Regeln“ immer einzuhalten um seinem zweiten Ich, „Mr. Monster“, Einhalt zu gebieten.
Während die Protagonisten sich noch von dem ersten Serienmörder erholen, scheint aber ein weiterer in der Stadt Halt zu machen. John der natürlich nicht anders kann und alle möglichen Spuren verfolgt, gerät in die Bredouille, da er dadurch ins Auge des FBI gerät.
Ich habe die Geschichte wieder mit Spannung verfolgt und hatte die leise Hoffnung, dass der Soziopath vielleicht doch eine Möglichkeit findet, Gefühle zu entwickeln. Doch hier greift nicht das übliche „Hollywood-Cliche“, das auch in der übelsten Horrorgeschichte eine Liebesgeschichte entspinnt.
Dan Wells befasst sich viel mehr mit Eigenarten von Serienmördern, blutigen Details und gefährlichen Spielen mit Dämonen. Begeistert verfolgt man die Jagd und das Finden des Menschen, der John keinen Schlaf lässt und man fragt sich wie er diese Situation lösen mag. Gut gefallen hat auch, dass es einen recht großen Bezug auf die Geschehnisse des ersten Teils gibt und daher ist es auch nötig, das erste Buch gelesen zu haben.
Kurzzeitig war ich etwas verwirrt, als die Dämonen plötzlich als „Götter“ bezeichnet wurden, aber da diese Aussprüche selbst aus dem Mund eines solchen stammen, kann man sich damit abfinden.
Die Geschichte endet unerwartet und alles andere als gewünscht und auch wenn versteckt, kann man dort einen Hauch Gefühl erahnen. Ob dies vom Autor gewollt ist oder nicht ist dabei irrelevant.
Das Ende ist abrupt, aber auch etwas vorhersehbar – zumindest wenn man John Cleaver kennt und es ist keine Frage, dass der nächste Teil auf jeden Fall gelesen werden muss.
Obwohl Dämonen eine Rolle in diesen Büchern spielen, sind sie nicht zum Gruseln, dafür sind sie vollgepackt mit Spannung und dem Kampf eines Einzelnen gegen Übermächte und seiner Selbst.
Spannung pur, mit kleinen Überraschungen, die den Lesegenuss versüßen.

Spannung gewünscht? Dann greift zum Taschenbuch.

Der Autor:
Dan Wells studierte Englisch an der Brigham Young University in Provo, Utah. Der überzeugte Mormone war Redakteur beim Science-Fiction-Magazin »The Leading Edge«. Mit »Ich bin kein Serienkiller« erschuf er das kontroverseste und ungewöhnlichste Thrillerdebüt der letzten Jahre. Seine Romane um den jungen Killer John Cleaver sind große Erfolge. »Partials«, der Auftakt zu seiner neuen Young-Adult-Serie, eroberte den US-Buchmarkt im Sturm.
Homepage des Autors: http://thedanwells.com/

Weitere Bücher:
Quelle: Bilder und Vita des Autors von Piper

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