Freitag, 22. Juni 2012

[Rezi] Still Missing - Kein Entkommen

Autor: Chevy Stevens
Titel: Still Missing - Kein Entkommen
Originaltitel: Still Missing
Genre: Thriller
Verlag: Fischer TB (Frankfurt a. M.)
Erscheinungsjahr: 2011
Seiten: 412 S.
ISBN: 978-3596187164

"Wissen Sie Doc, Sie sind nicht die erste Therapietante, der ich gegenübersitze, seit ich wieder zu Hause bin."
(1. Satz)

Rezension:
Monatelang wurde sie gefangen gehalten, gefangen von einem Mann, der ihr nur wenig Freiheit lies. Wenn sie seine Regeln nicht beachtete waren es harte Strafen die sie trafen. Sie verlor in dieser Zeit nicht nur ihren Mut, sonder auch einen besonderen Teil von sich.
Heute, wieder befreit, versucht sie die Vergangenheit hinter sich zu lassen und all ihre Ängste abzulegen. Doch stellt sich das als viel schwieriger dar, denn obwohl sie nicht mehr in der Gewalt des "Psychos" ist, sind die Täter näher als sie glaubt...
"Später, als er neben mir im Bett lag und sein Kopf auf meiner Brust ruhte, stellte ich fest, dass er mir leidtat. Es war das erste Mal, dass ich etwas anderes außer Abscheu, Angst oder Hass für ihn empfand, und es erschreckte mich mehr als alles andere.
(S. 123, letzte Zeile - S. 124, Zeilen 1 - 4)
Chevy Stevens beschreibt in ihrem Debütroman die Geschichte einer jungen Frau, die entführt und einem beängstigendem Martyrium ausgesetzt wird. Über Monate wird sie in einer abgeschlossenen und preparierten Hütte festgehalten. Der Mann der sie entführt, scheint psychisch krank und hat nur den Wunsch mit ihr eine Familie zu gründen.
Annie wird als ängstliche und doch starke Frau dargestellt, die vieles aushalten muss. Denn mit ihrer Befreiung hat das Grauen noch kein Ende. 
Das Buch ist aus der Sicht von Annie geschrieben, die das Erlebte ihrer Therapeutin erzählt. Jedes neue Kapitel wird als neue Sitzung bei dieser dargestellt. Dabei dringt man in die Psyche Annies und fühlt ansatzweise, was sie durchgemacht haben muss. Die Beschreibungen dringen unter die Haut und insbesondere der Verlust des Kindes macht traurig.
Doch ist es nicht mit der Befreiung getan, denn schnell wird dem Leser klar, das noch mehr hinter den Geschehnissen stecken muss. Annie selbst streiten noch immer alles ab, was auf ihre Familie deutet, doch schnell muss auch sie einsehen, dass es keine Fremden waren, die ihr all das engebrockt haben.
Stevens beschreibt alles mit einer Intensität, dass man das Buch kaum aus der hand legen kann, geschweige denn zum Ende hin nur schwerlich nach Luft schnappen kann.
Den Kampf ums Überleben und die Konfrontation mit der Wahrheit wird gut dargestellt und in großen Teilen wird die Spannung aufrecht erhalten. Der zu Beginn so klare Ablauf der Geschichte erfährt bald eine Wendung, die den Leser nicht mehr los lässt.
Super spannend und nur zu empfehlen.


Die Autorin:
Chevy Stevens ist auf einer Ranch auf Vancouver Island aufgewachsen. Sie arbeitete einige Jahre als Immobilienmaklerin und kam während der einsamen Wartezeiten bei Open-House-Besichtigungen auf die Idee zu ihrem ersten Thriller. Die Autorin lebt mit ihrem Mann auf Vancouver Island vor der kanadischen Westküste und schreibt. 

Weitere Bücher:


1 Kommentar:

  1. Ich habe dich getaggt :D!
    http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.de/2012/06/tag-klassiker.html

    LG FantasyBookshelf

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