Mittwoch, 9. Mai 2012

[Rezi] Von der Nacht verzaubert

Autor: Amy Plum
Titel: Von der Nacht verzaubert
Originaltitel: Die for me
Genre: Fantasy
Verlag: Loewe (Bindlach)
Erscheinungsjahr: 2012
Seiten: 397 S.
ISBN:
978-3785570425

"Als ich die Statue im Brunnen das erste Mal gesehen hatte, wusste ich noch nicht, wer - oder besser was - Vincent war."
(1. Satz)

Rezension:
Kate und Georgia, zwei Schwestern - die nicht unterschiedlicher sein könnten - ziehen schweren Herzens nach Frankreich zu ihren Großeltern. Kurz zuvor starben die Eltern bei einem tödlichen Autounfall. 
Georgia ertränkt ihre Trauer in Alkohol, feiert Nacht für Nacht Partys und lacht sich immer wieder einen neuen Jungen an. Kate dagegen verschließt sich in sich selbst, verlässt die Wohnung nur selten und versinkt in ihren Büchern. 
Als sie eines Nachmittags in einem Café sitzt, bemerkt sie eine Gruppe Jungs in ihrem Alter und gleich der erste Blick auf Vincent verzaubert Kate. Ohne es zu wollen kann sie ihm nicht wiederstehen und lässt sich auf ein gefährliches Abenteuer ein. Denn Vincent und seine Freunde sind alles andere als „normal“. Als sie sein Geheimnis lüftet und erfahren muss, dass ihre Schwester mit dem Feind der Familie anbandelt, gerät diese in große Gefahr und Kate muss einen Weg finden sie zu retten. 
Aber auch Vincent hat nur eine winzige Chance zu überleben… 

"Ich hob meine Hand und fuhr mit den Fingern seinen Arm entlang, meine Fingerspitzen berührten seine warme Haut. Er sah mich so sehnsüchtig an, dass mein Herz aussetzte. Ich lehnte mich an ihn und streifte mit meinen Lippen über seine bronzefarbene Wange. Ich nahm alle Kraft zusammen, um auszusprechen, was ich aussprechen musste. 'Es geht nicht, Vincent. Ich kann nicht Ja sagen.'"
(S. 142, Absatz 4)

Zu Anfang hat mich die Geschichte sehr bedrückt, da es ein trauriges Thema ist, seine Eltern zu verlieren. An Georgia merkt man nicht, was es ihr bedeutet und so gerät sie schnell in die unscheinbare – wenn auch aufmüpfige – Nebenrolle.
Da kann der Leser Kate schon mehr verstehen: sie war immer schon recht ruhig, zieht sich nun aber noch mehr von Trauer geplagt in sich zurück. Ihre Verzweiflung ist fast spürbar und viele ihrer Gedanken wandern um die schöne Zeit mit ihrer Familie. 
Als Vincent und seine, ebenfalls übernatürlichen, Freunde auftauchen erinnerte mich das doch schon sehr an die Bis(s)-Reihe von Stephenie Meyer. Die Protagonisten werden ohne jeden Makel beschrieben und scheinen perfekte Erscheinungen zu sein. 
Es hält auch hier nicht lange, bis Kate herausfindet, was Vincent wirklich ist. Positiv ist zu sehen, dass es kein Vampir ist. Dennoch ähnelt die Geschichte somit einigen Vorgängern. 
Warum z.B. sind immer die Männer die, die etwas Besonderes können? 
Die Zeit in der Geschichte scheint nur so zu rasen, denn obwohl man nur eine Seite weiter blättert, ist man plötzlich Wochen später angekommen und es gibt nur recht kurze Rückblenden was in dieser Zeit passiert ist. 
Trotz dieser kleineren Mängel, hat mich die Geschichte nach der emotionalen Aufwühlung sehr mitgerissen. Der Kampf um Sieg und Niederlage und die Idee hinter den Figuren und deren „Gabe“ hat mich sehr überrascht und freudig gestimmt. Denn so eine Art Lebewesen konnte man bisher in keinem vorangegangenen Buch entdecken. 
Erstaunt hat mich die Leidenschaft mit der sich Kate in die Gefühlswelt zu Vincent steigert und das sie dies ohne große Ängste und Bedenken tut. 
Das Ende ist recht offen gestaltet, auch wenn man der Meinung sein könnte, dass alles ein Ende gefunden hat. Wie ich gesehen habe, wird es von diesem Buch einen zweiten Teil geben. Da bin ich doch sehr gespannt, was aus Kate, Vincent und deren Geheimnis noch wird.


Vielen Dank für das Exemplar an lovelybooks.

Die Autorin:
Geboren wurde Amy Plum in Birmingham, Alabama. Schon bald lockten sie große Städte wie Paris oder London hinaus in die Welt. Eine Zeit lang arbeitete sie als Kunsthistorikerin in New York, bevor sie schließlich mit ihrem Ehemann ein großes Bauernhaus in der französischen Provinz bezog. Wann immer es die turbulenten Tage mit ihren beiden Kindern und ihrem Hund Ella erlauben, sitzt Amy Plum in dem kleinen alten Steinhäuschen in ihrem Garten und schreibt an ihren Romanen.


Kommentare:

  1. Sehr schöne Rezension! :)
    Ich möchte das Buch unbedingt bald mal lesen :D

    AntwortenLöschen
  2. Gute Rezi! Macht neugierig. Ich kannte das Buch bislang nicht!

    Grüße

    Nadine

    AntwortenLöschen

I LOVE comments :)

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...