Donnerstag, 31. Mai 2012

[Hoerbuch] Bleicher Tod

Autor: Andreas Winkelmann
Titel: Bleicher Tod
Genre:
Thriller
Verlag: audio media (München)
Erscheinungsjahr: 2012
Laufzeit:
7 Std. 11 Min.
ISBN: 978-3868046823

"Seit Stunden lag sie auf einem Gitter aus eckigen Metallstreben, die ihr schmerzhaft ins Fleich drückten."
(1. Satz)

Rezension:
Es ist ein grausamer Schmerz, der den Körper überzieht. Ein Prickeln, Jucken und Brennen auf der Haut, bis tief hinein. Wer glaubt das Sterben schon schlimm sei, wird diese Art des Sterbens als Folterung ansehen. 
Ein perfider Mörder bleicht seine Opfer vor der eigentlichen Tötung. Sie müssen unerträgliche Schmerzen erleiden und werden danach noch brutal misshandelt. Der Tod scheint schnell eine Erlösung zu sein. Gerade hat Nele Karminter erfahren hat, dass jeder 25. Mensch ein gefühlloser Psychopath ist, wird sie gleich mit so einem Täter konfrontiert. Auf der Suche nach dem Mörder, der seine Opfer bleicht, trifft sie auf den Privatdetektiv Alexander Seitz, der seinerseits ein junges, verschwundenes Mädchen sucht. 
Schnell wird klar, dass es eine Verbindung zu geben scheint und die Zeit rennt den Ermittlern davon...

Jeder 25. Mensch ein Psychopath? Diese These stellt Andreas Winkelmann in „Bleicher Tod“ auf. Alles andere als abwegig, sagen Experten. Denn wie man weiß, blickt man einem Menschen nur vor den Kopf und nicht hinein. Zudem gibt es noch den Unterschied des Denkens und des Handelns. Mit dieser These begründet Winkelmann den zweiten Teil der Reihe um die Kriminalkommissarin Karminter. Ich selbst habe den ersten Teil nicht gelesen, was aber nicht weiter schlimm war. Zwar gab es ein paar Anspielungen auf den vorangegangenen Teil, dennoch gab es keine Probleme in der Nachvollziehung. 
Winkelmann erfindet einen Psychopathen in bester Manier. Jemanden der scheinbar ein normales Leben führt und nur nach und nach seine wahre Natur ans Licht lässt. Nur ein, zu Beginn, kleiner Streit macht deutlich was sich hinter einer friedfertigen Fassade verbergen kann. Die Spannung wird auch in diesem Buch hoch gehalten, wobei ich mehr Beschreibungen über die einzelnen Personen gut gefunden hätte. Die Geschichte wird aus den verschiedensten Blickwinkel betrachtet und in vielen Teilen, spürt man somit die Angst und Bedrohung, die das Opfer spürt und die von dem Täter ausgehen. Andreas Winkelmann macht den Schmerz spürbar und erreicht es dem Leser eine Gänsehaut zu verschaffen. Das Ende ist zwar nicht überraschend, wird durch die Darstellung aber noch einmal richtig interessant. 
Ein toller Thriller, der mir Andreas Winkelmann als Autor noch ein Stückchen näher gebracht hat.


Der Autor:
Andreas Winkelmann, geboren im Dezember 1968, entdeckte schon in jungen Jahren seine Leidenschaft für unheimliche Geschichten. Als Berufener hielt er es in keinem Job lange aus, war unter anderem Soldat, Sportlehrer und Taxifahrer, blieb jedoch nur dem Schreiben treu. »Der menschliche Verstand erschafft die Hölle auf Erden, und dort kenne ich mich aus«, beschreibt er seine Faszination für das Genre des Bösen. Er lebt heute mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldesrand nahe Bremen.

Weitere Bücher:

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