Freitag, 13. April 2012

[Verfilmung] Die Tribute von Panem

Darsteller: Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson, Liam Hemsworth, Willow Shields, Amanda Stenberg, Donald Sutherland....
Regisseur: Gary Ross
FSK: 12 Jahre
Veröffentlichung: 2012
Laufzeit: 142 Min.

Offizielle Inhaltsangabe:
Nordamerika existiert nicht mehr. Kriege und Naturkatastrophen haben die ehemalige Weltmacht zerstört. Das Land ist in ein Parlament und zwölf Bezirke zersplittert und nennt sich fortan Panem. Dessen Regierung führt ein absolut totalitäres und unerbittliches Regime…! Es kann nur Einen geben: Um seine Macht zu demonstrieren, ruft das
Kapitol einmal im Jahr, zur sogenannten Ernte, den “Hungerspiele”. Dazu werden in jedem Distrikt ein Mädchen und ein Junge im Alter von zwölf bis 18 Jahren ausgelost, die dann als “Tribute” vom Fernsehen live übertragen in einem riesigen Freilicht-Areal gegeneinander kämpfen müssen – bis nur noch einer von ihnen am Leben ist. Der besonders arme Distrikt zwölf hat in 73 Jahren nur zweimal den Sieger stellen können, und ausgerechnet hier meldet sich die sechzehnjährige Katniss freiwillig, um den Platz ihrer eigentlich ausgelosten kleinen Schwester Prim einzunehmen. Seite an Seite mit dem gleichaltrigen Peeta nimmt sie den Kampf auf. Doch wider alle Regeln rettet er ihr das Leben und Katniss beginnt daran zu zweifeln – was sie für Peeta bisher empfunden hat. Aber kann wirklich nur einer von ihnen überleben…?

Meine Rezension zum Hörbuch: Tödliche Spiele

Meine Meinung:
In Sachen Panem war ich eine Spätzünderin, als schon überall die Bücher gelesen waren, habe ich mich dann auch durch Zufall überreden lassen, die Hörbücher zu hören - was ein großer Glücksgriff war. Schon nach den ersten Minuten war ich total begeistert und daran hat sich auch durch den Film nichts geändert. 
Wie jedes Mal war die Spannung gegenüber einer Verfilmung wieder groß, aber ich konnte nicht wiederstehen direkt am ersten Wochenende nach Kinostart ein selbiges zu besuchen.

Als Leser oder Hörer der Bücher hat man, wie ich sagen muss, einen großen Vorteil gegenüber den Zuschauern, die vorher noch nichts über die Triologie erfahren haben.

Gleich zu Anfang wird man mitten ins Geschehen geworfen und es wird einem nicht ganz klar, warum Katniss sich gegenüber ihrer Mutter so kühl verhält. Was hat du deren Verhältnis geführt? Dies wird zwar angeschnitten und auch nach der Auswahl einigermaßen erklärt, bleibt aber dennoch immer mit einem Fragezeichen versehen.
Ebenso wird dem "Nicht-Kenner" nicht unbedingt die Beziehung zwischen Katniss und Gale klar. Die Szene im Wald ist recht kurz gehalten, wobei sie bei dem Buch ein etwas längerer Einstieg ist um die beiden überhaupt erst einmal kennen zu lernen. Ebenso sagt sie im Buch viel über die Gefühlswelt und das Geschehen um Katniss und Distrikt zwölf aus - was hier wieder nur recht kurz dargestellt wird.
Trotz dieser anfänglichen Abweichungen habe ich mich gleich sehr wohl in dem Film gefühlt, denn die Synchronstimme von Katniss liest auch die Hörbücher und meine Verbindung war somit gleich aufrecht.

Die Schauplätze entsprechen größten Teils meinen Vorstellungen und wurden gut umgesetzt. Übertrieben aber finde ich die Darsteller im Kapitol. Mit ihren schrillen Farben und Stylings heben sie sich zwar - wie gewünscht - sehr von dem "armen" Distriktbewohnern ab, aber ich hätte den Reichtum in einer etwas anderen Form dargestellt erwartet.
Mit der Zeit gewöhnt man sich aber an die bunten Gestalten und deren übertriebenes Gehabe.

Bedenken hatte ich dabei, ob die ganzen Beschreibungen um das "Verschönern" der Tribute, nicht zu viel Platz im Film einnehmen würde, denn im Hörbuch/Buch schmückt Suzanne Collins diese Erlebnisse schon sehr weit aus. Im Film aber wird dies nicht so extrem gehandhabt und nur eine Sequenz lang, erlebt man Lenny Kravitz als Cinna in Aktion.

Aktion ist auch das richtige Wort für die Beschreibung der ganzen Umsetzung, denn auch wenn Elemente der Liebesgeschichte (wie ich finde recht wenige) und die Familiengeschehnisse angeschnitten werden, ist ein großer Teil sehr aktionreich und voller Spannung. 
Ich hatte das Gefühl, dass die Zuschauer - so auch ich - eigentlich nur auf den Augenblick hingefiebert haben, dass die Spiele endlich beginnen.
Als die Schauspieler auf den Platz hochfuhren, breitete sich eine starke Spannung im Kinosaal aus.
Wie erwartet, kommt es da dann auch gleich zu einem Gemetzel. Doch auch wenn es mir klar war, dass der Film an einigen Stellen brutal sein könnte, war ich überrascht wie viel Blut doch floß - eine gute Wahl für FSK 12.

Die Besetzung und Umsetzung der einzelnen Tribute und anderen Personen, fand ich bis auf eine Ausnahme sehr gut. Insbesondere sind mir Jennifer Lawrence und Amanda Stenberg ins Auge gefallen. 
Lawrence ist endlich mal eine Schauspielerin die nicht abgemagert daher läuft und auch fast ohne Make Up gut dasteht. Stenberg hat die kleine Rue toll dargestellt und zusammen fand ich die beiden ein super Team.
Zu Anfang konnte ich mich nicht so ganz mit Peetas Darsteller Josh Hutcherson anfreunden, da mir die Emotionen in seinem Gesicht etwas fehlten. Im Laufe des Films wurde es dann aber besser.
Die Außenseiter-Rolle trägt Cato, der mir gleich von Anfang an mit seiner Überheblichkeit negativ auffiel. So kann man von Beginn an schon spüren, dass er Unheil bringen wird - auch wenn man die Bücher nicht kennt.
Beim Trailer des Films musste ich immer schmunzeln, dass Lenny Kravitz ausgerechnet für so eine Rolle ausgesucht wurde, aber am Ende passt es doch ganz gut.
Donald Sutherland muss nicht viele Emotionen zeigen, aber seine Darstellung reicht schon um bedrohlich zu wirken.

Im Großen und Ganzen war ich trotz ein paar fehlender Elemente sehr angetan von dem Film und ich würde ihn immer wieder sehen.
Leider kam nur das Ende nicht ganz so klar rüber. Ich weiß natürlich, dass es weiter gehen wird und was es mit Snow noch auf sich haben wird, aber zur Klärung für die anderen und auch um den Effekt zu erhalten: "Den zweiten Teil muss ich unbedingt sehen...", hätte ich erwartet, dass es schon einen kleinen Übergang in den zweiten Teil gegeben hätte. Dies hätte die Wut, die Snow gegenüber Katniss, spürt besser verdeutlicht und seinen bösen Blick erklärt.

Dennoch ein gelungener Start in die Trilogie, den ich gerne empfehle.

Ebenfalls toll ist auch die Filmmusik.

"Möge das Glück stehts mit euch sein!"



1 Kommentar:

  1. Hi,
    wie witzig, mir ging es genauso ! Die Bücher lagen schon überall aus, der Film war so gut wie im Kino und ich las dann per Zufall mal rein und war total begeistert!!! Ein super Buch - tolle Idee!!!
    LG Olivia

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