Sonntag, 31. Juli 2011

[Zuwachs] KW 30

Zwei Bücher haben mich wieder erreicht. Der Mira-Verlag war wieder so lieb, mir zwei Rezensionsexemplare zuzuschicken:

"Das Flüstern der Stille" von Heather Gudenkauf.
In einer verschlafenen Collegestadt verschwinden zwei kleine Mädchen und jeder ist verdächtig.Als an diesem Tag im August die ersten Sonnenstrahlen die feuchte Morgenluft durchdringen, stellen zwei Familien nach dem Aufwachen fest, dass ihre kleinen Mädchen über Nacht verschwunden sind.
Die siebenjährige Calli ist ein süßes, verträumtes Kind, das seit seinem vierten Lebensjahr kein Wort mehr gesprochen hat. Petra ist ihre beste Freundin, ihre Seelenverwandte und ihre Stimme. Doch niemand hat die beiden seit dem letzten Abend gesehen.
Auf der verzweifelten Suche der Eltern schlägt die anfängliche Unterstützung schnell in gegenseitiges Misstrauen um. Und bald schon müssen alle der Wahrheit ins Auge sehen: Niemand ist so unschuldig, wie er von sich glaubt und einer von ihnen könnte ein Mörder sein.

 "Der Schneewittchenmörder" von J.T. Ellison.
Weiß wie Schnee, rot wie blut, schwarz wie Ebenholz zehn Jahre nach seinem letzten Mord geht der Schneewittchenmörder wieder in Nashville um. Ein Fall, der Lieutenant Taylor Jackson so in Atem hält, dass sie sich kaum um die Vorbereitungen zu ihrer Hochzeit kümmern kann. Und so bemerkt sie auch zu spät, dass die Limousine, die sie zur Kirche bringen soll, den falschen Weg einschlägt.
John Baldwin wartet vergeblich vor dem Altar auf seine Braut. Erst denkt er, dass Taylor es sich in letzter Sekunde anders überlegt hat. Bis die Polizei eine verlassene Limousine findet und einen weißen Brautschuh am Ufer des eiskalten Cumberland River.

[Rezi] Deadline 24

John, Annette:
Deadline 24 : Roman / Annette John. - Weinheim : Beltz & Gelberg, 2011. - 374 S.
ISBN 978-3407810816

Rezension:
"Insgeheim musste Sally ihnen recht geben, auch ihr war nicht ganz wohl, sie sehnte sich danach, weites, offenes Land unter sich zu spüren und diesem trostlosen Gewirr so schnell wie möglich zu entkommen. Andererseits hatte ihre Mutter in einer Vision den Windmann hier gesehen..."
(S. 194, 4. Absatz)

Sally's Lebensraum beschränkt sich auf die kleine Farm, auf der sie mit ihrer Familie lebt. Ihr Leben ist eintönig und Überraschungen gibt es kaum. Dafür wächst täglich die Angst in ihr. Angst davor, dass eines Tages der wabbernde Himmel auf sie hinabstürzt und die Hybride sie und alles um sie vernichten. Auch andere Farmen, ihrer ähnlich, gibt es in der Nähe, doch sind es immer noch recht wenige Menschen für so viel Platz. Früher einmal soll es anders gewesen sein, überall Menschen, doch Sally kann sich all das nicht vorstellen.
Eines Tages dann bricht ihrer kleine Welt in sich zusammen. Ausgerechnet an ihrem Geburtstag, bekommen sie Besuch und ihr Bruder Paul verschwindet einfach mit den Fremden.
Sally's Mutter, blind und schweigsam, hat plötzlich Visionen über eine nahende Bedrohung und Sally scheint die Einzige, die ihren Bruder retten kann.
Ein großes Abenteuer beginnt, als sie sich mit zwei anderen Mädchen auf die Reise zu einer anderen Farm macht. Immer wieder in Angst und Schrecken versetzt, durch die verschiedensten Monster, die ihre Wege kreuzen, geraten sie in die Fänge der bösen Lords, die die einizige Stadt - Esperanza - unter ihrer Macht haben.
Plötzlich aber hat auch Sally Visionen und ihr wird klar, wieso das Leben heute so ist und kaum noch Menschen leben. Als ihr klar wird, das nur sie die "alte" Welt zurück bringen kann, scheut sie sich nicht lange und verbündet sich mit dem Windmann, der sich mit ihr dem großen Gegner stellt...

Als ich das Buch zuklappte, war mein erster Gedanke "Wow". Keine Frage, dieses Abenteuer muss man lesen.
Die Geschichte liegt in der weiten Zukunft und das Leben unterscheidet sich grundsätzlich von dem heutigen. Interessant dabei ist, dass einem immer wieder Dinge begegnen, die für die Darsteller in dem Buch unbekannt sind, für uns heute aber total normal. Die Zerstörungen der Welt werden einem dramatisch vor Augen geführt. Am Ende wird dem Leser klar, was an all dem Leid und der Veränderung Schuld ist und was zu so einer Reduzierung der Menschheit geführt hat. Es ist interessant, denn als ich las, womit es zusammen hing, habe ich das Buch erst einmal kurz aus der Hand gelegt und darüber nachgedacht. Denn auch wenn man es nicht glauben mag, werden diese Vorstellungen immer realistischer und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Parallelen auftauchen können - wenn sie es noch nicht tun. Zu viel kann ich hier nicht verraten, da sonst schon klar wäre, was genau hinter allem steckt. Was ich schreiben kann, ist dass Technik und Menschen gleichsam Schuld an so einem Kontrollverlust sind.
Mich begeistert nicht nur die Zukunftmusik dieses Buches bzw was uns noch alles passieren könnte, auch die Personen sind realistisch beschrieben und reißen einen mit. 
Das Ende verändert die Gedankengänge des Lesers und niemand wird dieses Buch zur Seite legen und darüber schweigen. Jeder der es gelesen hat, wird die heutigen Alltäglichkeiten im technischen Bereich mit anderen Augen sehen.
Sehr zu empfehlen!!




Das Cover:
Auf einer scheinbar vertrockneten Wiese, vor einer kahlen Baumansammlung, entdeckt man ein junges Mädchen. Es scheint dem Leser direkt in die Augen zu blicken. Titel und Name wirken dem Leser entgegen gewölbt und es scheint das zwischen Bild und Titel noch eine Substanz angedeutet ist.
Wer das Buch gelesen hat, weiß um was es sich handelt.

Die Autorin:
Annette John, geb. 1951 bei Saarbrücken, wo sie heute wieder lebt, studierte Germanistik und Romanistik. Das Geheimnis des Rosenhauses ist ihr erster Roman.
(Quelle: beltz.de)

Weitere Bücher:
  • Das Geheimnis des Rosenhauses (2007)

[Rezi] Alles inklusive

Dörrie, Doris:
Alles inklusive : Romanürich : Diogenes, 2011. - 248 S.
ISBN 978-3257067811

Rezension:
"Er lehnt sich vornüber, umarmt mich. In der Umarmung erkenne ich ihn nicht. Dieser Körper ist mir fremd. Der knochige Körper eines alten Mannes. Er denkt wahrscheinlich ähnlich Schmeichelhaftes über mich. Ungeschickt lösen wir uns voneinander, alles ist so mühsam, so wenig elegant."
(S. 114, 3. Absatz)

Apple - was für ein Name - verbringt die Sommer ihrer Kindheit, mit ihrer Hippiemutter in Spanien. Gemeinsam verkaufen sie dort selbstgemachten Schmuck. Was Apple nicht weiß: Ingrid tut dies nur, damit sie überhaupt ein bisschen Geld haben. 
Es ist der Sommer im Jahr 1976, in dem sich das friedliche Leben der beiden plötzlich verändert: Apple erwischt ihre Mutter mit einem verheirateten Mann, deren Frau sich um sie kümmert. Der Sohn, Tim, spielt mit ihr und muss mit ansehen wie seine Mutter immer mehr in sich versinkt, bis sie am Ende des Sommers nur noch einen Ausweg findet. Die Wege der zwei Familien trennen sich und treffen erst Jahrzehnte später wieder aufeinander.
Mittlerweile schlittert Apple selbst von einer falschen Beziehung in die nächste und gibt ihrer Mutter daran die Schuld. Diese ist immer noch freiheitsliebend und trifft in ihrer neuen Heimat, einen alten Bekannten.
In einer Journalistin findet Apple eine gute Freundin, mit der sie ihr Leid teilt. Sie machen sich auf den Weg nach Spanien und stellen sich den bösen Geistern der Vergangenheit, die noch schlimmer sind als Apple sich vorher vorstellen konnte. Auch sie trifft alte Bekannte und traut ihren Augen kaum, denn an keinem, der ein Teil der schicksalhaften Ereignisse des Sommer ´76 war, ist das Geschehene spurlos vorbei gegangen und fünf Leben haben sich grundlegend gewandelt. Ob da Dr. Freud noch helfen kann?

Dieses Buch ist eine bunte Mischung und hat mich sehr begeistert. 
In jedem Kapitel wird die Geschichte aus einer anderen Perspektive weitergeführt. Sie springt zwischen der Vergangenheit und Gegenwart hin und her, wird erzählt, von den verschiedensten Personen, die unmittlelbar mit den vergangenen Ereignissen verbunden sind. Eine Familiengeschichte wird erzählt, welche einem auch im wirklichen Leben begegnen kann. Die Folgen die daraus entstehen, sind berührend und machen nachdenklich. Es wird deutlich wie verbunden, die Zukunft eines Kindes mit der vorgelebten Vergangenheit der Eltern ist, wie ein Fehler im Leben sich durch das Leben Vieler ziehen kann. Auch Witz ist in der betrübenden Geschichte zu finden und lockert alles etwas auf. Das Buch hält aber auch nicht nur an der Hauptgeschichte um Apple und Ingrid fest, sondern weißt einige kleine Nebengeschichten auf, die das ganze abrunden.
Das Ende wird für jeden Leser zufriedenstellend sein, auch wenn es etwas zu "klischeehaft" ist.
Dennoch ein Buch das glücklich macht und Freude bereitet, so das ich es gerne weiterempfehle.






Das Cover:
Im üblichen Diogenes-Stil gibt es nur einen kleinen Bildausschnitt oberhalb des Titels. Dieses Bild zeigt eine männliche Person, die durch klares, reflektierendes Wasser schwimmt. Liest man den Klappentext erkennt man gleich die Verbindung.

Die Autorin:
Doris Dörrie, geb. 1955 in Hannover, war nach dem Abitur längere Zeit in den USA, studierte Theaterwissenschaften und Schauspiel in Kalifornien und New York, entschloss sich dann aber nicht vor, sondern hinter der Kamera zu stehen. Ihre Abschlussarbeit an der Münchner Hochschule für Film und Fernsehen 'Der erste Walzer' wurde auf Festivals und im Fernsehen gezeigt, 'Männer', ihr dritter Kinofilm, in der ganzen Welt. Parallel zu ihrer Kinoarbeit veröffentlicht sie Kurzgeschichten, die mehrfach ausgezeichnet wurden.
(Quelle: amazon.de)


Weitere Bücher:
  • Und was wird aus mir? (2007)
  • Das blaue Kleid (2002)
  • Happy End (2001)
  • Was machen wir jetzt (2000)
  • ...

Donnerstag, 28. Juli 2011

[Zuwachs] Diese Woche mal etwas weniger :)

Zwar liegen die Bücher schon ein paar Tage in meinem Zimmer, bisher habe ich es aber leider nicht geschafft sie zu posten.
Das hole ich nun mal schnell nach:

Dieses Buch habe ich schon eine Weile umwandert und nun habe ich es mir doch endlich mal ertauscht.
In "Langsamer Abschied" von Irina Korschnunow geht es um folgendes: „Nun also soll Pierre begraben werden…“. Abstrakt scheint Nora diese Vorstellung. Und doch steht sie vor dem frisch ausgehobenen Grab ihres Mannes. Nach einem schweren Autounfall, Pierres monatelangem Wachkoma und seinem Dahindämmern als Schatten seiner selbst, nimmt ein langsamer Abschied voll quälender Momente des Hoffens und der Verzweiflung ein Ende. Zwanzig Jahre des Zusammenlebens – Erinnerungen an den ersten Kuss, als sie sich während der Studienzeit begegneten, an erste gemeinsame Nächte unter dem Göttinger Sternenhimmel, rauschen durch Noras Geist. Wie loslassen, wie neu beginnen?

"Die Launen des Teufels" von Silvia Stolzenburg, habe ich vom Bookspot Verlag als Reziexemplar zugesendet bekommen. Klappentext:
Ulm, Oktober 1349: Nachdem die schweren, bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen den Handwerkszünften und dem städtischen Patriziat beigelegt sind, herrscht dank der Unterzeichnung des Kleinen Schwörbriefes wieder Frieden in der mächtigen Handelsmetropole an den Ufern der Donau. Um den Reichtum der Stadt zu mehren und Gott ein Denkmal zu setzen, wird mit dem Aushub einer riesigen Baugrube begonnen, die schon wenige Jahre später den Grundstein zum Bau des gewaltigsten und himmelstürmendsten Kirchenbaus der Welt empfangen soll.
Als der habgierige und grausame Glockengießermeister Conrad beschließt, sowohl das Bauvorhaben als auch die damit einhergehende Korruption zu missbrauchen, um Reichtum und einen Sitz im Rat der Stadt zu erlangen, findet sich seine vierzehnjährige Tochter Anabel plötzlich mitten im turbulenten Stadtgeschehen wieder. Begehrt vom Abt der Barfüßerabtei, in der sie als Helferin im Hospital arbeitet, erfährt sie die ungeschminkte Wahrheit über ihren Vater, als dieser sie an den Klostervorsteher verpfändet...

Mittwoch, 27. Juli 2011

[Rezi] Das Mädchen im Wald

McMahon, Jennifer:
Das Mädchen im Wald : Roman / Jennifer McMahon. - Reinbek bei Hamburg : rororo, 2007. - 316 S.
ISBN 978-3499244803

Rezension:
"Ich schüttelte den Kopf und hatte dabei merkwürdigerweise das Gefühl zu lügen. Ich dachte an das schmutzige Nachthemd und die schlammverkrusteten Strümpfe meiner Mutter und fragte mich, wann sie wohl draußen gewesen und wohin sie gegangen war. Was sie gesehen haben mochte. Bestimmt gar nichts. Wahrscheinlich war sie einfach nur über den Hof geschlendert. Der Geist von New Hope" (S. 82, zweiter Absatz)

Del und Kate sind als Kinder Freundinnen. Doch ihre Freundschaft ist nicht wie die aller anderer Kinder - ihre Freundschaft ist geheim. In der Schule reden sie kaum ein Wort miteinander, erst am Nachmittag treffen sie sich und erleben die spannendsten Abenteuer. Eines Tages aber ist Del tot. Niemand weiß wer der Mörder ist, was passiert ist und auch die Polizei findet keinen Verdächtigen.
Jahre später kehrt Kate wieder zurück in das kleine Dorf ihrer Kindheit, denn ihrer Mutter leidet an immer schlimmer werdender Demenz. Doch als sie dort ankommt, geschieht ein Mord. Die Umstände entsprechen denen von Del's Tot nur zu genau. Schnell wird Kate misstrauisch beäugt und hinter ihrem Rücken beschuldigt.
Kate selbst hat plötzlich große Angst, denn es scheint als sei Del wieder da. Schon immer machte man den Geist der "Kartoffeltriene" in der kleinen Stadt für jedes Unglück verantwortlich, doch Kate spürt Del's Anwesenheit geradezu. Immer öfter passieren unheimliche Sachen und plötzlich scheint nicht mal mehr ihrer Mutter  sie selbst zu sein. Mutig macht sich Kate, mit Nicky, Del's Bruder, daran den Mord von damals aufzuklären. Als plötzlich Opal, die Halbschwester von Del, verschwunden ist, macht sich Kate auf den Weg zur alten Farm, auf der Del gelebt hat und steht einem alten Bekannten gegenüber...

Das Buch hat mich überrascht, denn zu Anfang bekam ich nicht das Gefühl der Spannung. Fast wollte ich es zur Seite legen, aber mein innerer Schweinehund hat mich weiter lesen lassen. So habe ich doch noch eine ganz interessante Geschichte lesen können. Zwar ist die Geschichte nicht sehr detailversehen und spannend, wie man es von einem Thriller erwarten würde, dennoch überrascht das Buch, denn es werden einem so viele potentielle Täter vorgeführt, dass man nicht einmal den Hauch einer Ahnung hat, wer es denn nun sein könnte. Zudem gibt es auch eine kleine, aber feine, Liebesgeschichte, die zumindestens kurzweilig das Herzchen erfreut.
Wer einen super spannenden Thriller erwartet wird dies in dem Buch nicht finden, aber wer eine interessante Geschichte mit einem Hauch Mystery und einer tiefen Freundschaft lesen mag, der sollte sich das Buch schnappen...

Das Cover:
Ein dunkler Wald - so passt das Cover gleich zum Titel des Buches. Die Farben sind dunkel gehalten und der Name in rot spiegelt sich im Wasser des kleinen Flusses der durch den Wald fließt wider. Es hat so den Anschein als würde Blut durch den Fluss fließen.

Die Autorin:
Jennifer McMahon wuchs in Connecticut auf. Sie hat als Anstreicherin, Farmarbeiterin, Druckvorlagenherstellerin, Pizza-Ausfahrerin sowie in einem Obdachlosenheim gearbeitet und war in der Betreuung seelisch kranker Kinder und Erwachsener tätig. Die Autorin lebt mit ihrem Freund und der gemeinsamen Tochter in Vermont.  

Weitere Bücher:
  • Die dunkle Stimme der Schuld (2010)
  • Die Insel der verlorenen Kinder (2009)

Montag, 25. Juli 2011

[Rezi] Endlich

Von Kürthy, Ildikó:
Endlich! : Roman / Ildikó von Kürthy. - Berlin : Wunderlich, 2010. - 320 S.
ISBN 978-3805208987

Rezension:
Vera Hagedorn ist entsetzt: ihr Leben nimmt gerade einen falschen Verlauf. Ihr Mann trennt sich von ihr und sie steht mit riesen Fragezeichen über dem Kopf da, denn sie kann nicht verstehen warum er sie nicht mehr liebt.
Was soll sie nun bloß tun? Er war doch immer ihre große Liebe!
Um wieder attraktiver zu wirken probiert sie alles Mögliche. Sie legt Schönheitsmasken auf und betätigt sich mal wieder sportlich - vielleicht um sich selbst auch besser zu fühlen. 
In einem Kurhotel nimmt sie an einem Seminar teil. "Nackt besser aussehen" verspricht so einiges, doch der Trainer scheint sich nicht einmal selbst damit auszukennen. 
Nach einer durchzechten Nacht lernt sie plötzlich einen neuen Mann kennen und ihr wird klar: Vielleicht hat sie die große Liebe ja noch gar nicht getroffen..

Ildiko von Kürthy hat mich bisher immer sehr begeistert. Diesmal aber ist es nicht ganz so mein Fall gewesen. In diesem Buch schweift sie doch recht häufig ab und macht es nicht ganz so spannend und lustig wie sonst. Daher habe ich das Gefühl gehabt, dass das Abschweifen nur eine Ablenkung war, da sonst keine neuen Verwicklungen eingefallen sind. Schade.





Das Cover:
Das Cover finde ich sehr schön. Es wirkt auf den ersten Blick recht schlicht mit einem großen Schmetterling vorne drauf. Wenn man aber genau hin sieht sueht man wie die Farben des Schmetterlings (Pink und Rosa) und des Hintergrunds (Orange-Gelb) sich miteinander vermischen.

Die Autorin:
Die freie Journalistin und Autorin wurde 1968 in Aachen geboren und arbeitete viele Jahre als Redakteurin bei den Zeitschriften "Stern" und "Brigitte". Sie lebt mit ihrem Mann, ebenfalls Journalist, und zwei Kindern in Hamburg.

Weitere Bücher:
  • Schwerelos (2009) - Rezi folgt
  • Höhenrausch (2007) - Rezi folgt
  • Blaue Wunder (2005) - Rezi folgt
  • Freizeichen (2004) - Rezi folgt
  • Herzsprung (2002) - Rezi folgt
  • Mondscheintarif (1999)

[Rezi] Gone baby gone

Lehane, Dennis:
Gone baby gone : kein Kinderspiel ; Roman / Dennis Lehane. - Berlin : Ullstein, 2007. - 528 S.
ISBN 978-3548267357

Rezension:
Wie verhält man sich, wenn das eigene Kind plötzlich verschwindet? Welche Gefühle steigen in einem auf, wenn man sich umblickt und die Hand die man eben noch aus Liebe in seiner eigenen hielt, nicht mehr da ist?
Genau dies passiert der jungen, drogenabhängigen Mutter Helene McCready. Plötzlich ist ihre Tochter nicht mehr da! Wo jede andere Mutter verzweifelt sein würde, stürzt sie sich in einen noch tieferen Dorgen-  und Alkoholrausch.
Daher ist es auch nicht Helene, die das privater Ermittlerteam Patrick Kenzie und Angie Gennaro zu dem Fall hinzuzieht. Nein das ist die Tante von der kleinen Amanda, denn Helene scheint sich nicht einmal große Sorgen zu machen, da sie kaum etwas wahrnimmt.

Die Suche nach der Kleinen zieht immer weitere Kreise, bis Patrick und Angie mit den ermittelnden Polizisten zusammen arbeiten.
Patrick entdeckt nach und nach Ungereimtheiten und es wird klar, dass die Entführer ganz in der Nähe sind. Und warum das Mädchen entführt worden ist, wird auch schnell klar, nämlich um sie zu retten - vor ihrer Mutter und einem Leben im Dreck. Als gerauskommt, wer Amanda entführt hat, stehen Patrick und Angie vor einer schweren Entscheidung:
Angie die plötzlich auf der Seite der Entführer steht möchte der kleinen Amanda die grausame Zukunft ersparen, doch Patrick will Gerechtigkeit und das die Familie wieder zusammen geführt wird.
Das er damit seine Beziehung zu Angie zerstört und auch das Leben Amandas für immer verändert kann er dabei nich berücksichtigen..

Ein fesselndes Buch, welches Fragen in einem aufwirft. Denn ist es wirklich immer die richtige Entscheidung eine Familie wieder zusammmen zu führen, wenn man doch schon sehen kann, was das für die Zukunft bedeuten würde? Sollte man immer der Gerechtigkeit folgen? Ein Buch das traurig macht und zeigt, dass nicht jede Mutter, die Liebe zu einem Kind schätzt und nicht immer bereit ist alles für das Kind zu geben. Ein Buch das aufweckt und im Kopf und Herz hängen bleibt. Und am Ende stellt man sich nur eine Frage: Wie würde ich selbst entscheiden?
Mich hat das Buch sehr traurog gestimmt, den insbesondere das Ende beweist, dass Entscheidungen die auf den ersten Blick richtig erscheinen, nicht immer gut sein müssen...




Das Cover:
Diese Cover enspricht dem Cover der DVD. Vor der Skyline der Stadt steht ein junger Mann mit einer Pistole in der Hand.

Der Autor:
Dennis Lehane wurde 1966 in Dorchester, Massachusetts, geboren. Bekannt wurde er mit seiner Krimiserie um Patrick Kenzie und Angela Gennaro. Clint Eastwoods Verfilmung seines Romans "Mystic River" wurde mit mehreren Oscars ausgezeichnet

Weitere Bücher:
  • Moonlight Mile (2011)
  • Shutter Island (2005)
  • Streng vetraulich (2004)
  • Absender unbekannt (2004)

[Worte] Fertig

Nun habe ich zwar "All  inklusive" beendet und meine Rezi liegt mir schon auf der Zunge, leider aber müssen sich alle noch ein wenig gedulden, da ich dieses Buch offiziell noch nicht rezensieren darf.. Aber ich kann ja schon mal sagen, dass es eine sehr interessante Geschichte ist ;)

Freitag, 22. Juli 2011

[Rezi] Erlösung

Adler-Olsen, Jussi:
Erlösung : der dritte Fall von Carl Morck, Sonderdezernat Q ; Thriller / Jussi Adler-Olsen. - München : dtv premium, 2011. - 587 S.
ISBN 978-3423248525

"Wenn es gleichzeitig schneit und taut, kann man erleben, wie sich die Schneeflocken beim langsamen Sinken zur Erde auflösen. Wie das Leichte und Schöne von der Luft aufgesogen wird, in der es entstanden ist. Wie die Magie jäh verschwindet.
Wie eine solche Schneeflocke fühlte sie sich jetzt, als er ihre Beine packte und sie ihr unter dem Körper wegriss. Im Fallen sah sie, wie sich ihr Leben auflöste und alles, was sie kannte, zu Pulver wurde. Sie spürte nicht, wie ihr Kopf auf den Boden knallte, nur, dass er ihre Beine immer noch festhielt." (S. 216, Zeile 7 - 15, Kapitel 20)

Dies ist der dritte Fall von Carl Morck. Diesmal darf er sich einer alten Flaschenpost widmen. Der enthaltene Brief ist kaum noch zu lesen, denn der Weg der Flasche war nicht nur im Wasser lang. Jahre stand sie unbeachtet und vergessen auf einer Fensterbank und war aller Helligkeit und Hitze ausgesetzt.
Das was von dem Brief noch übrig ist, bringt nur Verwirrung, denn kaum ein Wort ist zu entziffern. Carl, Assad und Rose machen sich daran den Brief zu bearbeiten um die Wahrheit zu erfahren. Doch sie kommen nicht weiter, bis Yrsa, die Schwester von Rose, auftaucht.
Zur gleichen Zeit wird eine Familie bedroht. Zwei ihrer Kinder wurden entführt und sie sollen eine hohe Summe bezahlen, um sie wieder zu bekommen. Der Glaube spielt in der Familie eine große Rolle, so trauen sie sich nicht die Polizei zu rufen. Was sie nicht wissen, sie sind nicht die erste Familie, der das geschieht, und niemals kamen beide Kinder nach Hause...
Als Carl und seine Mitarbeiter immer mehr des Briefes entziffern können und sich auf die Suche nach dessen Schreiber machen, geschieht plötzlich so viel auf einmal, dass sie den Überblick verlieren. Den Täter den sie suchen, können sie nicht entlarven, denn er passt sich wie ein Chamäleon der Umgebung an. Ein schwerer Autounfall geschieht, zwei Frauen werden versucht zu töten, eine junge Frau stirbt in ihrem Haus, niemand will reden und Carl merkt nicht, wie nahe er dem Täter ist...

Dieses Buch hat mich wieder sehr glücklich gemacht. Wie bei Adler-Olsens erstem Buch, konnte ich dieses kaum aus der Hand legen.
Auch wenn die Schreibweisen immer wieder wechseln und aus den Perspektiven der verschiedensten Leute geschrieben werden, verliert man nicht den Überblick. Man bekommt einen Einblick in die Verschworenheit religiöser Sekten und natürlich kommt auch Carl's Humor nicht zu kurz. Rasand erlebt man die Suche nach einem Mörder, den keiner beschreiben kann und dessen Weg viele Leichen pflastern. Carls Leben wird wieder einmal auf den Kopf gestellt und auf der Suche möchte man ihm doch so gerne einen Hinweis geben...
Wer nach dem zweiten Buch, wie ich, etwas enttäuscht war, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. 
Diesen Thriller sollte man nicht verpassen!

Donnerstag, 21. Juli 2011

[Rezi] Das Kind

Fitzek, Sebastian:
Das Kind : Psychothriller / Sebastian Fitzek. - München : Droemer Knaur, 2008. - 400 S. 
ISBN 978-3426197820

Rezension:
Der Anwalt Robert Stern lebt schon lange nur noch für seinen Beruf. Irgendwie muss er sich ja von der Trauer um seinen Sohn ablenken. Dieser starb zwar schon vor Jahren an plötzlichem Kindstot, aber das Leid lässt Stern noch immer nicht in Frieden. Jede freie Minute muss er an den Kleinen denken. 
Der nächste Fall soll ihn ablenken und seine ganze Aufmersamkeit auf sich ziehen. Dies aber geht gründlich schief: Sein neuer Mandant möchte nicht zu ihm kommen. Stern muss sich für das Gespräch des Nachts auf den Weg zu einem alten Industriegebiet machen. Dort erwartet ihn ein Transporter, darin sein Mandant: ein 10-jähriger Junge, der behauptet in seinem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein.
Stern traut seinen Augen und Ohren nicht und will den Fall sofort von sich weisen, doch der Junge trifft ihn mitten ins Herz, denn er meint Beweise zu haben, dass Sterns Sohn noch am Leben ist.
Dieser will das gar nicht wahrhaben, doch zumindest geht er mit dem Jungen zu einer Rückführung. Stern erfährt Details von mehreren Morden, bei denen er die Spuren verfolgt und erkennt, dass der Junge die Wahrheit spricht.
Er schöpft Hoffnung, denn es scheint als sei sein Sohn noch immer am Leben...

Dieses Buch ist auf den ersten Blick so unrealistisch, wie es nur geht. Denn hat ein Mensch wirklich mehrere Leben? Doch wie kann sich ein Junge sonst so detailgenau an verschiedene Morde erinnern?
Spannung von der ersten, bis zur letzten Seite reißt einen mit und man traut sich kaum das Buch aus den Händen zu legen. Es könnte ja sein das man etwas verpasst... Sebastian Fitzek hat für mich, wie in jedem seiner Bücher, wieder einmal etwas tolles geleistet. In seine Welt einzutauchen bedeutet Spannung zu erleben, unglaubliches wahr werden sehen und Mitgefühl für die Figuren zu entwickeln. Er überrascht immer wieder und fasziniert.
Jedes Mal wenn mich jemand fragt, welchen Autor ich empfehlen würde, ist es Fitzek, denn diese Klarheit und Unklarheit in einem macht seinen Schreibstil so spannend.
Nun wird dieses Buch auch noch verfilmt, da bin ich mal gespannt!



Der Autor:
Sebastian Fitzeks Psychothriller sind definitiv nichts für schwache Nerven. "Therapie", erschienen 2006, war sein erstes Werk - und wurde gleich ein Bestseller. Seither präsentiert der Friedrich-Glauser-Preisträger einen Erfolgstitel nach dem anderen. Zum Glück entstammen die bedrohlichen Plots seiner Fantasie - und ebenfalls erfreulich: Fitzeks Sprache hat wenig mit seinem Uni-Abschluss zu tun. Denn sein erstes Buch schrieb der 1971 geborene Berliner in Form einer Jura-Promotion zum Thema Urheberrecht. Es folgten redaktionelle Tätigkeiten in Funk und Fernsehen. Als Autor und bekennender "Mailoholic" ist Fitzek ebenso fleißig wie kommunikativ, tourt gern auf Lesereisen und ist (fast) immer online. Sein Wohnort ist weiterhin Berlin.

Weitere Bücher:

[Rezi] Vertrau mir blind

Steemers, Nicolet:
Vertrau mir blind : Psychothriller / Nicolet Steemers. - München : Knaur, 2010. - 296 S.
ISBN 978-3426503904

Milla ist jung, auf ihre eigene Art hübsch und abenteuerlustig. Zuweilen wird es ihr in ihrem Heim recht langweilig und sie zieht mit Freunden in der Stadt umher.
Ihre Mutter, mit der sie alleine wohnt, findet das gar nicht immer gut und ermahnt sie oft zur Vorsicht.
Milla aber sieht all das nicht und hasst die übertriebene Fürsorge.
Als sie an einem Wochenende zu ihrem Vater fahren soll, passiert das Schreckliche: sie kommt niemals bei ihm an. Niemand scheint Milla gesehen zu haben und ihre Mutter weint um ihr kleines Mädchen. Es dauert Wochen, bis man Milla findet. In einem Park sitzt sie auf einer Bank, abwesend und schweigsam. Niemand kann aus ihr herausbekommen, was in den Wochen passiert ist, in denen sie verschwunden war.
Ihre Mutter hält das Schweigen nicht mehr aus und hofft durch einen Besuch bei einem befreundeten Psychologen an sie ran zu kommen.
Doch auch hier schweigt Milla - zumindest zu Anfang. Nach und nach öffnet sie sich ihm aber und es scheint als würde sie wieder die Alte werden.
Milla's Mutter aber ist nicht zufrieden, denn sie weiß immer noch nicht was passiert ist.
Genauestens beobachtet sie ihre Tochter und ihr fällt auf, dass etwas zwischen dem Psychologen und ihr vorgeht.
Als sie herausfindet, was in den vergangenen Wochen wirklich geschehen ist und einem vermeintlichen Bekannten auf die Spur kommt, gerät sie selbst in Gefahr und Milla scheint wieder veschwunden...

Ein Buch über eine recht normale Familie, in der das Kind plötzlich verschwindet. Als sie wiederkommt ist sie plötzlich nicht mehr die Selbe.
Die Autorin beschreibt in diesem Buch eine Variante des Stockholm-Syndrom, eine Abhängigkeit von einem Leid zufügenden Menschen.
Die Geschichte ist recht kurz gehalten, hat dennoch alles in sich verpackt. Ab und an scheinen Teil zu kurz gehalten und hätten ruhig etwas länger sein können. Einen Psychothriller hätte ich das Buch nicht unbedingt genannt, denn die Spannung fehlt größtenteils. Am Ende wird es dann aber dennoch richtig interessant, insbesondere als der Täter entlarvt wird..
Das Buch ist schnell gelesen und für zwischendurch eine interessante Alternative.

Mittwoch, 20. Juli 2011

[Rezi] Bevor ich sterbe



Downham, Jenny:
Bevor ich sterbe : Roman / Jenny Downham. - München : Goldmann, 2009. - 320 S.
ISBN 978-3442471065

Für Tessa ist das Leben schon fast vorbei, obwohl sie gerade einmal 16 Jahre jung ist.
Es sind die Ärzte die ihr die Hoffnung auf ein Überleben nehmen und somit einen Schlussstrich ziehen. Nach einem jahrelangen Kampf, ist plötzlich klar, dass sie die Leukämie nicht überleben wird.
Erst ist Tessa niedergeschlagen und zieht sich zurück - will alleine sein, doch dann wird ihr klar, dass das Ende nicht so aussehen kann!
Sie stellt eine Liste auf, für Dinge, die sie unbedingt noch erleben möchte, bevor sie sterben muss. Es gibt noch so vieles, was sich nicht erlebt hat. Tessa will Abenteuer erleben, sich betrinken und nicht mehr wissen was an diesem Abend geschah, Drogen ausprobieren, Verbotenes tun und - für sie ganz wichtig - Sex haben.
Lieben will sie nicht, denn wie soll das auch funktionieren? Immerhin wird sie bald nicht mehr da sein.
Alles auf ihrer Liste kann sie abhaken und sie ist glücklich.
Dann aber erobert ihr Nachbar kämpferisch ihr Herz. Adam hat sich in Tessa verliebt und möchte ihr das auch zeigen, sie aber streubt sich dagegen.
Doch hält sie dies nicht lange durch, denn auch sie hat sich in ihn verliebt.
Adam zeigt Tessa was Leben bedeutet und macht sie glücklich, ist mit ihr unterwegs und steht ihr bei, als die Krankheit immer schlimmer wird, selbst ohne Haare liebt er sie noch...
Trotz aller Liebe aber kann er Tessas Leben nicht retten und muss zusehen, wie ihr Körper immer mehr dahinschwindet und seine Liebe nur immer größer...

Mich hat dieses Buch sehr berührt. Die Geschichte ist so klar dagestellte und man weiß, es wird ein unabänderliches Ende geben und kein "Happy-End". Liest man den Klappentext, ist das einem schon klar und nur wer den Mut hat ein Buch des Abschieds zu lesen, sollte sich daran wagen.
Trotz allen Leids und Schmerz des Buches, muss man auch immer wieder seufzen. Diese Liebe, die schon von Anfang an, niemals richtig wachsen darf, berührt das Herz. Auch lachen kann man ab und an, denn Tessa erlebt allerhand. 
Nichtsdestotrotz ist das Buch eines über das Lebensende in jungen Jahren, über eine Krankheit, die alle Kräfte aus einem saugt, traurig und schön... und trotz allem ein kleiner Mutmacher

Dienstag, 19. Juli 2011

[Worte] Danke!

Heute war ich ganz erstaunt darüber, dass ein Briefkasten lag, mit dem ich gar nicht gerechnet habe - und natürlich habe ich mich sehr darüber gefreut! Daher wollte ich es als DANK gleich hier posten :)
Die liebe Abadia hat bei uns das Buch "Die Kosmonauten" gewonnen und sich was ganz niedliches ausgedacht:

Chip & Stevie beim Leckerchen futtern
Ich habe von ihr ein liebe Karte bekommen und meine beiden Kater Chip und Stevie haben eine kleine Packung Leckerchen erhalten...
Es hat den beiden so gut geschmeckt, dass sie nicht mal den Kopf heben wollten um in die Kamera zu blicken.
Von den beiden und mir ein ganz großes DANKESCHÖN an dich Abadia (und gute Besserung).
*lächel*

[Rezi] Lucas

Brooks, Kevin:
Lucas : Roman / Kevin Brooks. - München : dtv, 2005. - 448 S.
ISBN 978-3423709132

Caitlin ist ein junges Mädchen, die auf einer kleinen Insel lebt. Ihr Leben geriet schon früh aus den Fugen, als ihre Mutter starb, denn danach war nichts mehr wie vorher. Mit ihrem Bruder und ihrem Vater lebte sie fortan zusammen und musste zusehen, wie sich die letzten beiden Familienmitglieder immer mehr veränderten. Ihr Bruder freundete sich mit komischen Gestalten an und ihr Vater verfiel dem Alkohol. Nur ihre Freunde konnten sie immer wieder aus einem tiefen Loch ziehen.
Im Sommer ein Jahr zuvor, veränderte sich dann aber auch dies, als Lucas auf die Insel kam. Ein geheimnisvoller Junge, der nicht viel über seine Vergangenheit spricht und so den Unmut der anderen Bewohner auf sich zieht. Caitlin fühlt sich gleich zu Lucas hingezogen und freundet sich trotz aller negativen Worten anderer, mit ihm an. 
Ihr Freund heißt das gar nicht gut und auch die anderen Schüler gehen gegen Lucas an. Alles was ab da an auf der Insel passiert, wird Lucas in die Schuhe geschoben: Diebstahl, Zerstörung, Vergewaltigung, selbst Mord.. Caitlin aber weiß die Wahrheit und versucht Lucas zu helfen. Der aber blockt ab und will ihr nicht noch mehr Leid zu fügen. Caitlin aber setzt sich für ihn ein, doch als die Wahrheit ans Licht kommt, ist Lucas nicht mehr da...
Caitlin erzählt in diesem Buch die Geschichte von ihr und Lucas, ein Jahr später ist er noch immer nicht vergessen und ihre Sehnsucht scheint nicht abklingen zu wollen.

Eine Liebesgeschichte, die berührt und traurig macht. Man merkt, dass viele Menschen etwas gemeinsam erreichen können - auch im negativen Sinne. Denn es reicht schon das ein paar Inselbewohner etwas negatives sagen, dann glauben es auch alle anderen.
Das Buch beschreibt den verzweifelten Kampf eines Mädchens, dass versucht einen neuen Ankömmling zu integrieren und miterleben muss, wie alle sich gegen ihn und auch gegen sie stellen.
Ein Buch das traurig endet und nicht nur die Herzen von Jugendlichen berührt. Ein Buch das beweist, dass Gewalt keine Lösung ist und man die Menschen erst einmal kennen lernen sollte, bevor man sie verurteilt...

[Zuwachs] Ich konnt es nicht lassen...

Gerade habe ich mich mal wieder in der virtuellen Büchwelt umgesehen und natürlich wieder was entdeckt, was ich nun auch gleich bestellt, bzw. getauscht habe.
Hach ich kann es einfach nicht lassen *kopfschüttel*
Aber da ich nun versuchen möchte, meinen SuB zu schrumpfen, nehme ich mir zumindestens vor, dass ich meine Finger bei mir behalte, was ab nun neue Bücher angeht ;)
Mal sehen wie lange das klappt.

Nun erst mal die Vorstellung meiner neuen Errungenschaften:

 Seit sechs Jahren lebt Eli mit seiner Familie in einem Bunker, den seiner reicher Vater hat bauen lassen - kurz bevor die USA einem nuklearen Anschlag zum Opfer fielen. Zwar sind er und seine Schwestern jetzt in Sicherheit. Aber ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt wird Eli das Eingesperrtsein zunehmend unerträglicher. Die Lage spitzt sich zu, als die Lebensmittel knapp werden und Eli immer häufiger mit seinem Vater aneinander gerät. Welches Geheimnis verbirgt er? Und stimmt es wirklich, dass es außer ihnen keine Überlebenden gibt?


Der engagierte Roy Basch beendet seine Ausbildung in der renommierten psychiatrischen Klinik Mount Misery. Schnell gerät er in die Mühlen skrupelloser Ärzte, die die Patienten als Versuchsobjekte für ihre Experimente missbrauchen. Und bald werden ihm die Gesetze der Klinik klar: die Irren sind immer die anderen.






 Die anonyme Bloggerin an-G-kozzt hat nur einen Wunsch: Sie will Lucy tot sehen! Und siehe da, am Tag darauf ist das populärste Mädchen der Schule verschwunden. Keine Spur, keine Lösegeldforderung. Einfach weg. Madison hat Lucy als letzte gesehen und glaubt, sie hätte dafür sorgen können, dass ihre Freundin heil zuhause ankommt. Doch Lucy bleibt nicht die einzige, die sich scheinbar in Luft auflöst. Zwei weitere Schüler sind plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Was alle drei miteinander verbindet: Sie gehen auf dieselbe Schule, sie sind sehr beliebt, sie sind mit Madison befreundet und  an-G-kozzt   sehnt ihr Verschwinden herbei. Kein Wunder, dass Madison fast durchdreht, als ein Brief ankündigt, sie könne das nächste Opfer sein ...


Eine hippe Einweihungsparty im Bootshaus: So feiern die Freshmen ihre Ankunft im Solomon-College. Doch dann beobachtet der stille Robert das Unfassbare: Ein Mädchen läuft in tiefer Nacht in den See. Sie wird von einem merkwürdigen Strudel erfasst und ertrinkt. Robert versucht zu helfen - doch er hat keine Chance. Am nächsten Morgen glaubt ihm niemand seine Geschichte, obwohl tatsächlich ein Mädchen spurlos verschwunden ist. Aber Lisa kann nicht in den See gelaufen sein. Denn Lisa sitzt seit ihrer Geburt im Rollstuhl.


Die packende Suche eines Mädchens nach ihrer verschwundenen Schwester
Seit Ellies heißgeliebte, temperamentvolle Schwester Nina vor zwei Jahren spurlos verschwunden ist, hat Ellie nur noch einen Gedanken: Nina wiederzufinden. Vergeblich - selbst Ellies beste Freundin ist überzeugt: Nina ist nicht mehr am Leben. Da trifft Ellie den attraktiven Sean. Sean will Ellie bei ihrer Suche helfen, hat er doch selbst einen Bruder verloren. Ellie lässt alles stehen und liegen, um mit Sean einen verrückten Roadtrip zu unternehmen, auf den Spuren Ninas. Bald verliebt sich Ellie rettungslos in Sean - doch er verbirgt ein dunkles Geheimnis ...


Cassies Stiefvater Rick ist Psychiater. Drei seiner jugendlichen Patienten nahmen sich unter mysteriösen Umständen das Leben. Kein Zufall, glaubt Cassie, und durchsucht heimlich die Patientenakten. Alle drei Verstorbenen erhielten die Verhaltensdroge Socom - ohne Erlaubnis von Eltern oder Behörden. Doch ehe Cassie Ricks illegale Experimente an eine Journalistin verraten kann, lässt er die Stieftochter in das Erziehungscamp Peaceful Cove einweisen. Dort beginnt die Hölle: eiserner Drill, Beruhigungsmittel und ständige Überwachung. Aber Cassies Willen kann niemand brechen. Schnell gewinnt sie eine Verbündete und zusammen planen die Mädchen den Ausbruch ...


Hach ja, aber die Bücher schienen mir alle sehr interessant... Da konnte ich doch nicht wiederstehen?!!? ;)

Montag, 18. Juli 2011

[Rezi] Erbarmen

Adler-Olsen, Jussi:
Erbarmen : Thriller / Jussi Adler-Olsen. - München : dtv pemium, 2009. - 420 S.
ISBN 978-3423247511

Dies ist der erste Fall von Carl Morck, so las ich damals im Klappentext und ich dachte mir, dann bin ich mal von Anfang an dabei und habe mir das Buch gleich gegriffen - wie sich rausstelllte ein Glücksgriff! Bevor ich auch sein drittes Buch fertig gelesen habe, folgt hier nun meine Rezi zu seinem ersten.
Carl Morck ist ein Ermittler aus Kopenhagen. Wie in jedem Lang müssen Stellen gekürzt werden, um Carl aber nicht zu kündigen, wird das Sonderdezernat Q ins Leben gerufen. Er soll sich um Fälle kümmern, die niemals gelöst worden sind. Für ihn scheint die Beschreibung des Jobs wie der Himmel auf Erden, denn sein Büro muss in den Keller verlegt werden und dort wird sicher niemand merken, wenn er den Arbeitstag einfach mal verschläft... Doch so einfach wird es nicht, denn plötzlich steht ein junger Mann in seinem "Büro": Assad sein neuer Assistent, der Carl ziemlich schnell mit seinen Angewohnheiten, auf die Nerven geht.
Der erste Fall, den die beiden auf den Tisch bekommen, scheint schon ziemlich klar: eine Frau verschwand vor Jahren von einer Fähre. Für Carl ist klar: die lebt nicht mehr. Assad aber lässt nicht locker und steckt seine Nase weiter in den Fall. Er findet immer mehr Hinweise und bringt Carl auf die richtige Spur.

In einem Betonbunker geht nach fast 130 Tagen das Licht an. Eine junge Frau liegt zusammengekauert auf dem Boden und zuckt vor der Helligkeit zusammen. Schon lange hat sie kein Licht mehr gesehen, doch nun wird ihr Licht für ein Jahr anbleiben  - so zumindest sagt es eine Stimme, die aus einem Lautsprecher von der Decke - hallt.
Die junge Merete kennt selbst nicht den Grund, warum sie in dem Raum festgehalten wird. Sie kriegt essen und Luft, doch hat sie seit dem sie eingesperrt ist, keinen Menschen mehr gesehen. Was sie nicht weiß, ihre Zeit ist bald abgelaufen, denn die Täter haben ein Vorrichtung entwickelt, die ihr nach und nach die Luft absaugen wird.

Carl und Assad kommen dem Fall immer näher und durch einen Zufall entdecken sie, wo Merete sein könnte. Sein Chef aber glaubt nicht daran, dass die Frau noch lebt, denn mittlerweile sind einige Monate vergangen. Carl aber lässt sich nicht abbringen und macht sich auf die Suche, bis er vor einer hohen Betonmauer steht...

Der Debüroman von Jussi Adler-Olsen hat mir erst einmal die Sprache verschlagen. Der Ermittler ist unverblühmt und direkt, kommt mit seinem Leben nicht ganz so klar und sucht in seiner Arbeit eine Zuflucht um sich nicht um seinen störrischen Sohn zu kümmern. Mit Charm und Witz beschreibt Adler-Olsen das Leben von Carl Morck. Dem gegenüber stehen die Beschreibungen einer grausamen Tat und Quälerei. Adler-Olsen nimmt kein Blatt vor den Mund und baut die Spannung gut auf, bis sie in einem sensationellen Ende erblüht.
Tolles Buch von einem Autor, der sicher noch einige Fälle mehr umschrieben wird. Wer Spannung und Humor gleichermaßen mag, der ist mit dem Ermittler Carl Morck gut bedient...

Sonntag, 17. Juli 2011

[Rezi] Gefangene des Feuers

Howard, Linda:
Gefangene des Feuers : Roman / Linda Howard. - Hamburg : Mira Taschenbuch, 2011. - 352 S.
ISBN 978-3899418606

Es ist 1871: Anni ist eine junge, aufstrebende Ärztin, alleinstehend aber glücklich. Ihr Leben könnte nicht erfüllter sein, denn Ärztin zu sein - und von Patienten aktzeptiert zu werden - wahr immer ihr größter Wunsch.
Nach einer schweren Geburt macht sie sich wieder auf den Weg in ihre bescheidene Hütte, doch dort wird sie schon erwartet: ein gefährlicher Mörder hat sich in ihr Heim geschlichen. Rafe McCay entführt sie, damit sie ihn behandelt, da er angeschossen worden ist. Zu Anfang ist Anni noch ängstlich, nach und nach aber bemerkt sie, das ihre Gefühle in Rafe's Gegenwart verrückt spielen.
Auch der schweigsame, abweisende Rafe, entwickelt Gefühle für die zierliche und schöne Anni.
Zum ersten Mal traut er sich den Grund zu nennen, warum ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt worde ist, und Anni begreift, dass nicht er der Böse ist. Die Liebe empfängt die beiden und gemeinsam wollen sie Rafe von der falschen Schuld befreien. Doch dies ist einfacher gesagt als getan, denn immer wieder stellen sich ihnen weitere Kopfgeldjäger in den Weg und irgendwann selbst der Marshall der McCay am liebsten gleich töten würde. Als dieser aber merkt, dass Rafe keine Schuld trägt, versucht er mit den beiden alles Mögliche um ihrer Liebe eine Chance zu geben...

Dies war mein erstes Buch von Linda Howard, daher war ich bisher nicht mit ihrem Schreibstil konfrontiert.
Die Grundstory des Buches finde ich sehr interessant: ein Mörder der eine Unschuldige entführt und die gemeinsam sein Leben retten wollen. Der Anfang wird ausführlich beschrieben und die Figuren, sowie deren Tun, kann man sich gut vorstellen. Nach und nach entwickelt sich zwischen den beiden eine Liebesbeziehung. Howard beschreibt die Liebesszenen detailiert, was die ersten Male noch ganz okay ist. Für mich wirkt dies mit der Zeit aber etwas "übertrieben", zumal dies zum Ende hin kaum noch thematisiert wird. Dort kommt wieder die Geschichte über Rafe's Verbrechen und Untaten in den Fokus, was auch recht interssant ist. Die Details die bei der "Liebe" zu intensiviert werden, sind zum Schluß zu minimal. Die Abschnitte werden kürzer und die Zeitsprünge größer. Dennoch lässt sich das Ende nachvollziehen und ist interessant und schön.
Meine Bedenken lagen darin, dass ich nicht der größte Fan von historischen Romanen bin und ich nur selten zu diesem Genre greife. Doch obwohl das Buch Ende des 19. Jahrhunderts spielt, sind die historischen Details nichts zu intensiv behandelt.
Dieses Buch würde ich Lesern empfehlen, die sich für Geschichten um Lügen und Intrigen, Leidenschaft und Liebe interessieren.





Mein Dank für dieses Rezenionsexemplar geht an den Mira-Taschenbuch-Verlag

[Zuwachs] Rest-KW 28


Nun folgt eine kleine Zusammenfassung der Bücher, die mich den Rest dieser Woche erreicht haben:
  • "Because of you" von Sarah Dessen habe ich getauscht, da ich das erste Buch, welches ich von ihr las, super schön fand und hoffe dass das zweite Buch mithalten kann. Klappentext: Ziellos läuft Auden jede Nacht durch Colby, eine Kleinstadt am Meer, wo sie ihren Vater und seine neue Frau besucht. Sie schläft nicht mehr, seit sie als Kind wach blieb, um die Streitereien ihrer Eltern zu verhindern. Bei ihren Streifzügen trifft sie auf Eli, Einzelgänger und Nachtwanderer wie sie. Mit ihm holt sie ihre verpasste Kindheit nach, aber auch Elis Seele ist verwunde...
  • Der Conte Verlag hat mir zwei Bücher zukommen lassen: "Pixity" von Dieter Paul Rudolph. Klappentext: Auf der Suche nach dem Mörder eines Geschäftspartners gerät der Programmierer Nils Bentner tief in eine von ihm selbst geschaffene Welt. Was für ein wunderbarer Ort! Pixity ist eine virtuelle Stadt aus animierten Figuren und Sprechblasen, ein multimedialer Chat für Jugendliche, der das Unmögliche möglich macht. Aus Männern werden Mädchen, aus einer Person zwei oder aus zwei Personen eine. Jeder ist ein anderer und dieser andere ist vielleicht man selbst. Eine Stadt aus Lügen und ohne Gesichter, ein pädagogisches Idyll über einer Kloake aus Pädophilie und obskurem Sex.
    Je deutlicher sich aber die Gesichter aus dem virtuellen Nichts schälen, desto diffuser werden sie in der Wirklichkeit. Noch bevor Bentner zwischen Tätern und Opfern, Rächern und Gerächten unterscheiden kann, steht er selbst in der Schusslinie eines plötzlich sehr realen Krieges. 
  • ...und "Galgentod auf der Teufelsburg" von Elke Schwab. Klappentext: Ein toter Lehrer in einem Saarlouiser Gymnasium. In der Aula, vor den Augen aller Schüler und deren Handykameras. Diskretion unmöglich. Jürgen Schnur und sein Team stehen vor einem Fall, der Geduld und Fingerspitzengefühl erfordert. Schweigsame Lehrer, störrische Schüler und die verführerische Mirna erschweren die Ermittlungen. Ein zweiter Todesfall auf der Teufelsburg erhöht den Druck auf die Polizisten. Was hat es mit dem unscheinbaren Fred Recktenwald auf sich, der auf der Teufelsburg als Fremdenführer arbeitet?
    Tote Lehrer, gefräßige Krähen, alte Rachegefühle und weibliche Reize stellen Jürgen Schnur, Erik Tenes und die "Neue", Andrea Westrich, vor einen nervenaufreibenden, scheinbar unlösbaren Fall. Aber auf Kullmann ist Verlass. 
  • Zu guter Letzt habe ich noch ein weiters Buch ertauscht, da der Klappentext sich sehr interessant anhört: "Seven Souls" von Barnabas Miller. Klappentext: Mary war nicht nur das beliebteste und hübscheste Mädchen der Schu le, sondern auch das am meisten gehasste – und deshalb musste sie sterben. Aber ihr Tod ist nicht das Ende, sondern erst der Anfang. Ein Fluch sorgt dafür, dass sie den Tag, an dem sie starb, immer wieder erleben muss. Aus der Perspektive ihrer sieben Freunde lernt sie eine ganz andere Mary Shayne kennen. Und bekommt sieben Mal vor Augen geführt, dass jeder gute Gründe hatte, sie zu hassen.

Freitag, 15. Juli 2011

[Rezi] Die Wolke

Pausewang, Gudrun:
Die Wolke : Jetzt werden wir nicht mehr sagen können, wir hätten von nichts gewußt / Gudrun Pausewang. - ..., 1987 
ISBN 978-3473350865

Schon kurz nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl wagte sich Gudrun Pausenwang an das gewagte Thema "Atomkatastrophe und deren Folgen" heran.

In "Die Wolke" beschreibt sie die Folgen einer solchen Katastophe, wie sie aussehen könnte, würde dies in Deutschland geschehen:
Es scheint ein ganz normaler Schultag, als plötzlich ein durchdringender Alarm die Luft um die Menschen, einer kleinen Stadt, erfüllt. Nach kurzer Verwirrung wird klar: ein Reaktorunfall ist die Ursache. Die junge Janna-Berta macht sich schnellstmöglich auf den Weg nach Hause, denn ihr Bruder wartet dort auf sie. Die Eltern sind im Urlaub und nicht da, doch Janna weiß sie muss aus der Gefahrenzone! Doch bleibt den beiden nur die Flucht mit dem Rad, denn keiner der Nachbarn ist mehr da. Auf dem Weg aus der Stadt, passiert ein schrecklicher Unfall und sie muss ihren toten Bruder am Straßenrand liegen lassen. Trotz ihrer Eile gerät sie in radioaktiven Regen und wird verstrahlt. 
In einem Krankenhaus, in dem viele ihr Schicksal teilen, muss sie mit ansehen wie andere junge Menschen um sie herum an den Folgen sterben. Ihre Eltern haben noch immer Verbot in die Sperrzone zu kommen und so ist Janna auf sich alleine gestellt.
Sie kämpft - und überlebt, zieht zu ihrer Tante und kann als die Sperrzone endlich aufgehoben wird wieder nach Hause. Auf dem Weg dorthin begräbt sie ihren Bruder. Zuhause erwarten sie ihre Großeltern, die von nichts wissen und es ist schwer ihnen die Wahrheit zu vermitteln. Janna muss mit dem Schmerz des Verlustes klarkommen und mit einer Krankheit, die ihr jederzeit das Leben nehmen kann...

Selbst im Jahr 1986 geboren, habe ich von der Katastrophe in Tschernobyl, die kurz vor meiner Geburt stattfand, nicht ganz so viel mitbekommen. Ab einem gewissen Alter, aber interessierte ich mich schon sehr dafür. Bilder und Berichte über Erfahrungen und Erlebnisse in der Katastrophenstadt lassen einen auch nicht wieder los... Dieses Buch empfehle ich nicht nur, da es gerade dieses Jahr wieder ein aktuelles Thema geworden ist.
Die Geschichte ist berührend und zeigt die Folgen eines Reaktorunfalls auf.
Sicherlich ist sie fiktiv und wir können nicht sagen was genau passieren würde, würde dies unsere Wirklichkeit werden, dennoch klärt das Buch auf und macht einiges klar. Auch wenn das Buch nun schon fast ein viertel Jahrhundert alt ist, ist es ein immerwährendes Thema, das wir niemals außer Acht lassen sollten.
Insbesondere etwas für Jugendliche, die man an diesem Thema heranführen will, auch wenn die Beschreibungen nicht beschönigt werden. Doch da sollte klar sein: eine Atomkatastrophe ist alles andere als schön...

[Rezi] Solange du da bist

Levy, Marc:
Solange du da bist : Roman / Marc Levy. - Berlin : Aufbau, 2002. - 277 S.
ISBN 978-3746618364

Als Arthur eines Morgens - wie so oft - in sein Badezimmer kommt und sich der täglichen Reinigung seiner Selbst widmen will, kann er seinen Augen kaum trauen: in seinem Schrank sitzt eine Frau...
Erst spürt er Angst und Verwirrung in sich aufsteigen, dann Neugier. Die junge und attraktive Lauren, dagegen findet nichts ungewöhnliches an ihrem Besuch, denn schließlich ist es ja ihre Wohnung - so denkt sie zumindestens.
Für Arthur aber ist klar, mit dieser durchscheinenden Frau stimmt etwas nicht, doch sie kann sich an nichts erinnern.
Es dauert eine Weile bis Arthur klar wird, dass nur er Lauren sehen kann und somit kann er niemanden um Hilfe bitten, zu erfahren, was mit ihr geschehen ist, denn wer würde ihm schon glauben?
Doch er wiedersetzt sich seinem eigenen Verstand, erlebt mit Lauren, Dinge an die er nie glaubte und verliebt sich in sie.
Als er erfährt, dass sie nach einem schweren Unfall im Krankenhaus liegt und hirntot ist, und doch igrendwie bei ihm, berührt es sein Herz noch umso mehr. Schnell wird klar, dass die Ärzte keine weitere Chance sehen, sie wieder aufzuwecken und Arthur muss einen Weg finden sie nicht zu verlieren und zu retten.
In einem waghalsigen Manöver macht er sich mit einem Freund auf ins Krankenhaus und entführt den leblosen Körper der jungen Frau und versucht sie in seine Wirklichkeit zu holen und erlebt trotz Freude auch Enttäuschung...

Zwar hat dieses Buch schon einige Jährchen auf dem Bukel, aber jedes Mal wenn ich es sehe oder in der Hand halte, jagt es mir wieder einen Schauer über den Rücken.
Diese sanfte Liebesgeschichte ist so berührend und traurig, voller Spannung und Hoffnungen, man kann ihr einfach nicht widerstehen. So unwirklich die Geschichte scheint, so faszinierend ist sie auch. Einen Geist in seinem Badezimmerschrank zu finden, ist schon grausig, doch wenn dieser sich plötzlich als Liebe des Lebens erweist - einfach schön.
Dieses Buch ist ein Kampf ums Überleben einer frisch erblühten Liebe und einer jungen Frau. Ein Kampf darum, dass einem auch die unglaublichsten Dinge geglaubt werden und das tiefe Reinheit einer Liebe aufzeigt.
Ich fand das Buch wunderschön und würde es jederzeit wieder lesen. Daher empfehle ich es auch so gerne weiter...

Donnerstag, 14. Juli 2011

[Rezi] Ich will dich, ich krieg dich

Robertsen, Hedda H.:
Ich will dich, ich krieg dich : Roman / Hedda H. Robertsen. - Berlin : Ullstein, 2009. - 191 S.
ISBN 978-3548280967

Alba ist gerade einmal 19 Jahre jung. Sie verfolgt ihren Traum und arbeitet in einer Buchhandlung. Damit hat sie schon viel erreicht, doch ist in ihr noch immer eine unstillbare Sehnsucht.
Diese Sehnsucht überträgt sich auf einen Mann, der täglich bei ihr eine Zeitschrift kauft und - wie sie sich einredet - Interesse an ihr zeigt.
Tag um Tag steigert sie sich in eine Traumwelt und kann ihre Blicke nicht mehr von ihm lassen - trotzdem traut sie sich nicht ihn anzusprechen.
Erst nach Monaten des Verlangens wagt sie einen Schritt auf ihn zu und spricht ihn an. Doch seine Worte setzen ihr zu, denn natürlich ist er nicht alleine und glücklich mit seiner Liebe. Alba aber kann trotzdem nicht von ihm lassen und geht aufs Ganze.
Plötzlich taucht er aber nicht wieder auf und sie stellt sich das Schlimmste vor. Vielleicht ist etwas schlimmes passiert? Oder er hat sich nun entschieden ihr nicht mehr zu begegnen?
Ihr Herz wird schwer und wenn sie nicht arbeitet, sitzt sie traurig daheim.
Dann aber steht er wieder vor ihr und plötzlich dreht sich das Blatt...

Ich hatte mich für das Buch entschieden, da sich der Klappentext sehr interessant las. Die Geschichte ist auch okay, obwohl man sich die ganze Sehnsucht nicht ganz erklären kann. Als man langsam begreift wird aber schnell klar, dass das Ende ganz anders ausgeht. Dieses ist dann doch recht überraschend - aber gut.
Für zwischendurch ist das Buch ganz gut, es ist ziemlich schnell gelesen, nur sollte es niemand lesen, der gerade selbst im Liebeskummer steckt, denn dann bedrückt es eher...

[Rezi] Creepers

Morrell, David:
Creepers : Thriller / David Morrell. - München : Knaur, 2006. - 428 S.
ISBN 978-3426634479

Rezension:
Sie sind eine kleine Gruppe junger Leute. Sie treffen sich nachts, ausgerüstet mit allem was sie brauchen, für ein kleines Abenteuer. Sie nennen sich "Infiltratoren".
Einer von ihnen sucht sich ein Gebäude aus: ein altes, längst verlassenes Gebäude und plant einen Einbruch.

Dieses mal ist das Objekt der Begierde ein Hotel, welches in den nächsten Tagen abgerissen werden soll. Schon lange hatte dieses Hotel keine Gäste mehr. Doch ein Professor ködert die Truppe, in dem er ihnen von einem Tresor erzählt, der sich darin befindet - bisher nicht entdeckt. Darin: große und kleine Schätze, denn er gehörte einst dem größten Gangsterboss der Stadt.
Des nachts macht sich die Truppe auf den Weg und erklimmt die Festung, doch alles endet anders als erwartet.
Harmlos scheinen die großen, weißen Tiere mit den leuchtenden Augen, die sie verfolgen.
Jedes Zimmer, das geöffnet wird, breitet eine neue Welt vor ihnen aus, zieht sie immer tiefer in den Bann. Ungewöhnliche Geräusche erfüllen die Luft.
Und dann stehen sie vor dem Tresor, doch sie werden schon erwartet und damit fängt der Horror erst an... Schnellstmöglich will die Truppe das Hotel verlassen, doch plötzlich ist der Ausgang versperrt. 
Es gibt nur eine Chance aus diesem Hotel zu kommen und nicht jeder wird wieder frische Luft schnappen können...

Durch Zufall hatte ich dieses Buch damals ergattert und ich war gleich davon gefesselt.
Der Schreibstil von Morrell ist rasant und nimmt einen gleich gefangen. Zudem ist die Story des Buches super spannend. Wer kann sich nicht einmal vorstellen so eine Chance zu nutzen, die doch recht erfolgversprechend scheint? Denn was soll an einem leerstehenden Hotel so schlimm sein? Wer dieses Buch gelesen hat, wird das alles etwas anders sehen...
Jeder der auf Action und Spannung steht und sich gerne in die dunkle Welt eines verlassenden Hotels begeben will. Der sein eigenes Herz rasen hören will und mit jeder Figur mitfiebern, dem kann ich diese Buch guten Gewissens empfehlen!




Der Autor:
Seit er die Figur des John Rambo erfand, gilt der promovierte Literaturwissenschaftler David Morrell, geboren 1943, als Vater des modernen Actionthrillers. Er hat bisher 28 Spannungsromane veröffentlicht, die in 26 Sprachen übersetzt wurden.

Weitere Bücher:

Mittwoch, 13. Juli 2011

[Gewinne] ... bei Buchrücken...

Gerade eben habe ich ein gaaaanz tolles Gewinnspiel entdeckt:


Bei Buchrücken gibt es die Möglichkeit eines von drei Buchpaketen zu ergattern.

Ich finde das Gewinnspiel super, da ich selber noch keines der Bücher gelesen habe und habe mich natürlich gleich für ein paar Lose beworben.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten an Lose zu kommen, aber es lohnt sich.

Teilnahmebedingungen:
  • Teilnehmen kann jeder, ob mit oder ohne Blog, Facebook etc.
  • Ausgelost wird mit dem Zufallsgenerator Random.org.
  • Man darf sich nur für 1 Paket entscheiden.
Das Gewinnspiel geht bis zum 28. Juli 2011.
Um euch alles weitere anzusehen folgt einfach dem Link: Zum Gewinnspiel...

[Zuwachs] Numbers

Gestern kam bei mir der erste Teil von Numbers an und ich habe gleich mal reingelesen. So gerade habe ich es geschafft mich davon zu lösen, denn es fängt interessant an und der Klappentext weckte auch mein Interesse:

Klappentext: Augen, so heißt es, sind das Fenster zur Seele. Doch wenn Jem in fremde Augen blickt, sieht sie eine Zahl. Und die ist unauslöschlich. Denn die Zahl ist ein Datum. Der Tag, an dem ihr Gegenüber sterben wird. Diese Gewissheit hat Jem seit dem Tod ihrer Mutter. Deshalb meidet sie Menschen. Ist am liebsten allein. Bis sie Spinne kennenlernt - und mit ihm das Leben. Jem ist glücklich, zum ersten Mal. Doch als die beiden zum Riesenrad, dem London Eye fahren, passiert es - um sie herum haben alle dieselbe Zahl. Jem weiß: Etwas Furchtbares wird passieren. Heute. Hier. Fluchtartig verlassen Spinne und sie das Gelände. Und lösen damit eine Kettenreaktion aus. Spinne und Jem werden zu Gejagten. Von der Polizei, den Medien, den Menschen. Und Spinnes Todestag rückt näher und näher ...

Als ich dann gestern auch noch im Buchladen stand, blickte ich um mich und lies mich von den Bücher um mich inspirieren und griff automatisch zu dem 2. Teil von Numbers:

Klappentext: 01.01.2028 - An diesem Tag werden sie sterben. Hunderte, Tausende von Menschen. Adam weiß es. Denn wenn er in fremde Augen schaut, sieht er das Todesdatum seines Gegenübers. Diese Gabe, diesen Fluch, hat er von seiner verstorbenen Mutter geerbt. Und offenbar hat auch sie irgendetwas über die bevorstehende Katastrophe gewusst. Adam trifft eine Entscheidung. Er wird versuchen, das Schlimmste zu verhindern. Er wird das Schicksal herausfordern.



So stehen die beiden Bücher bei mir und warten darauf gelesen zu werden *freu*
Vorher gibts noch andere Bücher zu lesen, aber mich juckts ja schon in den Fingern... *hach*

Dienstag, 12. Juli 2011

[Gewinne] Die Gewinner!

Sooo, mein erstes Gewinnspiel ist nun seit gut einer Stunde beendet und nun habe ich die Gewinner gezogen und das, zumindest versucht, bildlich zu dokumentieren:

Erst einmal habe ich alle Nicknamen ausgedruckt...

Stevie hat genau zugesehen wie ich die Zettel faltete...

Stevie und Chip haben auch kontrolliert ob alle Namen drin sind

Zwar hat Chip einmal einen Zettel gezogen, aber leider habe ich es nicht geschafft das auf ein Foto zu bekommen, daher folgen hier nun die Gewinner:


Der 3. Preis "Die Kosmonauten" geht an A.H.
der 2. Preis "Schmetterlingskinder" an Ayanea
und
den 1. Preis "Please, don't hate me" hat Jana gewonnen!


Ich hoffe auch den nicht Gewinnern hat es spaß gemacht und mein Blog gefällt.
Die Bücher werde ich morgen losschicken und ich hoffe sie kommen schnell an.
Bei weiteren Fragen, wendet euch einfach an mich!

Alles Liebe wünscht die Lesefee :)
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