Mittwoch, 7. September 2011

[Rezi] Sarahs Schlüssel

De Rosnay, Tatiana:
Sarahs Schlüssel : Roman / Tatiana de Rosnay. - Augsburg : Weltbild, 2008. - 393 S.
ISBN 978-3833350214

Rezension:
Julia lebt mit ihrem Mann in Frankreich und genießt ihr Leben als Verheiratete und Journalistin. Eines Tages kommt es unweigerlich dazu, dass ihr Mann eine Wohnung vererbt bekommt. Gemeinsam besichtigen sie diese und bekommen erzählt, wer dort einmal lebte: Eine jüdische Familie, die deportiert wurde. Julias journalistisches Gespür lässt sie nicht los und sie fängt an zu recherchieren. Sie möchte wissen ob noch jemand von dieser Familie lebt und mehr über sie erfahren. Und sie wird fündig. Sie reist zurück in der Zeit und erfährt was damals in diesem Haus geschah. In der Vergangenheit, im Jahr 1942, begegnet sie einem kleinen Mädchen, dass damals ihr Leben riskierte, nur um wieder in diese Wohnung zu kommen.
Warum sagte die kleine Sarah keinem. Alles was wichtig war, war der Schlüssel in ihere Hand, der Leben bedeutete. Was hatte dies alles mit ihrem Buder zu tun? Und was verbirgt sich in der kleinen Kammer der Wohnung, die Julia entdeckt hat, aber deren Schlüssel nicht aufzufunden ist?

Dieses Buch ist sehr berührend und jeder sollte es lesen.
Die Rahmengeschichte die sich in der Jetztzeit abspielt, ist eine ganz gewöhnliche, die jedem so passieren kann. Entdeckungen können jeder Zeit selbst im eigenen Heim gemacht werden. So geht es auch Julia, nur verändert dies ihr ganzes Leben.
Die Hauptgeschichte in diesem Buch dreht sich aber um Sarah, die ihre Geschicht und die ihrer Familie erzählt. Das tut sie so leicht und doch zart, dass einem das Herz aufgeht. Nach und nach wird dem Leser bewusst, was sich hinter der Tür verbergen muss und die Gänsehaut und Trauer bleiben nicht aus.
Jeder der sich auch nur ein bisschen für den Holocaust interessiert und eine einfühlsame über Verlust und Familie lesen mag ist mit diesem Buch sehr gut bedient!


 


Das Cover:
Ich habe das Buch in der Weltbildversion gelesen und somit auch diese Cover gehabt, welches mir persönlich besser gefällt als die anderen.
Auf dem Cover sitzt ein kleines Mädchen auf einer Treppe und streichelt einen Hund. Zumindest hat das Mädchen eine große Verbindung zu dem Buch. Die Farben sind in Sepia gehalten und machen somit einen alten Eindruck, was schön zu dem Roman passt.

Die Autorin:
Tatiana de Rosnay wurde am 28. September 1961 in einer Pariser Vorstadt geboren, wuchs in Paris und Boston auf und verbrachte ab den frühen 1980er Jahren mehrere Jahre in England, wo sie an der University of East Anglia, in Norwich Englische Literatur studierte.
1984 kehrte sie nach Paris zurück, wo sie zunächst als Pressesprecherin für das Auktionshaus Christie’s und bis 1993 als Redakteurin für das Magazin »Vanity Fair« arbeitete.
Seit 1992 hat sie in Frankreich acht Romane veröffentlicht.

Weitere Bücher:

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