Samstag, 17. September 2011

[Rezi] Ich darf nicht schafen

Watson, S.J.:
Ich darf nicht schlafen : Thriller / S.J. Watson. - Frankfurt am Main : Scherz, 2011. - 464 S.
ISBN 978-3651000087

Rezension:
Was passiert mit uns, wenn wir uns nicht mehr ans Gestern erinnern können? Vergangene Jahre nicht einer Erinnerung in uns hinterlassen haben und wir uns selbst nicht einmal erkennen? Wie fühlt es sich an in einem völlig fremden Leben zu erwachen?
Genau so ergeht es Christine. Als sie am Morgen aufwacht, kann sie sich nicht erklären, wer der Mann im Bett neben ihr ist. Auch die Einrichtung des Zimmers in dem sie erwacht kommt ihr keinesfalls bekannt vor. Das schlimmste aber passiert, als sie in den Spiegel schaut, denn eine alte Frau starrt sie aus diesem heraus an. Sie kann es nicht glauben, gerade eben war sie doch noch Zwanzig.
Ihr Mann Ben erklärt ihr alles: Bei einem schweren Autounfall vor zwanzig Jahren hat sie einen schweren Hirnschaden davongetragen und kann sich wenn sie schlafen geht, am nächsten Morgen an nichts mehr erinnern. Als sie auf Dr. Nash trifft, fängt sie an ein Tagebuch zu schreiben, dass sie dank seiner Hilfe täglich wieder findet und neu durchlesen kann. Nach und nach kann sie sich so an immer mehr aus ihrer Vergangenheit erinnern. Doch je mehr sie in das Tagebuch schreibt, desto klarer wird, dass ihr Mann sie belügt. Er wollte ihr nie von dem gemeinsamen Sohn erzählen, der angeblich gestorben ist. Immer noch erzählt er ihr das ihre Krankheit folge eines Autounfalls war, wobei sie doch weiß, das dies nicht stimmt. Chritine füllt das Tagebuch mit immer mehr Zweifeln und Wahrheiten und ihr wird klar, das etwas nicht stimmt.
Es ist ihre ehemalige beste Freundin, die sie nach Ben fragt und gemeinsam stellen sie fest, dass der Mann, neben dem Christine Morgen für Morgen ohne jegliche Erinnerung aufwacht, nicht der Mann ist, denn sie einmal geheiratet hat. Doch als das klar wird ist es für Christine fast zu spät...

Das Buch beginnt an einem weiteren Morgen, an dem Christine kein Gedächtnis hat. Dies wird interessant erzählt und man verspürt Lust aufs weiterlesen. Bei mir lies das dann aber erst einmal ziemlich nach, denn der Großteil der dann folgt, sind die Tagebucheintragungen die sie gemacht hat. Zu Anfang leider recht langatmig geschrieben und viele Wiederholungen sind eingebaut. Natürlich sind diese wichtig für das Buch, dennoch etwas zu viel. Nach und nach aber steigert sich die Spannung dann doch wieder und es wird noch richtig interessant, bis es dann zum Showdown kommt - denn man sich aber teilweise schon denken kann. Es ist gut und locker geschrieben, auch wenn ich persönlich etwas mehr erwartet hätte.

 


Das Cover:
Die Verbindung zu der Motte auf dem Cover konnte ich leider nicht herstellen, aber sie macht das recht schlichte immerhin noch etwas interessanter. Der Hintergrund des Covers ist in einem Blau gehalten, welches sich am Rand des Covers mit dunklerem Blau verwischt. Titel und Autor stehen in großen schwarzen Buchstaben dar, als würden sie sich einem entgegen wölben.

Der Autor:
S.J. Watson wurde in den Midlands geboren, lebt in London und hat viele Jahre für den staatlichen britischen Gesundheitsdienst (NHS) gearbeitet. 2008 wurde S.J. Watson in das Studienprogramm Kreatives Schreiben der Faber Academy aufgenommen.  

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